Über Markus

bodenständiger Kletterer mit Höhenangst immer irgendwo im Nirgendwo

Pfaffenstein zum Feierabend

Nach dem regnerischen Wochenbeginn kam der ersehnte Frühling und so zog es mich Dienstagabend mal wieder auf den Pfaffenstein… Je nach Zeit und Sonneneinstrahlung geraten immer wieder neue Motive in den Fokus. Das die Aussichten da oben grandios sind, brauche ich hier wohl Niemanden erzählen.

Die Taubenschlucht bin ich nicht hinauf gestiegen, die ist immer so grün und mir im Alleingang zu riskant. Es gibt ja schöne Alternativen, wie der unbenannte Kletterzugang paar Meter weiter. Hinauf durch Blocktrümmer, 2x Hände aus den Hosentaschen, dann links durch eine enge Kluft und hinauf aufs Plateu, wo schon illustre Steinfiguren warten. Folgend eine kleine Bilderserie:

gigantischer Felsblock

gigantischer Felsblock

grinsende Felsen

grinsende Felsen

 

Blick in die Taubenschlucht

Blick in die Taubenschlucht

Hier hoch (Kletterzugang)

Hier hoch (Kletterzugang)

enge Kluft

enge Kluft

Figuren

Figuren

grimmig dreinschauend

grimmig dreinschauend

 

Schubs-Kugel

Schubs-Kugel

AP Rudolfseck

AP Rudolfseck

AP naihrwisstschonwo

AP naihrwisstschonwo

die kleene unten rechts kennt jeder

die kleene unten rechts kennt jeder

Parkplatz Balz - wird gerade richtig ausgebaut - und danach kostenpflichtig?

Parkplatz Balz – wird gerade richtig ausgebaut – und danach kostenpflichtig?

Kanstein, Heulenberg – und der Tag X

Kanstein, Heulenberg – und der Tag X

Der gestrige Sonntag war für eine kleine Gruppe der IG Stiegen- und Wanderfreunde der ominöse Tag X. Was war passiert?
Grob geschätzt 1000 mal latschten wir in der Vergangenheit entlang der Zschandstraße vom Parkplatz Neumannmühle Richtung Zeugshaus. Meist verbunden mit festen Tageszielen, die eher in den hinteren Gefilden des Großen Zschands lagen.

Nun kam also Tag X, wo wir “auf Teufel komm raus” diese links liegen gelassenen Berge und Hübel mit komischen Namen erkundeten. In alten Reiseführern war nur wenig zu finden. Und das Internet spuckt auch keine Masse an kribbelnden Informationen aus. Die Erwartungen waren entsprechend niedrig.

Am Ende waren wir alle drei positiv überrascht und es gab viel Interesantes zu sehen. Eine vollständige Beschreibung der Tour gebe ich hier nicht. Paar Stichpunkte sollen genügen:
Aussichstsreiche Felsriffe, imposante Basaltsäulen mitten im Sandstein, alte Wege mit Trockenmauern die plötzlich im Abgrund verschwinden, ausgeschlägelte Stufen und Balkenlager, eine Sonnenterrasse, Boofen, Schlüchte, moderne Bauwerkskunst, ein 800m langer “Gratweg”, Area51 und ein fetter Dachs.
Gegenüberliegend treten die Lorenzsteine an mancher Aussicht majestätisch hervor.  Die Kanstein-Boofe sei noch genannt – das wohl bekannteste Objekt dieser Ecke. Gern werden “gemeine” Outdoor- und Wanderfreunde mit Isomatte aufn Buckel von Ranger zu diesen Ort geschickt, weil es die einzige offizielle Freiübernachtungsstelle im Großen Zschand ist. Auf rund 15 Quadratkilometern Fläche wohlgemerkt…

Für mich ist der Heulenberg seit Sonntag der Kleinhennersdorfer Stein des Kirnitzschtals. Die Wege sind allesamt unmarkiert. Meist schwach erkennbare Pfade. Oft versperren umgefallene Bäume den Weg. Das ist aber normal, denn wir befinden uns in der Naturzone A bzw. “Ruhezone”, wo seitens der Forstverwaltung kaum noch lenkende Eingriffe erfolgen, und selbst der Wanderer im Gegensatz zur Kernzone noch in Ruhe gelassen wird.

