Bericht des Stiegenpaten

Wilde Hölle: Stiegenpate Arndt Noack

Begehung 2013: 15.09.2013

  1. Am Weg zur Stiege wurden die Holzbänke, die einige Zeit ganz verschwunden waren, erneuert (Bild 1), der müde Wanderer kann sich also jetzt hier wieder stärken.
  2. Auf dem gesamten Weg zur eigentlichen Stiege hat der vergangene harte Winter zahlreiche Birken umgeknickt. Diese wurden später gefällt und die Stämme einfach liegen gelassen. Das sieht nicht unbedingt schön aus, der Weg selbst ist aber frei und problemlos zu begehen. (Bild 2)
  3. Im eigentlichen Steilstück der Stiege hat Regenwasser direkt am Ende der langen Stahltreppe (Bild 3) ein etwa 30 Zentimeter tiefes Loch im Boden ausgespült (Bild 4). Unmittelbare Gefahr besteht hier nicht, man muss eben nur aufpassen, wo man hintritt. Aber das sollte man auf einer Stiege ja eh tun.
  4. Im weiteren Aufstieg ist eine einzelne Stahlklammer ziemlich angerostet. (Bild 5) Sie ist aber nicht scharfkantig, so dass keine Verletzungsgefahr besteht. Und sie macht den Eindruck, auch noch einige Jahre fest im Fels zu sitzen.

Fazit: die Stiege ist nach wie vor in einem urigen, aber technisch hervorragenden Zustand. Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht nicht, so dass sie sicher noch viele Jahre den Wanderer erfreuen wird.

 

Begehung: 12.08.2012

Kurze Zusammenfassung: Die Stiege ist in einem sehr guten Zustand. Die eingebauten Eisen sowie die längere Stahltreppe sind zwar schon etwas älter, zeigen aber noch keinerlei Verschleißerscheinungen. Hier besteht aktuell kein Handlungsbedarf.
Im Detail: Die „Wilde Hölle“ ist eine sehr urwüchsige und romantische Verbindung zwischen der Unteren Affensteinpromenade und dem Beginn des Reitsteiges auf dem Gipfel der Affensteine. Technisch stellt der Aufstieg nur mäßige Anforderungen, ein Mindestmaß an Trittsicherheit ist aber dennoch erforderlich. Konditionell dagegen ist die Stiege durchaus anspruchsvoll, da große Teile des Aufstiegs über Felsbrocken recht steil nach oben führen. Das eigentliche Steilstück der Stiege ist mit zahlreichen Haltegriffen und Steigeisen ausgebaut, über die man sich ohne größere Probleme nach oben hangeln kann.

Man erreicht die „Wilde Hölle“ beispielsweise vom Parkplatz „Nasser Grund“ im Kirnitzschtal, indem man eben jenem Grund ein paar Meter folgt, und dann am Abzweig „Eulentilke“ nach links in ein ansteigendes Tal abbiegt. Am Ende dieses Tales findet man dann schon den Wegweiser zur „Wilden Hölle“. Vom Parkplatz am Beuthenfall folgt man dem „Grünen Punkt“ in den Dietrichsgrund, folgt dieser Wegmarkierung weiter auf der unteren Affensteinpromenade bis zu jenem Wegweiser zur „Wilden Hölle“. Auf dem Wegweiser ist zusätzlich „schwierig“ vermerkt, was aber wohl eher als Warnung an sehr ungeübte Wanderer zu verstehen ist.

Wilde Hölle

Aktuelle Bilder (12.08.2012)

Die ersten Meter geht es jetzt sehr geruhsam und ohne Steigung voran, doch schon bald folgen erste Holztreppen, die recht knackig bergan führen. Schon bald steht man vor dem Einstieg ins Steilstück der Stiege. Dieses besteht aus einer Reihe sehr hoher steinerner Treppenstufen. Die erste dieser Stufen zu erreichen stellt damit eigentlich die schwierigste Stelle des ganzen Aufstieges dar. Kinder und eher kleinere Erwachsene bedürfen hier etwas Hilfe, vielleicht in Form der bekannten „Räuberleiter“. Es folgt eine längere Stahltreppe rechts in einem Felskessel, danach mehrere Felstritte mit stählernen Griffen zum festhalten. Zuletzt noch über ein paar Steigeisen an einem immer feuchten Schlammloch vorbeigeturnt, und das Steilstück ist schon überwunden. Allerdings zieht sich der Aufstieg danach noch ein gutes Stück über viele Felsbrocken hin, was ganz schön an die Kondition gehen kann.

Schließlich endet die Stiege an einer Kreuzung. Nach rechts ginge es hier in Richtung der Schrammsteine, geradeaus zum Aussichtspunkt „Carolafelsen“ und weiter auf den Reisteig und das Plateau der Affensteine. Und links beginnt (ohne Wegweiser) die Obere Affensteinpromenade, ein wirklich romantischer und sehr naturbelassener Bergpfad.

 

2 Gedanken zu “Bericht des Stiegenpaten

  1. Die unterste Stufe der langen Treppe ist seit mindestens Februar 2013 sehr lose. Eine Befestigung ist langsam dringend erforderlich. Eine Begehung im September 2014 zeigte diese Stufe als Abenteuer, die Stufe bewegt sich beim Betreten um ca. 10cm nach unten. Eine sehr wackelige Angelegenheit für Leute, die nicht so trittsicher sind.

  2. Pingback: Sommer(s)loch? | Sandsteinwandern.de

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