Stau auf der Bastei

Ist doch klar, werden jetzt die Kenner der Materie sagen. War uns auch klar. Wir wollten das aber einmal erleben. Ein einziges Mal. Am Pfingstsonntag bei strahlendem Sonnenschein. Und dann wollten wir uns anschauen, was an den gesperrten Schwedenlöchern so abgeht.

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Vor der Bastei hatten wir noch den kurzen Abstecher zu den Schwedenlöchern (und zur Gans-Aussicht) unternommen. Überall die Hinweisschilder zur Sperrung der Schwedenlöcher. Am Einstieg ein Holzgeländer mit einem fast gänzlich abgerissenen rot-weißen Absperrband. Zunächst ein einsamer Beobachter. Dann immer mehr. Unschlüssig schauen viele Wanderer und beratschlagen. Von unten kommen Leute herauf, kriechen unter der Absperrung durch. Dann geht es doch sicher auch von oben, meinen viele, beratschlagen mit den gerade aus dem Amselgrund eingetroffenen und steigen ab. Mindestens ein Drittel aller Ankommenden ignorieren die Absperrung. Wäre es nicht sinnvoll, gerade an diesem Tag einen Ranger der NPV zu postieren, der Aufklärungsarbeit leistet (vielleicht ohne „Strafmandate“ zu verteilen)?

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Um nicht die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen zu verletzen, habe ich die Auflösung der Fotos bewusst klein gehalten und einig Gesichter unkenntlich gemacht.

Wer sich für unsere Wanderung interessiert, kann die Beschreibung hier lesen.

Nationalpark will 100-Jährige Bestände abholzen

Die Wandersaison hat gerade begonnen, da sind uns aus dem Nationalpark die Pläne für die nächsten Holzeinschläge bekannt geworden. Ein besorgter Revierförster teilte uns mit, dass man im Herbst/Winter 2013/2014 in Hinterhermsdorf und Schmilka in 100-Jährige Waldbestände hinein gehen und diese für den geplanten Waldumbau nutzen möchte. Dies wurde auf einer Dienstberatung am 07.05.2013 um 08 Uhr in der NPV besprochen. Der Vorschlag kam von einem Beamten, der eine Leitungsfunktion ausübt.

Herr A. fügte in seinen Äußerungen hinzu, dass ein Außenstehender nicht unterscheiden könne, was ein 100-Jähriger Bestand sei und was nicht. Somit stehe dem geplanten Eingriff in solche Waldbestände nichts im Wege.

Für uns als IG sind solche Äußerungen der blanke Hohn und die geplanten Maßnahmen ein Raubbau an den Waldbeständen in der Hinteren Sächsischen Schweiz. Nach alter planwirtschaftlicher Manier wird die Rasenmähermethode in streng geschützten Gebieten angewendet. Offenbar sollen die Filetstücke des Waldes noch entnommen werden, bevor es in ein paar Jahren zu spät ist. Unter dem Deckmantel des Nationalparks, der auf 75% seiner Fläche beruhigt und bis 2030 komplett umgebaut werden soll, setzen sich immer mehr die Vertreter des Forstbetriebes gegen die klassischen Naturschützer durch. Wie wir hören, rumpelt es da gewaltig und selbst altgediente Mitarbeiter beginnen langsam zu zweifeln.

Viele erinnern sich sicher noch an die schweren Maßnahmen im Bereich Lindengründel (Link). Der Nationalpark hat offenbar mal wieder nichts gelernt und selbst den Bürgern, die er in einer Umfrage dazu Stellung nehmen ließ, nicht zugehört. Wenn es Kritik am Nationalpark gibt, dann an den Forstmaßnahmen mit schwerem Gerät, so der Tenor der Umfrageergebnisse. Was bringt also dieser Nationalpark für die Natur im Gebiet der Sächsischen Schweiz? Nichts! Er steht momentan eher für deren Zerstörung, maximales Profitstreben, schonungslose Bereicherung durch den massiven Einfluss des Sachsenforsts und weitgehende Zerstörung jahrhundertealter Waldbestände.