Also –> Ab, raus in die Natur und selber erkunden – vielleicht findet ihr dann das Werk der geheimnisvollen Heulenberger.. aber passt auf, dass Steine und Bäume nicht zum Leben erwecken!

Lorenzsteine-view

Lorenzsteine-view

Gruselbaum

Gruselbaum

Bauwerk

Bauwerk

Dachs

Dachs

Kansteinboofe-view

Kansteinboofe-view

Riff-fern

Riff-fern

hinten-raus

hinten-raus

Area51-Neustellig

Area51-Neustellig

Dreizehn-Ender

Dreizehn-Ender

Felskrone

Felskrone

massiv

massiv

eines-dieser-riffe

eines-dieser-riffe

Markierung Forststeig und Eröffnung Trekkinghütte Haselmausbaude

Erster Pinselstrich für den Forststeig

Im Cunnersdorfer Forstgebiet konnten am heutigen Freitag gleich zwei Ereignisse gefeiert werden.

Zum einen fiel der Startschuss für die Markierungsarbeiten am linkselbischen Forststeig Elbsandstein, zum anderen wurde die vierte Trekkinghütte unter dem Namen Haselmausbaude eröffnet.

Hierzu lud Herr Borrmeister vom Forstbezirk Neustadt (Sachsenforst) zwei Personengruppen ein: Forststeigtester und Wegewarte.

Als “Testperson” bin ich ebenfalls dieser Einladung gefolgt. (Testbericht Forsteig hier)
Von Cunnersdorf wurden wir per Kleinbus von Mitarbeitern des Sachsenforsts zu den relevanten Punkten gebracht.

Die Ortswegewarte wurden am Biwakplatz Taubenteich bei Rosenthal mit Hilfsmitteln ausgestattet, um demnächst in ihrem Revier die Markierungen anzubringen. In der Regel ist dies ein senkrechter gelber Strich. Sparsam sollen auch kleine Wegweiser und Schilder an Kreuzungen angebracht werden. Ca. 150 m hinterm Taubenteich ging es auf den Forststeig, welcher der Landesgrenze folgt. Dort wurde zeremoniell der erste gelbe Strich an einen geeigneten Baum angebracht. Und der zweite dann in Sichtweit an einen alten Grenzpfahl.
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Felsenburg Falkenstejn (CZ) in Bau

Es wurde bereits seit über einem Jahr darüber spekuliert – nun ist es offiziell: Die Felsenburg Falkenstejn in Dittersbach wird derzeit für den Massentourismus hergerichtet. 40 Tonnen Baumaterial in Form von Stahlgeländern etc. wurden mit einem Hubschrauber eingeflogen. Kostenpunkt 7 Millionen Kronen (ca 280.000 EUR). Laut Böhmischer Nationalparkverwaltung soll es je einen separaten Auf- und Abstieg geben. Die Arbeiten begannen Ende August und sollen bereits Ende November abgeschlossen sein, sodass die Burg im Frühjahr 2018 neu eröffnet werden kann.

Hier der Link zur offiziellen Meldung des Nationalparks:
http://www.npcs.cz/sprava-narodniho-parku-zpristupni-skalni-hrad-falkenstejn-0
Und ein Zeitungsbericht
http://decinsky.denik.cz/zpravy_region/skalni-hrad-falkenstejn-se-po-letech-opet-zpristupni-turistum-20170901.html

Bisher konnte man das Burgplateau nur mühevoll und nicht ganz ohne Gefahr erreichen. Vor allem der Abstieg gestaltete sich in der Felsspalte immer wieder spannend. Interessant ist der Fakt, dass zwei Steiganlagen gebaut werden. Zum einen wird sicherlich der bisherige “einfache” Aufstieg überbaut. Wo soll aber der zweite Aufstieg hin? Der historische Zugang auf der gegenüberliegenden Seite ist sehr, sehr schmal. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass dort Stahltreppen Platz haben. Einen anderen zweiten Zugang gibt es aber nicht… Man wird ja wohl keine Wendeltreppe außen hinstellen?! Dringender Handlungsbedarf wäre auf jeden Fall am Zustieg vom Stammbrückental gegeben. Dort haben fortschreitende Erosion und gewachsener Touristenverkehr zerstörerte Wegstücke hinterlassen.

