Die Wahrheit über …

Im sommerlichen Gartenkampf gegen Blattläuse und Wühlmäuse hätte ich nun fast vergessen die weithergeholte Einleitung abzuschließen. Nun aber.

Kernzone.jpg

wo Autofahren erlaubt ist …

Die Wahrheit über etwas ist nicht immer das, was man gerne hören möchte. Im Zusammenhang mit der Wegediskussion und der Arbeitsweise der AG-Wege gab es diverse Meinungsäußerungen auf Meinungsäußerungen (ab Seite 62) und manche fand ich unstimmig. Speziell wenn aus unseren Kreisen auf die Worte von Hanspeter Mayr die recht verkürzte Erkenntnisäußerung kommt, „Da hat er recht, … der Grenzweg ist also nicht gesperrt…“.

Nein, das ist Wunschdenken und da schwingt ein Mißverstehenwollen mit und der Hape wird ein bischen als dumm hingestellt. Nun bin ich bei vielen Fragen wirklich nicht auf der offiziellen NP-Linie, aber sowas mag ich nicht unkommentiert stehen lassen und ich möchte um Verständnis für die Spitzfindigkeit des Pressesprechers werben. Weiterlesen

Wer Banknoten nachmacht …

Als Kind hat mich dieser Spruch (i. Bild o.r.) mächtig beeindruckt. Man kam man 1024px-100_DM_Serie3_Rueckseitesich gleich selbst viel wichtiger vor, wenn man in dieser Juristensprache daherredete. Und auf den ganz alten Scheinen war ja auch noch von Zuchthaus die Rede. Huuuhh.

Aber hier soll es jetzt mal um die Sprache gehen, speziell um das Wörtchen „oder“ und seine Bedeutung. Und keine Sorge, der Bogen zum Sandsteinwandern schließt sich noch. Aber jetzt wollen wir ersteinmal den Spruch anschauen. Da steht nun andauernd dieses „oder“. Warum wohl?
Der unbedarfte Deutschbenutzer würde vielleicht im Alltag schnell mal sagen: „Wer Banknoten nachmacht … UND in Verkehr bringt … wird bestraft ….“ Und er wüsste natürlich was er damit meinte, aber bedeuten würde es eben, dass nur Nachmachen UND in Verkehr bringen bestraft würde, NUR nachmachen und NUR in Verkehr bringen jedoch ohne Strafe bliebe. Na da hätte ich ohne Strafe das Geld nachmachen können, während meine Oma es ungestraft hätte in Verkkehr bringen können. Fein. Man wollte aber früher schon sowohl die Nachmacher, als auch die Inverkehrbringer bestrafen. Und selbst die Verfälscher, also die, welche nur eine zusätzliche Null auf den 10 Mark-Schein gemalt haben würden, selbst die sollten mit Zuchthaus und so weiter.

Ja, Juristen und, nein, oder Bürokraten beachten derartige sprachliche Unterschiede. Das ist auch ganz richtig so, das gibt uns schließlich die erforderliche Sicherheit vor dem Gesetz, aber man muss es eben wissen und bedenken, wenn man von Bürokraten juristisch korrekte Stellungnahmen hört. Und damit schließen wir den Kreis zum Sandsteinwandern – aber nicht mehr Heute. 😉

Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:100_DM_Serie3_Rueckseite.jpg

 

Aus dem Schilderwald

Ja liebe Leute, über Schilder könnte man wunderbare Geschichten berichten, da gibt es ernste und lustige, traurige und kuriose, unwichtige, überflüssige, gewöhnliche und ungewöhnliche. Wie diese ungewöhnliche Zeitangabe an einer Ampel in Schmilka, die alle 15 Minuten schaltet.

ungewöhnliche Zeitangabe

… man könnte Feste feiern …

Aber das soll jetzt mal nicht das Thema sein. Ich wollte berichten, dass mir im Wald drei verschiedenen Schilderarten in ebenfalls drei unterschiedlichen Qualitätsstufen aufgefallen sind.

 

Da wären die ganz wichtigen Verbotsschilder, die uns Grenzen aufzeigen. Es sind keine Wegweiser. Diese Art von Schilder, so kommt es mir vor, sind immer irgendwie jung, frisch, gut erhalten, auch dauerhaft gefertigt und stets gut gepflegt oder erneuert, manchmal eine gewisse „Wertigkeit“ ausstrahlend. Da scheint ein fester Wille dahinter zu stehen (Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg – stimmt offensichtlich nicht immer) und da scheint auch ein recht gut bemessenes Budget vorhanden zu sein, welches die relativ große Zahl und den guten Zustand solcher Schilder ermöglicht.

Abschreckschild Randzonenschild mit seltenem Neuwegweiser-Nachwuchs schönes Zonenrandsgebietsschild Zonengrenzschild
Dann begegnet man gelegentlich den verschiedensten Lernschildern. Manchmal sind sie ein wenig aufdringlich, zu umfangreich, zu lang zu lesen, aber oft auch informativ. Diese Schilder zeigen gelegentlich auch mal Alterserscheinungen, nicht allen geht es gut, aber die meisten haben offenbar einen pflegenden Geist hinter sich, der mit Liebe und Zuwendung für diese Schilder sorgt. Das betreffende Budget scheint nicht so gefüllt zu sein, wie das vorgenannte, aber da die Zahl solcher Schilder relativ gering ist, scheinen die engagierten Geister die Schilder damit doch ganz gut unterhalten zu können.

gut gepflegtes Lernschild Hohensteiner Lernschild im Einsatz Hohnsteiner Lernschilder-Garage Sagenhafteslernschildtotes Lernschild verunfalltes Lernschild

Und schließlich gibt es die wirklichen Wanderschilder, die echten Wegweiser und Wegezeichen. Zahlenmäßig wird es wohl die größte Gruppe sein, aber da der materielle Aufwand nicht übermäßig groß sein dürfte (im Vergleich jedenfalls), müsste der Pflegezustand eigentlich nicht zu weiter hinter die beiden anderen Schilderarten abfallen. Eigenartigerweise findet man in dieser Schildergruppe jedoch am häufigsten einen erkennbaren Mangel an Zuwendung und man darf wohl vermuten, dass dies ganz sicher auch mit einem mangelhaften Budget einhergeht.

altgedient alt-vergessen-fast verschwunden frisches Wegzeichen typisch - die Alten wollen nicht aufgeben

verzierter Sonderwanderwegweiser

für besondere Wege ist auch Geld da

Ist das nicht fragwürdig und unpädagogisch? Verbieten scheint gut bezahlt. Zum Belehren gibts großes Engagement. Für Unterstützung, Hilfe, Anleitung und Führung fehlt aber das Geld. Achtet demnächst mal drauf, ob ihr diesen Budgetierungsunterschied in der Waldbeschriftung auch bemerkt.