IG-Stand zum Kirnitzschtalfest

ktalfest1Das Kirnitzschtalfest hat begonnen. Besucht unseren Stand auf dem Gelände des Straßenbahndepots in Bad Schandau. Wir stehen am Sonnabend und Sonntag für spannende Gespräche zur Verfügung.

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Stand der IG zum 16. Kirnitzschtalfest

Gute Resonanz finden die Informationen an unserem Stand besonders bei passionierten Wanderern. Die Fototafeln mit derzeit gesperrten Wanderwegen stehen im Mittelpunkt der Diskussionen. Die neue Böhmwanderkarte „Khaatal“ war schon nach wenigen Stunden ausverkauft. Für Nachschub wird Rolf Böhm sorgen.

Heute stehen Arndt, Heike, Bernd, Rahmhanke,Christian und Polenztaler zum Gespräch zur Verfügung.

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Vertikal…

…zumindest ein paar Meter. Und ganz ohne Eisen. Dafür mit Seil. Das aber nur zum Abstieg.

So könnte die Kurzzusammenfassung unseres Beitrages „IG on Tour“ lauten. Wenn das vielleicht auch wegen der geringen Teilnehmerzahl (Eric im Vorstieg und ich) etwas übertrieben erscheint. Das war aber auch keine gewöhnliche Wandertour und deshalb sicher nicht jedermanns Sache. Wir bewegen uns wieder einmal im Grenzbereich zwischen Stiege und „richtig Klettern“, wobei hier das Pendel eher zum „Klettern“ ausschlug.

Wanderkarte aus einer längst ergangenen Zeit

Wanderkarte aus einer längst ergangenen Zeit

Start war für uns schon 8.00 Uhr am Parkplatz in Pfaffendorf in unmittelbarer Nähe des Pfaffensteins.  Da für die Mittagszeit Temperaturen von 30° C zu erwarten waren, wollten wir die früheren Tagesstunden nutzen. Los ging es zur Aufwärmung über einen ganz steilen – dafür aber kurzen – Aufstieg zum Pfaffensteinplateau. Unser Weg führte uns an einer nostalgischen Karte aus DDR-Zeiten und der Beschilderung „Opferkessel – Dom – Luftballon“ auf den sogenannten „Romatikerweg“ in den Königsgarten. Leider ist der Zugang heute nicht mehr markiert und deshalb bleiben Dom und Luftballon nur Kundigen vorbehalten. Aber genau da wollen wir hin. Hier befinden sich die beiden Klettergipfel „Ratte“ und „Bilch“. Zwar lassen die Namen bei einigen sicher nicht gerade behagliche Gefühle aufkommen, dafür scheinen uns aber die mit „I“ gekennzeichneten „Alten Wege“ gut kletterbar zu sein.

Als kurze und treffende Beschreibung zitiere ich jetzt einfach die Kommentare in der Wegedatenbank auf Teufelsturm.de, die auch nachfolgend alle von Eric stammen.

Gipfelbucheintrag auf der Ratte

Gipfelbucheintrag auf der Ratte

abwärts

abwärts

Ratte: Kante links oder rechts ganz gängig. Danach versperrt momentan eine abgeknickte Birke den Wanderweg zum Gipfelkopf. Sind dann nach links die Rinne vom Leichten Weg hoch.“ Kurze Ergänzung von mir: „Wanderweg“ ist der üblich Jargon im Teufelsturm-Forum, für einen Kletterei I, bei der ein in höheren Schwierigkeiten Geübter die Hände „nicht aus der Hosentasche nehmen muss“. Also wir mussten das schon. Die Hände aus der Hosentasche nehmen und in den Fels greifen.

