(K)Eine Insel mit zwei Bergen

Heute wieder mal ein schöner Wandertip von meiner Seite – mittel-anstrengend und auch für alle Höhenangstgeplagten und Stiegenverweigerer geeignet 😆 .

Die Wanderung beginnt am Beuthenfall. Wir überqueren die Kirnitzsch und bestaunen gleich rechts Richters Born, eine kleine Quelle. Dann geht es den Dietrichsgrund hinauf, wir folgen der Markierung „Grüner Strich“. Der Weg führt an einem schönen Felsüberhang (rechts der Straße) vorbei.

Hinterer Heideweg

Hinterer Heideweg

Nach etwa 500 Metern zweigt rechts der Vordere Heideweg ab, der den Wanderer zum Bloßstock (Häntzschelstiege & Zwillingsstiege) führen würde. Wir gehen noch ein Stück weiter und biegen dann rechts über einen unscheinbaren Steg in den Wald ab. Der Hintere Heideweg führt uns durch ein kleines Tal ansteigend hinauf zum Königsweg (auch Untere Promenade genannt).

Wer jetzt doch lieber eine „richtige“ Stiege gehen möchte, sollte sich nun der Wolfsstiege (auf dem Königsweg ein Stück nach rechts und dann der Kennzeichnung „Kletterzugang“ folgen) oder der Wolfsfalle zuwenden, um Höhe zu gewinnen und auf die Obere Affensteinpromenade zu gelangen.

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Papststein: gesperrter Weg nicht gesperrt


Im Buch Schritt für Schritt: Wanderungen durch die Weltgeschichte schreibt Manuel Andrack im Kapitel ‚Der Wanderanarchist und die Schwedenlöcher‘ auf Seite 192 ff.

Zitat: „Arndt Noack ist der Jäger der verbotenen Wege…Der Sachse ist leidenschaftliches Mitglied der Stiegen- und Wanderfreunde… Wie Robin Hood gegen den Sheriff von Nottingham, so kämpfen sie als Vertreter der entrechteten Wanderer gegen die Nationalparkverwaltung der Sächsischen Schweiz…Die Nationalparkverwaltung hat in einigen Gebieten der Sächsischen Schweiz bis zu 80 Prozent der traditionellen Wanderwege gesperrt… geht man mit Arndt den mittlerweile verbotenen Weg hinauf zum Papststein … kommt sich vor wie Indiana Jones … hohe Farne am Wegesrand und vermooste Stufen…“

Bezug nehmend auf das Buch veröffentlicht die Sächsische Zeitung am 09.08.2016 in der Ausgabe Sebnitz einen Artikel von Carina Brestrich unter dem Titel ‚Wanderpapst verärgert Nationalparkwächter‘

Zitat: „Mit seinem neuen Buch sorgt Manuel Andrack für Aufregung…Der Nationalparkverwaltung gefällt die schlechte PR freilich nicht, zumal der Text kurz vor dem Deutschen Wandertag erschien. Nationalparkleiter Dietrich Butter sieht die Fakten teils falsch dargestellt. foerstersteigDer vermeintlich illegale Weg zum Papststein, wie ihn Andrack mit Noack lief und beschreibt, ist nämlich tatsächlich erlaubt. Er liegt wie 75 Prozent der Nationalparkregion im Landschaftsschutzgebiet. Bis auf wenige Ausnahmen könne der Wald dort zum Zwecke der Erholung überall betreten werden…“

Nun wird kaum einer der Buch- oder Zeitungsleser wissen, über welchen Weg sich die Gemüter so erhitzten. Wer diesen Blogartikel gelesen hat, kennt den Casus Knacktus jetzt. Und vor allem: Der Förstersteig darf begangen werden, wie der Leiter der Nationalparkverwaltung laut SZ festgestellt hat. Auch wenn wir den ersten Teil des Pfades erst durch das Farnkraut treten müssen 😉

NatPsSchweizV

Ja, da denkste erstmal: Was?

Nun, das ist die übliche Gesetzeskaudewelschabkürzung für die Verordnung über die schönes ZonenrandsgebietsschildFestsetzung des Nationalparks Sächsische Schweiz und ich entnehme dies einem Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH – www.juris.de.

Gleich nach der Einleitung kommen eine Menge, also eine wirklich große Menge Beschreibungen zu den Grenzen des Nationalparks. Sehr interessant und für Stiegen- und Wanderfreunde natürlich eine regelmäßige Pflichtlektüre.

Und wie ich also mal wieder im Vorschriftentext schmökere,… Weiterlesen

Nachlese zum Kirnitzschtalfest

1-ktf2016

Das Wetter meinte es mit den Besuchern des Kirnitzschtalfestes 2016 nur am ersten Tag gut, den Besucherzahlen an unserem Stand schadete des Regen am Sonntag keineswegs. 4-ktf2016Im Straßenbahndepot konnten wir – wie immer – unseren Stand im Trockenen aufbauen. Besucher kommen mittlerweile ganz gezielt zu uns, um sich über den Zustand der alten und historischen Wege zu erkundigen, mit uns zu diskutieren und in Erfahrungsaustausch zu treten. Die Mehrheit der Besucher ist offen für unsere Ansichten und wünscht sich, altes Wege- und Kulturgut zu erhalten.

Unser T-Shirt, die Böhm-Wanderkarten und die angebotenen Wanderbücher erfreuten sich ebenso großer Beliebtheit, wie der nur an diesen beiden Tagen erhältliche Kernzonenlikör.

2-ktf2016Für uns völlig unerwartet entwickelte sich der Reprint einer Wanderkarte der Sächsischen Schweiz aus dem Jahr 1892 zum Verkaufsrenner. Vielleicht auch deshalb, weil auf dieser Karte in manchen Teilen – Großer Zschand – mehr Wanderwege eingezeichnet sind als heute begehbar. Und das auf einer weit über 100 Jahre alten Karte!

5-ktf2016Mit unseren kleinen Besuchern spielten die Standbetreuer das Würfelspiel „Eine Reise durch die Sächsische und Böhmische Schweiz“. Hier war jeder Teilnehmer Gewinner.

Die vier Quiz-Gewinner werden in den nächsten Tagen benachrichtigt.

Die Preise:
1 Buch „Wandern für Jedermann“ von Arndt Noack
1 Buch „Im Auftrag des Khan – Auf Marco Polos Spuren“
1 Große Karte der Sächsischen Schweiz von Dr.-Ing. Rolf Böhm
1 Reprint Karte 1892 + Leporello „Stiegen in der Sächsischen Schweiz“

Edit – Besucherfotos als Ergänzung zu den beiden (ersten) Kommentaren:

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