Das Kommunikationsproblem der IG „Stiegen- und Wanderfreunde“

Alle Gründungsmitglieder der IG einte beim ersten Treffen im September 2011 in der Zwieselhütte der Wunsch, eine Lobby für Wanderer zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir untereinander kommunizieren und möglichst vielen anderen Stiegenfreunden eine Diskussionsplattform bieten. Innerhalb weniger Wochen wurde viel erreicht: Die Ziele der IG sind formuliert, über 50 Mitglieder wurden gewonnen und eine Internetseite mit Diskussionsforum und Chatroom ist online. Also Start gelungen? Könnte man so sehen, könnte man. Weiterlesen

Verfault, verfallen oder vernichtet?

Wenn wir vom Beuthenfall kommend das Massiv der Affensteine erklimmen wollen, nutzen wir dafür meist die Wolfsfalle oder – wer hätte das gedacht – die Zwillingsstiege. Es gibt aber zwischen den beiden genannten Steiganlagen noch zwei andere Möglichkeiten die Obere Affensteinpromenade zu erreichen: die massentouristisch erschlossene Häntzschelstiege, die wegen der vielen Eisen bei uns nicht besonders beliebt ist, und die Wolfsstiege (markierter Kletterzugang), die wir auch lange nicht aufgestiegen sind. Abgestiegen sind wir über Letztgenannte überhaupt noch nicht. Deshalb wollten wir nach unserem „Videodreh“ (siehe Blogeintrag zuvor) das Wagnis eingehen. Denn ein solches ist es jetzt (beinahe) – zumindest im nassen Herbstlaub und bei feuchtem Fels. Waren sie bei unserem letzten Aufstieg 2007 noch zu finden und sind sie im Band II des sicher allen Lesern dieses Blogs bekannten Buches „Der Weg ist das Ziel“ auf Seite 124 abgebildet, sie fehlen jetzt gänzlich. Gemeint sind die Spreizhölzer, die für den Auf- und mit Sicherheit für den Abstieg recht hilfreich waren. Sie versprühten bereits vor Jahren einen etwas maroden Charme. Nun stellt sich die Frage: Wurden die Holzeinbauten entfernt oder sind sie einfach nur verfault und gebrochen? Wann das Holz verloren ging, weiß ich nicht. Es gibt jedenfalls keine Spuren mehr von den ehemaligen Steighilfen. Unten angekommen sind wir jedenfalls auch ohne Hölzer.

Wolfsstiege - Steilstück

                                     Wolfsstiege – Steilstück

Wir gingen dann gleich noch auf eine weitere Entdeckungstour. Im Frühjahr war der Zugang von der Unteren Affensteinpromenade zur Zwillingsstiege längere Zeit wegen Baumfällarbeiten gesperrt. Nun ist der Weg wieder offen, der Anblick des Waldes aber gar schauerlich. Das Nutzholz wurde wohl entfernt, die unbrauchbaren dünnen Äste und Zweige liegen am Zugang ins Große Bauerloch, als hätte gerade ein Wirbelsturm die Gegend heimgesucht. Über das Thema hatten wir während unserer Wanderung zum Wegekonzept bereits ausführlich diskutiert. Ich weiß auch nicht, wer den Auftrag zu den Holzfällarbeiten ausführte. In meinen Augen hat er diesen Auftrag jedenfalls schlecht ausgeführt oder vielleicht noch gar nicht zu Ende gebracht?

Zugang ins Große Bauerloch

                                                           Zugang ins Große Bauerloch

Per Email erhielt ich eine Ergänzung zur Wolfsstiege von Matthias:
Hallo Andreas,
ich habe deinen Beitrag zur Wolfsstiege gelesen und danach gleich mal
in meinem Fotoalbum gekramt. Als wir am 28.08.2009 die Stiege begangen
haben, waren die Spreizhölzer definitiv noch da. Ich kann mir nicht
vorstellen, dass sie in 2 Jahren derart verfault sind …….
Grüße aus Rathmannsdorf!
Stiegenfreund Matthias

Wolfsstiege 2009

Wolfsstiege 2009

Ein Bild der Wolfsstiege aus dem Jahr 2010 (Kommentar von altewegesindmeinziel)

Wolfsstiege-2010

Wolfsstiege-2010

Wanderung mit der NPV

Wanderung zum WegegebotUnd wieder einmal war es soweit: die beiden ebenso streitbaren wie kompetenten Vertreter der Nationalparkverwaltung, Frank Rainer Richter und Andreas Knaak, hatten zur gemeinsamen Tour geladen. Diese Touren sind ja mittlerweile schon eine nette Tradition, dieweil man dabei mal gründlich die Meinungen austauschen kann, ohne sich dabei gleich an die Gurgel zu gehen. Es waren wieder rund 25 Wanderfreunde gekommen, und auf diese wartete eine nicht eben leichte, aber dennoch wunderbare Tour.

Da waren sie noch alle beisammen.

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Wird die Wolfsfalle bald Weltkulturerbe?

Wolfsfalle

Wolfsfalle

Sicher nicht. Ob sie noch länger im Verborgenen auf die wenigen Stiegenfreunde wartet, die sie finden, oder ob sie bald ihre wenigen Eisen verliert, ist ebenso offen wie die Diskussion um einen Welterbe-Titel für Teile der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Schon allein die „Begrifflichkeit“ sorgt für Verwirrung. Die Diskussion lebt immer wieder auf, um dann für Monate aus den Schlagzeilen zu verschwinden.

Ein aktueller Diskussionsbeitrag unseres Stiegenfreundes und Buchautors Axel Mothes dazu vom 01.11.2011auf seiner Website (Vorsicht der Verweis bleibt nur temporär aktuell):

„Ich möchte mal einen Denkanstoß an alle Interessierte weitergeben, den ich von Günter aus Postelwitz bekommen habe. Seit geraumer Zeit schwebt das Gerücht durch die Sandsteinwelt, dass die Sächsische Schweiz Weltkulturerbe werden soll. Bisher war ich eher skeptisch, doch bei tieferer Betrachtung, währe dies der Idealfall für alle Stiegen- und Wanderfreunde: Warum !? Die Kriterien, welche beim Status „Weltkulturerbe“ zählen hängen hoch und werden auch penibel kontrolliert. Da heißt es z.B. Sinngemäß; „Es dürfen keine Parameter verändert werden, die zum Status Weltkulturerbe geführt haben“ Im Klartext bedeutet dies, dass Steiganlagen oder Wege nicht zurückgebaut werden dürfen, im Gegenteil, alle vorhandenen Einrichtungen (Salzlecken, Bärengruben, Schutzhütten etc pp) und natürlich auch Steiganlagen und Wege sind zu erhalten. Wie der Weltkulturerbetitel mit einem Nationalpark vereinbar ist, entzieht sich aber meiner Vorstellungskraft.“ (Veröffentlichung autorisiert)

Lieber Axel, unsere Politiker diskutieren wohl eher um einen Weltnaturerbe-Titel als um ein Weltkulturerbe, wie eine Veröffentlichung in der DNN vom 01.09.2011 zeigt:
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