PS: Aktuelle Bilder von den Bauvorgängen werden von der NPCS bei Facebook gepostet. Ich muss gestehen, mir blutet das Herz (als jemand der gar keinen Stahl im Sandstein mag und zudem Jetřichovice fast schon als zweite Heimat sieht).
https://www.facebook.com/NPCeskeSvycarsko/photos/pcb.10155528911795140/10155528906400140/?type=3&theater

bisherhiger Einstieg Falkenstejn

starke Erosion Zugangsweg

Aufstieg in der Felsspalte

Vermessungen auf dem Felsplateu im Juni 2017

historischer Aufgang – enge Felsspalte

Blick zum Rabstein – kommen hier nun Gitter davor?

Expedition Forststeig Elbsandstein – in 4 Tagen um die Steine

In den Medien wurde schon vielfach über die geplante Linkselbische Trekking-Route „Forststeig Elbsandstein“ berichtet. Der Sachsenforst hat im April Testwanderer gesucht, und so haben sich vom 25.05.2017-28.05.2017 auch 3 Wanderfreunde der IG aufgemacht, diesen Forststeig zusammenhängend zu erwandern. Einerseits sollte die Tauglichkeit der Route getestet werden. Und zum anderen wurde die eigene Fitness und Ausdauer auf eine harte Probe gestellt. Man läuft schließlich nicht jeden Tag mit 13 -18 Kg Gepäck auf dem Rücken von Frühs bis Abends über Stock und Stein.

Grobe Routenführung Forststeig (Quelle: Sachsenforst)

Dankenswerterweise hat uns Herr Borrmeister vom Sachsenforst die Detailkarten des Wegverlaufs zur Verfügung gestellt. Denn die frei verfügbaren Karten zeigen lediglich die grobe Route an und nicht die einzelnen Pfade.

Einige Fakten zur Route:
– Länge ca. 95 Km (ohne Abstecher)
– Höhenmeter im Aufstieg: ca. 3000
– Routenziele: Großer Zschirnstein, Hoher Schneeberg, Ostrov, Zeisigstein, Bielatal, Rotstein, Katzstein, Spitzer Stein, Langenhennersdorfer Labyrinth, Nikolsdorfer Wände, Quirl, Gohrisch, Papststein, Kleinhennersdorfer Stein
– Grobe Routenführung und weiterführende Informationen: https://www.smul.sachsen.de/sbs/55197.htm

Ein Großteil der geplanten Route führt über unmarkierte Waldwege- und Pfade. Manchmal Rückegassen und Forstschneisen, teilweise auch auf der Landesgrenze (D/CZ). In einigen Fällen wurde der Weg mit grünen bzw. orangen Punkten an den Bäumen markiert. Darauf war aber keinesfalls Verlass. Sobald es knifflig wurde – Fehlanzeige.

Oranger Punkt – provisorische Wegemarke

Der endgültige Wegverlauf wird nach Abschluss und Auswertung der Testwanderungen vom Sachsenforst ausmarkiert und ggf. freigeschnitten. April 2018 soll der Steig offiziell eröffnet werden.

Auch wenn wir einiges an Erfahrung in der heimischen Sächsischen Schweiz besaßen, waren wir nicht vor Fehlgängen gefeit. So hat sich auch der ein oder andere Mehrkilometer ergeben. Trotz Detailkarten und GPS-Navigation. Auf die Verwendung eines bereits veröffentlichten Tracks haben wir bewusst verzichtet.

Das hätte zwar die Tour deutlich vereinfacht und sicherlich zeitliche Vorteile geschaffen, aber deswegen auch verzerrt. So haben wir uns selbst durchgekämpft – mitunter wirkte es wie Pfadfinder im Orientierungslauf.

Nach genauer Planung unserer Tages- und Etappenziele war schnell klar, dass wir die Trekkinghütten und Biwakmöglichkeiten des Sachsenforst nicht nutzen konnten. Also haben wir Drei mal biwakiert. Trockene, windgeschützte Felsüberhänge gibt es zur Genüge. Das Wetter meinte es gut mit uns:

Kein Regen, Tagestemperaturen von 17 C° bis 28 C°.

