Rückblick 2011

Weihnachten ist vorbei, und damit kommt die Zeit, das vergangene Jahr mal Revue passieren zu lassen. Ich teile hier mal ein in „negativ“ und „positiv“. Beginnen wir mit „negativ„.

  • Es gab keine Änderung am Wegekonzept im Sandstein.
  • Am Gohrisch hat man beim Umbau der alten Steiganlagen schwer gesündigt.
  • Der neue Chef der der NPV hat kaum neue Akzente gesetzt.
  • Einige mehr als verunglückte Zeitungsberichte und Interviews des neuen Chefs haben die Gräben zwischen Wanderern und der NPV zumindest kurzzeitig eher vertieft.
  • Die Teufelsbrücke am Hockstein wurde mit einem Stahlgeländer verunziert.
  • Kostenlose Parkplätze scheinen ganz ausgestorben.
  • In einigen Wandergaststätten haben die Getränkepreise mittlerweile die Schwelle zur Wegelagerei deutlich überschritten.
  • Im Nationalpark haben Harvester gewütet.
  • Die massiven Stauprobleme in Pirna sind noch auf lange Sicht ungelöst.
  • Nach Jahren der Ruhe scheint es so, als ob wieder mehr Müll am Wegesrand liegt.
Wanderung zum WegekonzeptWanderung mit der Nationalparkverwaltung

Und jetzt die positiven Dinge:

  • Unter dem neuen NPV-Chef ist es zumindest nicht schlimmer geworden.
  • Die eine oder andere neue Stiege ist entstanden und auch schon wieder verschwunden.
  • Unsere IG hat sich zusammen gefunden.
  • Wir haben mit Vertretern der NPV sehr nette Wanderungen und Gespräche gehabt – mal sehen, was sie bringen.
  • Einige Wandergaststätten sind noch in der Realität geblieben und servieren Bodenständiges zu ebensolchen Preisen.
  • Das Wetter hat es gut gemeint und eine lange Saison ohne Katastrophen beschert.

Alles in allem eine Saison, auf die ich mit guten Gefühlen zurückblicke. Wenn es auch an vielen Stellen noch klemmt, wenn auch einige Gräben immer noch sehr tief scheinen: es passiert etwas, man redet miteinander, man kommt auch menschlich miteinander klar. Ob und wie diese zarten ersten Schritte einmal zu echten Veränderungen führen, ist schwer zu sagen. Nicht desto trotz: allen, die hier regelmäßig lesen, wünschen wir einen guten Rutsch und ein wundervolles 2012. Mit jeder Menge Naturerlebnissen im Sandstein.

Frohes Fest



When the snow fällt wondervoll
and the Glühwein schmeckt so toll,
when we always Stollen kauen
and so gern a Snowman bauen,
then we know es ist soweit,
she is da the Weihnachtszeit!

(frei nach Udo Jürgens “ Merry Christmas Allerseits „)

Blick von oben

Nur selten bietet sich uns die Möglichkeit, einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Sächsische Schweiz zu werfen. Auf unserer Seite Service: Blick von oben auf die Sächsische Schweiz gibt es eine große Anzahl von Wanderungen, bei denen sich mittels Google Earth Einblicke in die Felsenlandschaft gewinnen lassen.

Zusätzlich soll es heute an dieser Stelle einige Luftbildaufnahmen der Vorderen Sächsischen Schweiz geben. Vielen Dank an die beiden „Hobbypiloten“ Professor Hennig und Dr. Böhm, die der Veröffentlichung zustimmten. Und nun schauen und genießen…

Bildergalerie Luftbilder

Bildergalerie Luftbilder

Grenzweg im Herbst

Freilandzoo in der Böhmischen Schweiz?

Freilandzoo in der Böhmischen Schweiz?

Diesen Herbst habe ich genutzt, wieder einmal auf dem Grenzweg zwischen Großem Winterberg und Großem Zschand zu wandern. Mein Ziel war der Abstieg im Raingrund; ich war Mitte der 1990er das letzte Mal in diesem Grund. Als Mitwanderer waren Rolf Böhm und Frank Sniegon mit von der Partie. Der Abschnitt vom Großen Winterberg bis zum Neuen Kanapee oberhalb der Webergrotte machte einen sehr aufgeräumten Eindruck, nicht nur im übertragenen Sinne. Der Pfad ist von umgestürzten Bäumen freigeschnitten, was auf professionelle Arbeit schließen lässt. Wer das und warum auch immer tut. Auf der böhmischen Seite sind im Bereich der Grenzsteine 9/3 bis 9/5 eigenartige, kreisförmige Einzäunungen zu sehen, deren Bedeutung sich uns nicht erschlossen hat. Soll es eine Wildfütterstelle sein? Oder sollen damit Tiere von neu angepflanzten Bäumen fern gehalten werden?
Alter und neuer Grenzstein

