Mail aus der Zukunft – Teil 4

Wer die ersten drei Teile noch nicht kennt, sollte zunächst den Beginn der Geschichte lesen: Teil 1Teil 2Teil 3.

… ha`m die etwa so`n altes FBI an?“, fragte Pinky. Sehr seltsames Verhalten, dachten wir und sind vorsichtig hin (hätten ja Ranger sein können, obwohl, so dick sind die auch wieder nicht) und da waren es zwei verirrte Touris. Dass sie so dick aussahen, das lag tatsächlich an den FBI, ältere Modelle noch.

(*FUTUROOGLE: FBI = eigentlich FBEi von Fall-Brems-Ei, umgangssprachliche Bezeichnung für den Fußgänger-Airbag von Michelin, der sich bei einer plötzlichen Lageveränderung des Trägers zu einem 2m großen Ei-Form aufbläst. Die ersten Modelle waren noch nicht in die Wanderjacke integriert, sondern als recht umfangreiche Hüftgürtel zu tragen.)

Pinky hatte auch mal so ein altes Modell und wir werten immer wieder gern die Anekdote aus, wo er in der Nähe der Sandlochboofe, hart an der Kante einem dringenden Geschäft nachging. Als er sich dabei etwas schnell nach vorn beugte (er trug die FBI noch) löste das Teil aus und hätte ihn fast über die Kante gewippt. Ob er bei der Fallhöhe noch heil geblieben wäre, bleibt fraglich. Aber er wäre wohl bis hinten an den Wasserfall gerollt oder von Wipfel zu Wipfel gehopst. Jedenfalls genug Stoff für endloses Spaßulieren am Lagerfeuer. Zum Glück war die Gaskartusche wohl schon etwas schwach und hat ihn nur auf die Stelle hingesetzt, wo er eben noch hockte. Er verbrauchte hinterher unseren gesamten Wasservorrat, was ärgerlich war, denn ungekochte Nudeln sind einfach kein Abendessen.

Skywalk Rauschenstein

Skywalk Rauschenstein

Die beiden Touris jedenfalls, die waren beim obligatorischen Fotostopp am Skywalk* ein paar Meter in die Felsen gegangen. (*FUTUROOGLE: der Rauschenstein-Skywalk. Von der Aussichtsplattform hat man einen grandiosen Blick auf die Elbe, in den Rauschengrund und von oben auf die Bahnstrecke, die sich vom Rauschentor absenkt und in einer eleganten Kurve durch den Falkoniergrund wieder auf die Höhe des Schrammsteingrates heraufschwingt, wo die Passagiere einen Null-G-Moment erleben. Diese Attraktion hatten die chinesischen Investoren durchgesetzt, nachdem der geplante Looping – durch die anhaltenden Samstags-Demos mit tausenden Teilnehmern und einer durchgehenden Lichterkette auf dem Schrammsteingratweg – verhindert wurde.)

„Aber, da ist doch das Geländer“ sagten wir. „Ach“, meinten sie, „Geländer gab`s früher schon. Wir waren oft Wandern und da darf man nicht so ängstlich sein, sonst kommt man doch nicht dort an, wo man hin will. Nicht war, junger Mann?“ Natürlich, Recht hatten sie, aber nun auch die Abfahrt des „Jack Wolfskin“ 19:00 verpasst. Wir haben ihnen nahegelegt, auf den „Northface“  21:00 zu warten, weil der „Meindl“ 20:00 erst wieder ab Mai fährt. Sie wollten eigentlich zu Fuß weiter, zur „Hauptstraße“ nach „Schmilka“ absteigen! Hee Leute, welche Hauptstraße, welches Schmilka? Na, es waren eben ältere Leute. Und aus Berlin. Die wollten auf ihre alten Tage noch mal die Heimat besuchen, waren früher oft wandern und wussten noch was von Wegen und Treppen. Sie meinten, hier müsste es doch in der Nähe so einen großen Aussichtsplatz gegeben. Breite Kluft oder so, und da ginge doch ein schöner Weg runter?

Zwillingsstiege

seit 2042 endgültig gesperrt...

„Ja, sagten wir, die Kluft ist noch da und breit ist sie auch, aber die Aussicht ist durch die Säulen der Schwebebahn nicht mehr so toll. Dafür gibt’s ja den Skywalk“. „Und zum Carolafelsen mit der grandiosen Aussicht?“ Ist gesperrt, wie seit 2042 das gesamte Große Bauerloch mit der Zwillingsstiege. Für die Stiegen und so, da hätten sie mal vor 30 Jahren kommen müssen. Naja sie konnten nichts dafür, bis in den hohen Norden gelangen nicht alle Nachrichten. Wir müssen aber nun auch zur Nachtruhe gehen, denn Morgen wollen wir uns mal mit der Vorbereitung einer größeren Sache befassen – denn was zuviel ist, das ist zuviel…..