Vor der Bewirtschaftung


Nach der Bewirtschaftung

So sieht Waldumbau im Nationalpark Sächsische Schweiz aus! Vorher und nachher!

IG on Tour: Begangsteig, Glatter-Stein-Weg und Schlaglöcher

Schindergraben

Bei strahlendem Sonnenschein haben sich ein paar Mitglieder der IG Stiegen- und Wanderfreunde zusammen gefunden und auf den Weg gemacht. Start und Ziel der Wanderung war das Hotel Polenztal. Doch besagtes Tal werden wir gleich wieder verlassen, um in den von Lichtstrahlen sanft erhellten Schindergraben zu gelangen, der uns zum Halbenweg hinauf führt. An nett aufgetürmten Steinhäufchen und unter den strengen Augen Lenins vorbei geht es bergan. Der Halbenweg führt dann immer auf gleich bleibender Höhe, Kehre an Kehre reihend in Richtung Gautschgrotte und zieht sich daran vorbei, als hätte sich eine Schlange in der Wüste voran bewegt. Immer wieder bieten sich Möglichkeiten zur Ebene Brand-Hohnstein auszusteigen, doch die lassen wir getrost links liegen. Weiterlesen

Schutzhütten im Heuscheuergebirge und der Adrspacher Felsenwelt

Der Große Heuscher

Der Große Heuscher


Vom 27.4.2013-1.5.2013 verbrachten wir ein paar Tage in dem Naturschutzgebiet Adersbacher Weckelsdorfer Felsenstadt. Die Adršpašsko-Teplické skály ist eine Gruppierung von Sandsteinfelsen. Sie befindet sich bei Adršpach(Adersbach) und Teplice (Weckelsdorf) in einem
Naturschutzgebiet in der Region Broumov (Braunau) in Tschechien, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Die Felsen breiten sich auf einer Fläche von 1772 Hektar (17,7 Quadratkilometer) aus und ragen gerade in die Höhe.

Auffällig waren die vielen Schutzhütten und Sitzgelegenheiten die wohltuend für eine Rast einladen. Bei den Stiegen wurde Lärchenholz verwendet.
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Markierungen im Eulengrund werden entfernt

Wie gewonnen, so zerronnen. Noch vor wenigen Tagen konnte man vom Eulengrund nur Gutes berichten. Man konnte der Ansicht sein, dass die Nationalparkverwaltung diesen Weg endlich legal begehbar gemacht hat. Am Anfang und Ende des Weges waren Bergpfad-Markierungen angebracht, die endlich der jahrelangen Farce im Tiefen Grund ein Ende machten. Doch die IG erhielt ein Schreiben des Nationalparks, das darauf hinweist, dass die Markierung des Weges nicht von deren Mitarbeitern stammt und somit illegal angebracht worden sei. Dies habe zur Folge, dass die Markierung nun wieder entfernt werde. Eine schreckliche Wendung in diesem Fall, der doch den Wanderern in der Sächsischen Schweiz endlich mal gute Nachrichten hätte bringen können.

Seit langer Zeit sprechen sich Mitglieder der IG gegen die unerträgliche Situation im Tiefen Grund aus, warnen vor der gefährlich engen Straße und vor nicht einsehbaren Kurven, die den Wanderern im schlimmsten Fall zum Verhängnis werden können, wenn die Strecke weiter als Rennpiste genutzt wird und kein Ausweg gefunden wird. Alle Alternativen wurden von der Nationalparkverwaltung abgelehnt, obgleich eine lokale Begehung des Eulengrunds keine naturschutzfachlichen Gründe für eine Sperrung hervor brachte. Der Nationalpark forciert hier durch sein Nichtstun eine Gefahrenlage und handelt nicht, obgleich eine Gefahr für Leib und Leben festzustellen ist, wenn die Wegführung an der Straße durch den Tiefen Grund geht.