Malerweg – Wanderung vom Lichtenhainer Wasserfall nach Schmilka

100_4886Am letzten schönen Herbstwochenende begaben wir uns auf eine kleine Wandertour entlang des Malerweges. Schon am Bahnhof in Reick gab es ein erstes Highlight, als ein dampflokgezogener Sonderzug in voller Fahrt vorbeipreschte. In Schandau angekommen sahen wir ihn wieder, dort machte er wohl eine kleine Pause.

Nach Weiterfahrt mit dem gut gefüllten Bus 241 aus Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall ging es los. Gleich über die Kirnitzsch rüber und dann leicht ansteigend führte uns der Weg „Roter Punkt“ am Münzborn vorbei auf die 100_4892Kuhstallstraße. Weiter bergan tauchten bald die ersten Sandsteinfelsen auf. Nach einer größeren Schleife erreichten wir das Gasthaus am Kuhstall und das bekannte Felsentor. In der offiziellen Nationalparkkarte gibt es noch eine Abkürzung, jedoch ist diese in natura kaum noch zu finden.

Nach Durchquerung des Felsentores kann man eine schöne Aussicht Richtung Winterberge und Gr. Zschand genießen (so denn das Wetter 100_4901es zulässt). Links geht es durch einen kleinen Felsspalt weiter zur Himmelsleiter. Durch einen engen Kamin steigt man auf zum Plateau, auf welchem sich früher eine Ritterburg befunden haben soll. Hier kann man auf alten Baumstämmen verweilen und weiter die Aussicht genießen.

100_4913Der Abstieg führte dann an der anderen Seite wieder nach unten. Unter einer Brücke kann man an der gegenüberliegenden Wand Reste alter Balkenlager und Stufen erkennen. Linksgehend gelangt man noch zum sogenannten „Schneiderloch“, einer kleinen Höhle. Nach Durchquerung eines recht flachen unteren Teils geht es über Eisen etwa 2 Meter hoch und wieder vor zu einer Öffnung in der Felswand (mit Geländer gesichert). Danach kann man gegenüber noch eine Runde durch die Felsen drehen, bevor man zum Gasthof zurückkehrt und eine Rast einlegt.      Weiterlesen

Herbst in Bildern

Herbst2013-oben-ronny
Den Herbst hatte ich wohl in meinem letzten Blogbeitrag zu zeitig abgeschrieben. Für das Wochenende sind noch einmal Temperaturen wie im Spätsommer angesagt und zumindest bis Sonnabend soll es auch trocken bleiben. Da lohnt sich doch ein Blick in die herbstliche Sächsische Schweiz, zunächst hier in der Fotogalerie und dann vielleicht auch noch in freier Natur?

Viel Spaß beim Betrachten und der nächsten Herbstwanderung im Elbsandstein.

Die Fotos stammen von Bernhard K. (Bernhard), Matthias alias Wanderfreak (WF), Ronny R. (Ronny), Tobias S. (Tobias) und mir (Zst). In den Bildtiteln ist die in Klammern gesetzte Kurzbezeichnung der Fotografen genannt.

Herbst im Zschand

Schutzhütte Richterschlüchte

Schutzhütte Richterschlüchte

Der „Goldene Oktober 2013“ scheint sich nur auf wenige Tage zu beschränken. Also sollte man diese nutzen. Einige IG-Mitglieder zog es in die Böhmische Schweiz, unsere Wanderung führte in den Großen Zschand. Natürlich nicht auf der Wanderautobahn entlang sondern zu Aussichtpunkten und Wegen, die dem Wanderer einige Anstrengung abverlangen.

Zunächst ging es am Zeughaus vorbei – Blick auf den Teichstein mit schönster Laubfärbung – zu einer kurzen Stippvisite der Schutzhütte am Eingang der Richterschlüchte. Ja, die Hütte hinterlässt immer noch einen soliden Eindruck. Die Arbeit hat sich gelohnt.