WAS DA ZUVIEL IST – Das lesen wir in der Fortsetzung. Und die gibt’s vielleicht, wenn die Wetter wieder schlechter werden. Denn wir haben ja  die lustigen Böhmianer noch nicht kennengelernt und was der Opa von Pinky immer so erzählte.

Das war der vorerst letzte Teil der Mails aus der Zukunft.

Text: Andreas P. – Edit und Bilder: Zwillingsstiege

Holzeinschlag im Nationalpark

„Förster nimmt Stellung zum Holzeinschlag“ – Im Artikel der Sächsischen Zeitung vom 4. April hatte die Nationalparkverwaltung zu einer geführten Wanderung eingeladen und wollte dabei „…offenbar Stellung zur jüngsten Durchforstung bei Schmilka nehmen“. Unser IG-Mitglied Matthias P. nahm an der Wanderung teil. Hier sein kurzer Bericht und einige Bilder:

Geführte Wanderung mit Forst-Fachmann

Geführte Wanderung mit Forst-Fachmann

Die Tour startete nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Thalmann an der Revierförsterei in Schmilka. Dann ging es über den Wurzelweg und das Roßsteigel auf den Elbleitenweg, von dort ein kurzer Abstecher zur kleinen Bastei, zurück auf den Elbleitenweg, am Rauschenstein vorbei, durch das Rauschentor, über den Rauschengrund
zurück zum Elbleitenweg, am Heringsgrund vorbei über den Wurzelweg zurück zur Revierförsterei. Wenn man weiß, dass wir für diese 7km insgesamt 3,5 Stunden gebraucht haben, kann man sich ausrechnen, dass Herr Thalmann viel zu erzählen hatte.

Es ging um heimische und nicht heimische Baumarten, Naturverjüngung, Sandsteinerosion, Wege im Nationalpark und jährliche Walddurchforstungen mit verschiedenen Methoden (Harvester-Rückepferd). Die Harvester-Einsätze sind damit zu begründen, dass dies nun mal die kostengünstigste Methode der Holzernte ist.

Bilder der Wanderung

Bilder der Wanderung

Auch im Forst ist – wie fast überall – Sparen angesagt. Um den Schaden am Waldboden durch die Maschinen in Grenzen zu halten, gibt es festgelegte Trassen, die immer, auch bei späteren Einsätzen in Folgejahren, eingehalten werden müssen. In besonders sensiblen Bereichen wie dem Heringsgrund kommen andere Methoden zum Einsatz, Bäume werden mit der Kettensäge von Hand gefällt. Mit dem Rückepferd oder leichten Traktoren mit Seilwinde werden die Stämme bewegt.

Ich habe auf dieser Wanderung sehr viel Neues erfahren und es war auch sonst sehr interessant, einen kleinen Einblick in die Forstarbeit zu erhalten. Lob an Herrn Thalmann!

Tsunami im Forum?

microsoft-clipart-freeGleich mehrfach „email-ten“ Forumsnutzer in den letzten Tagen den Admin an, er möge doch eingreifen und Beiträge, Threads und/oder Nutzer löschen oder sperren. Das soll(t)e aber nicht zu den Spielregeln eines guten Forums gehören. Sicher, an Spielregeln muss sich jeder Nutzer halten. Die gibt es auch bei uns. Kann, nein sollte jeder lesen. Bevor er sich im Forum betätigt. Hier stehen sie:

Forum – Unsere Spielregeln

Hält er (oder sie) sich daran, gibt es keine Veranlassung für mich, einzugreifen. Und das werde ich auch nicht tun. Schließlich gibt es Moderatoren im Forum. Diese erfüllen ihre Aufgaben aus meiner persönlichen Sicht sehr gut.

microsoft-clipart-free2Wann werde ich handeln? Bei Spammern. Wenn jemand einen anderen Nutzer namentlich und persönlich angreift, beleidigt oder beschimpft. Wenn jemand Personen, die in der Öffentlichkeit stehen (Politiker, Redakteure, Autoren etc.), beim Namen nennt und Behauptungen oder Unterstellung über diese Personen verbreitet oder diese unrichtig oder aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. Weshalb muss ich dann eingreifen? Weil solche Darstellungen dem Anstand widersprechen, unserer Netiquette und weil ich unter Umständen als Admin-C dieser Domain sandsteinwandern.de dafür haftbar gemacht werden könnte. Deshalb habe ich auch schon in seltenen Fällen „gelbe Karten“ verteilt.

Ansonsten werde ich mich bei sehr kontroversen Diskussionen zurückhaltend und nur sehr sparsam beteiligen. Weshalb? Weil der Admin auch eine gewisse Neutralität wahren soll(te). Ich weiß, dass dies nicht unbedingt bei allen auf Beifall stößt, aber daran werde ich mich halten – und (möglichst) nicht löschen, deaktivieren…

Zwillingsstiege als Admin