Auf ein gutes Jahr 2017!

An dieser Stelle zunächst beste Neujahrswünsche von uns für alle IG-Mitglieder, -Sympathisanten, -Freunde und Leser unserer Seite! Hoffen wir, dass es für die Sandsteinliebhaber besser wird als das vergangene – nicht nur wettermäßig! Und damit möchte ich eine Bilanz des Jahres 2016 für die Sächsisch-Böhmische Schweiz ziehen, naturgemäß subjektiv eingefärbt:

Eine böse Nachricht kam einen Tag vor dem Jahresende – Rolf Böhm wurde aus der AG Wege ausgeschlossen! (Zur Erinnerung: Die AG Wege ist eine Kommission aus Nationalparkverwaltung, Naturschutzvertretern, dem Sächsischen Bergsteigerbund, kommunalen Vertretern der NP-Gemeinden etc, die u.a. über die Sperrung bzw. Nichtsperrung von Wegen im Nationalpark berät – hinter verschlossenen Türen, versteht sich). Als wohl einzige wirklich kritische Stimme wurde er wohl zu unbequem – und auf hochdemokratischem Wege (dafür ist Sachsen ja bekannt) vor die Tür gesetzt. Damit kann wohl nun noch viel geheimer und harmonischer in der AG gekungelt werden …

Als Zweites müssen an dieser Stelle einige Wege genannt werden, die wohl auf der „Abschussliste“ der NP-Verwaltung stehen. Der Forstgraben (Brandgebiet) – eine sehr alte Wegeverbindung in den Tiefen Grund – wurde im Juni „wegen Bauarbeiten“ gesperrt. Gebaut wird allerdings gar nicht, wie eine Besichtigung ergab, sondern der Weg wurde einfach mal gesperrt (wohl sogar ohne Votum der AG Wege). Desweiteren stehen zwei Wege von Altendorf ins Kirnitzschtal zur Disposition – darunter die wildromantische Dorfbachklamm.

Als Drittes muss die erzwungene Schließung der Winterbergbaude erwähnt werden – die Forderungen bezüglich Kläranlage, Durchfahrtsgebühren (von Schmilka zur Baude), … waren durch den Betreiber der Gastwirtschaft einfach nicht mehr tragbar.

Viertens – wie eigentlich jedes Jahr – müssen die „Forstarbeiten“ im Nationalpark genannt werden, die immer häufiger auch bei mildem und nassem Wetter durchgeführt werden (und auch während der Brutschutzzeiten) und durch die Nutzung schwerer Technik zu massiver Bodenzerstörung führen. (Ausnahme: die Holzarbeiten bei Waitzdorf im Spätherbst wurden wohl mit leichter Technik realisiert)

Auch das Wetter hat im Frühjahr / Frühsommer wieder böse zugeschlagen – diesmal zwar kein Hochwasser, aber mindestens drei Mal Sturzfluten zwischen Kirnitzschtal und Zirkelstein haben Bahn- und Straßenverkehr beeinträchtigt und Wege ausgespült. Aber für die Reparatur von Wegen fehlt der NPV ja bekanntermaßen das Geld und das Personal, so dass man diesen Wegezustand z.B. im Jordan wohl noch einige Jahre bewundern kann. Und den Weg besser nicht im Dunkeln begeht …

Heute hat nun Frau Holle endlich mal etwas Schnee über die Probleme im NP gedeckt – denken wir also positiv und freuen uns auf 2017 mit vielen tollen Erlebnissen im Sandstein!


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