Markierung Forststeig und Eröffnung Trekkinghütte Haselmausbaude

Erster Pinselstrich für den Forststeig

Im Cunnersdorfer Forstgebiet konnten am heutigen Freitag gleich zwei Ereignisse gefeiert werden.

Zum einen fiel der Startschuss für die Markierungsarbeiten am linkselbischen Forststeig Elbsandstein, zum anderen wurde die vierte Trekkinghütte unter dem Namen Haselmausbaude eröffnet.

Hierzu lud Herr Borrmeister vom Forstbezirk Neustadt (Sachsenforst) zwei Personengruppen ein: Forststeigtester und Wegewarte.

Als „Testperson“ bin ich ebenfalls dieser Einladung gefolgt. (Testbericht Forsteig hier)
Von Cunnersdorf wurden wir per Kleinbus von Mitarbeitern des Sachsenforsts zu den relevanten Punkten gebracht.

Die Ortswegewarte wurden am Biwakplatz Taubenteich bei Rosenthal mit Hilfsmitteln ausgestattet, um demnächst in ihrem Revier die Markierungen anzubringen. In der Regel ist dies ein senkrechter gelber Strich. Sparsam sollen auch kleine Wegweiser und Schilder an Kreuzungen angebracht werden. Ca. 150 m hinterm Taubenteich ging es auf den Forststeig, welcher der Landesgrenze folgt. Dort wurde zeremoniell der erste gelbe Strich an einen geeigneten Baum angebracht. Und der zweite dann in Sichtweit an einen alten Grenzpfahl.
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Felsenburg Falkenstejn (CZ) in Bau

Es wurde bereits seit über einem Jahr darüber spekuliert – nun ist es offiziell: Die Felsenburg Falkenstejn in Dittersbach wird derzeit für den Massentourismus hergerichtet. 40 Tonnen Baumaterial in Form von Stahlgeländern etc. wurden mit einem Hubschrauber eingeflogen. Kostenpunkt 7 Millionen Kronen (ca 280.000 EUR). Laut Böhmischer Nationalparkverwaltung soll es je einen separaten Auf- und Abstieg geben. Die Arbeiten begannen Ende August und sollen bereits Ende November abgeschlossen sein, sodass die Burg im Frühjahr 2018 neu eröffnet werden kann.

Hier der Link zur offiziellen Meldung des Nationalparks:
http://www.npcs.cz/sprava-narodniho-parku-zpristupni-skalni-hrad-falkenstejn-0
Und ein Zeitungsbericht
http://decinsky.denik.cz/zpravy_region/skalni-hrad-falkenstejn-se-po-letech-opet-zpristupni-turistum-20170901.html

Bisher konnte man das Burgplateau nur mühevoll und nicht ganz ohne Gefahr erreichen. Vor allem der Abstieg gestaltete sich in der Felsspalte immer wieder spannend. Interessant ist der Fakt, dass zwei Steiganlagen gebaut werden. Zum einen wird sicherlich der bisherige „einfache“ Aufstieg überbaut. Wo soll aber der zweite Aufstieg hin? Der historische Zugang auf der gegenüberliegenden Seite ist sehr, sehr schmal. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass dort Stahltreppen Platz haben. Einen anderen zweiten Zugang gibt es aber nicht… Man wird ja wohl keine Wendeltreppe außen hinstellen?! Dringender Handlungsbedarf wäre auf jeden Fall am Zustieg vom Stammbrückental gegeben. Dort haben fortschreitende Erosion und gewachsener Touristenverkehr zerstörerte Wegstücke hinterlassen.

PS: Aktuelle Bilder von den Bauvorgängen werden von der NPCS bei Facebook gepostet. Ich muss gestehen, mir blutet das Herz (als jemand der gar keinen Stahl im Sandstein mag und zudem Jetřichovice fast schon als zweite Heimat sieht).
https://www.facebook.com/NPCeskeSvycarsko/photos/pcb.10155528911795140/10155528906400140/?type=3&theater

bisherhiger Einstieg Falkenstejn

starke Erosion Zugangsweg

Aufstieg in der Felsspalte

Vermessungen auf dem Felsplateu im Juni 2017

historischer Aufgang – enge Felsspalte

Blick zum Rabstein – kommen hier nun Gitter davor?

Zahlen zählen

weder Heilige Stiege, noch Lilienstein …

Da berichtet die SZ, am Lilienstein werden die Aufstiege saniert. In der Woche steht  nur ein Aufstieg zur Verfügung, am Wochenende wieder beide. Gut zu wissen und soweit so gut. Dass in der Zeitung, offenbar in Ermangelung passender Bilder, schnell mal irgendein ähnliches Bild zur Illustration eines Artikels benutzt wird wussten wir bereits. Dass die Unpässlichkeit nicht erwähnt wird hatten wir auch schon. Aber dass nun gleich mal der richtige Titel des falschen Bildes alle Zusammenhänge auflöst – das ist nochmal ärgerlich. Klar, dem Redakteur ist jede Treppe gleich, ob heilig oder nicht. Stiege ist Stiege. Schmilka oder Lilienstein, alles egal, dem Schreiber. Jaja, aber der Liebhaber des Gebirges empfindet solches als Geringschätzung der geliebten Landschaft und fühlt sich irgendwie gekränkt. Weiterlesen