 

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Eisen braucht der Wanderer…

kst0…oder auch nicht. Wer jetzt eine Diskussion über Sinn und Unsinn der kürzlich an der Webergrotte und anderswo „gesetzten Eisen“ erwartet, wird enttäuscht sein. Hier geht es um „Eisensuche“ in der Böhmischen Schweiz. Es war mein zweiter (subjektiver) Stiegentest auf der Grundlage des Klettersteigführers „Steige und Stiegen in der Böhmischen Schweiz“ vom Heimatbuchverlag Michael Bellmann (erster Test in diesem Blogartikel). Besonders angetan hatte es mir die Passage „Steige durch die Kamnitzschlucht bei der Grundmühle“ mit der Einstufung KS1 (Klettersteig, Stufe 1) und dem Hinweis im Text „Oberhalb der Mühle finden wir ausgesetzte Passagen“. Ich hatte mich also auf einen durchaus etwas anspruchsvolleren Steig eingestellt.
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89,1 %

Ich hab mal die Zusammenfassung der Ergebnisse der Akzeptanzbefragung von 2012 zum Nationalpark Sächsische Schweiz durchgelesen.

89,1 % der Studienteilnehmer bewertet die Existenz des Nationalparks positiv. Aus meiner Sicht erstmal logisch und eigentlich weniger, als ich erwartet hätte, denn so eine allgemeine Fragestellung ist doch nur positiv zu beantworten. Die Wenn und Aber müssen anders abgefragt werden.

Wie zum Beispiel die Auswirkungen auf ökonomische Teilbereiche, die dann auch gleich deutlich ambivalenter bewertet werden. Man glaubt zwar an die positiven Effekte für den Tourismus und die Beschäftigungssituation, äußert aber vermehrt Bedenken bezüglich eventueller schädlicher Einflüsse auf die Wirtschaft im Allgemeinen und die Landwirtschaft im Speziellen.

Die Studie ergibt auch, dass der Nationalpark bei den Einheimischen beliebt ist, aber mit abnehmender Tendenz. Oho! Sag ich da. Tendenzen sind aus meiner Sicht die wichtigsten Aussagen in Befragungen und wenn die Beliebtheit bei den Einheimischen abnimmt, dann ist das auf jeden Fall kein anzustrebendes Ergebnis.

Die Verwaltung dürfe sich zur Bewertung ihrer Arbeit über tendenziell gute Noten freuen, nur durchschnittlich werde allerdings die Unterhaltung von Aussichtspunkten bzw. das Freihalten von Aussichten beurteilt.

WaldumbauWeitaus höhere Brisanz hätten aber die Waldumbaumaßnahmen. 80 % der Studienteilnehmer kritisieren (zumindest teilweise) die (Nicht-) Beseitigung von ggf. bereits entstandenen Schäden und sprechen sich deutlich gegen den Einsatz von Maschinen für eine Kosten sparende Realisierung der Waldpflege aus.

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Neuerscheinung: Geheimnisvolle Wege im Sandstein und anderswo

Axel Mothes hat es wieder getan. Der Schreck der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz hat ein neues Buch veröffentlicht, das dem Wander- und Stiegenfreund 25 „Geheimnisvolle Wege im Sandstein und anderswo“ vorstellt – in gewohnter Weise mit detailverliebter Besessenheit, angereichert mit zahlreichen Fotos und Skizzen, alten Postkartenmotiven und Kartenausschnitten.

Geheimnisvolle Wege

Geheimnisvolle Wege

Der Hallenser Verleger, der schon zahlreiche Bücher zur Sächsischen Schweiz veröffentlicht hat, ist der Spur der alten Stufen und Wege nicht nur auf sächsischer Seite gefolgt, sondern hat auch alte Anlagen auf böhmischer Seite ausfindig gemacht, bsw. rund ums Prebischtor. Auch im Zittauer Gebirge war er unterwegs und hat alles akribisch dokumentiert. Dass da auch der eine oder andere nach aktuellem Stand verbotene Wege dabei ist, versteht sich von selbst. Der naturnahe Wanderer lässt sich seinen Wandergenuss ja nicht von weltfremden Verboten kaputt machen.

Das Buch kann direkt beim Stiegenbuchverlag erworben werden. Dazu kann man auch gleich den neuen Stiegenkalender fürs Jahr 2014 bestellen, der auch mit Bildern von den Stiegen des aktuellen Buches versehen wurde. Das neue Buch ist im Übrigen Teil einer neuen Reihe – Teil 2 und 3 sind schon in Arbeit. Man darf gespannt sein!