Alter und neuer Grenzstein

Ein besonderer Grenzstein ist der 8/20. Wo der historische Grenzstein bisher gewesen ist, ist mir nicht bekannt, aber bei Wanderungen auf dem Grenzweg habe ich ihn vorher noch nie gesehen. Ich hoffe, dass die beiden Grenzsteine noch lange an dieser Stelle stehen werden und nicht irgendein Wanderer ihn als Souvenir für den heimischen Vorgarten mitnimmt.
Der Aussichtspunkt Neues Kanapee auf dem Riff der Flügelwände lädt immer zu einer Rast ein, auch wenn es dieses Mal windig war. Das Panoramabild ist mit Links hinterlegt, einfach mit der Maus über das Bild fahren. Der Entenpfützenweg schlängelt sich auf dem Riff entlang, ab und zu haben unsere Altvorderen Steinstufen in den Sandstein gesetzt und immer wieder kann man den Blick in den großen Talkessel neben sich schweifen lassen.
Am südlichen Ende der Hinteren Partschenhörner und in Höhe der Schwarzen Schlucht geht der Entenpfützenweg in den steilen Raingrund über.
Erstes Steilstück im Raingrund

Erstes Steilstück im Raingrund

Steilstücke wechseln mit flachen Wegabschnitten ab; kleine Wasserstellen, von Wildschweinen genutzt, sind trotz der langen Trockenheit noch nicht im Erdreich verschwunden. Ein ganz besonderes Steilstück ist die Grotte im Raingrund, die sich über die gesamte Breite des Raingrunds erstreckt.
Grenzsteinparade im Raingrund

Grenzsteinparade im Raingrund

Ein exponierter Standpunkt für Grenzsteine sind kleine Felsen, die die Steine weithin sichtbar machen. Der Abstieg ist beschwerlich und im Aufstieg nicht zu empfehlen – äußerst anstrengend. Der Hochwald auf deutscher Seite geht in eine Schonung über – diese wurde Mitte der 1980er angelegt. Damals war ein weiter Blick in den Großen Zschand möglich. Der Abstieg ist zu Ende, wir stehen im Tal des Großen Zschands.
Fazit – der Grenzweg ist immer noch eine Wanderung wert und es ist zu hoffen, dass in absehbarer Zeit eine Lösung gefunden wird, um diesen abwechslungsreichen und interessanten Weg wieder jedermann zugänglich zu machen, ohne dass man immer das Gefühl hat, etwas Verbotenes zu tun.

Fotos vom „Profi“ gesucht

Blick von der Kleinen Bastei in die Schrammsteine

Update 21.12.: Vielen Dank an alle Fotografen, die Winterbilder für die Startseite geschickt haben. Das Ergebnis ist ja bereits zu sehen. Später wird mindestens noch ein anderes Bild veröfffentlicht. Ich suche allerdings noch gute Fotos mit Frühlings- oder Sommermotiven.

Es sieht zwar im Moment noch nicht danach aus, aber der Winter kommt bestimmt. Ich möchte gern unser Titelbild durch ein schönes Winterbild ersetzten (oder im Rotationsverfahren durch mehrere). Deshalb der Aufruf an alle Fotografen unter uns: Schickt mir bitte ein Wintermotiv, welches sich für die Startseite eignet. Da das Bild auf jeder Seite erscheint, sollte es schon eine entsprechende Qualität (auch vom Motiv her) aufweisen. Voraussetzung für die Veröffentlichung ist, dass die Nutzerrechte ausschließlich beim Einsender liegen. Mit der Einsendung bestätigt der Fotograf also, dass er das Foto selbst erstellt hat. Dies wird dann im Impressum unserer Seite aufgeführt. Das Bild wird auf die entsprechenden „Headermaße“ beschnitten, die uns das WordPress-Thema vorgibt  (1000 x 288 Pixel). Das Motiv muss sich also dafür eignen.

Nach dem Winter kommt sicher auch das Frühjahr und der Sommer in die Sächsische Schweiz zurück. Also suche ich auch gleich bei dieser Gelegenheit noch entsprechende Fotos für später. Vielen Dank schon mal jetzt für die hoffentlich rege Beteiligung.

Bilder bitte per Email in einer Auflösung von mindestens 1200 x 600 Pixel (größer ist auch gut, aber bitte nicht mehr als 3 MB) senden an

wanderer (at) sandsteinwandern.de.