Biwak unter einem geeigneten Felsüberhang

Ständiges Hauptproblem beim Trekking: Die Wasserversorgung. Mit Essen hatten wir uns für 4 Tage gut eingedeckt. Bei Wasser ist nun mal bei 3-4 Litern Schluss, mehr buckelt man nicht mit. Also hieß es ab dem 2. Tag Ausschau halten um Flüssigkeit nachzutanken.

Da wir keine Gewaltwanderer sind, sondern auch Spaß und Freude am Draußensein verspüren wollen, haben wir die Gaststätten am Weg selbstverständlich eingebaut. So, wie es uns gepasst hat. Wir hatten zwar genügend zu Essen eingepackt, aber während so einer Großen Tour ist unsereins doch über jedes offene Gasthaus froh. 2x konnten wir auch unsere Trinkwasservorräte direkt auffüllen (Campingplatz Ostrov und Katzsteinbaude Cunnersdorf). Wer sich freundlich verhält, bekommt auch etwas. So unsere Erfahrung. Die Alternative wäre ein guter Wasserfilter, wo man je nach Güte des Filters aus einem Bach oder einer Quelle Wasser entnehmen kann. Wir haben davon am letzten Tag profitiert. Wer so ein Ding besitzt, hat definitiv eine Sorge weniger.

Das wichtigste beim Trekking: Wasser

Bevor ich die einzelnen Etappen näher beschreibe, schon mal ein Fazit:
Zu einem großen Teil werden Hochinteressante mehr oder weniger bekannte Felsentäler und Aussichtspunkte verbunden. Auch Stammgäste der Sächsisch-Böhmischen Schweiz werden 100%ig  Neue Eindrücke sammeln! Insofern ist der Forststeig insgesamt empfehlenswert. An manchen Passagen läuft man auch mal eine Stunde durch den Wald ohne große Highlights. Das gehört dazu.

Wer den Steig komplett am Stück begehen möchte, sollte 5 Tage einplanen. Bei 4 Tagen darf man sich nur wenig Fehler erlauben. Und mitunter fühlte man sich etwas gehetzt und hatte für Aussichten wenig Zeit. Es geht ja auch um Naturgenuss, und wer den Großteil der Strecke noch nicht kennt sollte genügend Muse für ausgedehnte Pausen auf Aussichten oder an Felsen haben. Abkürzen kann man in vielen Fällen – ist aber nicht im Sinne des Erfinders.

Total verwachsener Weg bei Rosenthal

An einigen Stellen sollte unbedingt noch an der Wegführung gefeilt werden. Bekanntermaßen lieben wir ja eben die kleinen Pfade. Aber manchmal ging es wirklich durch meterhohes Gebüsch oder steile Rückegassen entlang. Oder an anderer Stelle war nicht mal Ansatzweise ein Weg sichtbar.
Das wird man wohl kaum so durchziehen können. Ich hoffe auf ein gesundes Augenmaß bei den Verantwortlichen im Sachsenforst. Kilometerweite Fehlgänge wären nicht ganz ungefährlich bei den Voraussetzungen…

Der geplante Steig spricht eine „neue“ Zielgruppe an. Während der Malerweg viele touristische Attraktionen der Sächsischen Schweiz verbindet und auf Hauptwegen verläuft wo verhältnismäßig viele Menschen unterwegs sind, führt der Forststeig prozentual auf wenig frequentierten Pfaden entlang. Man schafft somit ein stärkeres Naturerlebnis. Städte und Dörfer werden bewusst ausgenommen. Der Wanderer ist deutlich stärker auf sich allein gestellt. Übernachtungsmöglichkeiten sind rar. Und genau diese Faktoren sprechen eine andere Zielgruppe an. Trekking ist international im Aufschwung begriffen, der Forststeig könnte sich also erfolgreich etablieren.

Biwakhütte am Großen Zschirnstein – wäre für uns deutlich zu früh gekommen

Kaiserwetter auf dem hohen Schneeberg

Eher Ausnahme als Regel – oranger Punkt am Abstieg am Oberlauf des Krippenbaches