Blick zum Teichstein

Blick zum Teichstein

Die Weberschlüchte wollen wir heute nicht besuchen. Wir gehen noch etwas weiter und nehmen den steilen Aufstieg durch das Sommersloch. Kein einziger Wanderer begegnet uns. Vom Kleinen Seehorn aus genießen wir die spektakuläre Aussicht zur Sommerwand, die Bäume davor in schönster Laubfärbung.    Weiterlesen

Willkommen, Manuel Andrack

Prominenter Zugang zur IG Stiegen- und Wanderfreunde: Manuel Andrack, seines Zeichens Autor wunderbar lustiger Bücher zum Thema Wandern und in einigen Medien auch gern als deutscher “Wanderpapst” bezeichnet, ist der IG beigetreten. Über solch prominenten Mitgliederzuwachs freuen wir uns natürlich sehr. Also, Manuel, wir wünschen dir noch viele entspannte, schöne, stille, ein wenig abenteuerliche und weitestgehend rangerfreie Runden in der Sächsischen Schweiz.

Wer mehr zu Manuel Andrack erfahren möchte, der kann auf seiner Webseite oder seinem Blog nachschauen.

DSCN9354Drei trittfeste Damen, Manuel Andrack und Arndt auf dem Hockstein.

Und an dieser Stelle gleich noch ein Terminhinweis: am Mittwoch, dem 16. Oktober, ist Manuel Andrack mit seinem Programm Andracks kleine Wandershow – Lachen Sie sich Blasen” im “Tom-Pauls-Theater” in Pirna (also bei der Bähnerten) zu Gast. Pflichttermin für Wanderer mit Humor!

IG-Herbsttour auf dem Rosenkamm

Im tiefsten Nebel ruckelt die Bahn durch das böhmische Elbtal. Zwischen den dicken Dunstschwaden zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen, funkeln über den hohen Gipfeln der Schrammsteine und später den Ausläufern des Rosenkamms. Doch in Děčín, am Ausgangspunkt unserer Tour oberhalb der Elbe, ist es erst mal grau und trist. In der alten Stadt, deren sanierte Bürgerhäuser sich mit alter Sozialismus-Platte abwechseln, ist das Leben ein wenig stehen geblieben. Doch ein paar junge Wandersfrauen und -männer warten auf den Bus, der sie zum Krankenhaus der Stadt bringt, das förmlich über den Dächern thront und der perfekte Startpunkt ist für eine Tour auf dem Rosenkamm – der Hochfläche also, die sich auf der rechtselbischen Seite zwischen Děčín und Hřensko ausbreitet.

Sonnenstrahlen

Sonnenstrahlen

Aussicht ohne Sicht

Aussicht ohne Sicht

Im Zickzack geht es bis zur Aussicht auf dem Quaderberg zunächst mäßig bergan. Doch der Blick auf die Stadt und in die Ferne bleibt uns heute verwehrt. Die Sonnenstrahlen haben den Nebel noch nicht ganz verdrängen können, doch umso weiter uns der Weg führt, umso mehr setzt sich die Sonne durch. In den Baumwipfeln bricht sich das Licht, entwirft ein pittoreskes Bild; aus der tiefen Laubeschlucht, deren oberes Ende wir queren, entschwindet der Nebel nun immer schneller und lässt uns am nächsten Aussichtspunkt einen grandiosen Blick genießen.

Erste Aussicht

Erste Aussicht

Wir können weit bis ins Böhmische Mittelgebirge schauen, am Horizont dessen höchster Berg – der Milešovka. Eine erste kleine Rast, ein Bier zum Frühstück und ein paar kurze Gespräche mit anderen Wanderern lassen uns kurz innehalten und das traumhafte Wetter und die perfekte Stimmung genießen.

Die MIMOs sind auch wieder da

Die MIMOs sind auch wieder da

Weiter des Weges geht es nun der Wandermarkierung roter Strich hinterher bis zum nächsten Fernblickpunkt – der eigentlichen Rosenkammaussicht. War der Blick zuvor schon grandios, so weiß man gar nicht, welche Worte man hier finden soll. Unheimlich, ja unglaublich, welch sensationelle Fluchtpunkte die Welt doch bieten kann. Hier trennt sich unsere Wandertruppe nun für eine Weile. Während die einen den Blick noch etwas genießen wollen, marschieren die anderen voran und können nun endlich ein paar Kilometer machen. Vorbei an den Dörfern Bynovec und Arnoltice führt uns der Weg nach Labská Stráň und zum Zwischenstopp am Belveder – einer vorgelagerten Aussichtskanzel mit Ausflugsrestaurant und Parkmöglichkeit für all jene, die des Laufens zu müde sind. Hier findet sich der Wandertrupp nun auch wieder zusammen und setzt die Tour nach einem kurzen Stopp auch gleich wieder fort. Weiterlesen