Bürgergespräch im Nationalpark

Wegen der viel kritisierten Roteichen – Fällaktion am Elbleitenweg bei Schmilka lädt der Nationalpark zu einem Bürgergespräch vor Ort ein.

Treff ist am kommenden Samstag, 14.12., 10 Uhr, an der Nationalpark-Infostelle in Schmilka.

So ein Bürgergespräch ist natürlich zu begrüßen. Es macht aber wenig Sinn, wenn die Bürger dabei nur von der Auffassung der NPV überzeugt werden sollen und die Eichen danach doch gefällt werden. So ein Gespräch muss ergebnisoffen geführt werden und sollte dann auch dazu führen, dass Entscheidungen auch mal zurückgenommen werden.

Wir sind also gespannt.

Hier der Link zur Einladung.

Erfolgreiche Premiere: die IG–Stiegen auf dem Bergsichten-Festival

“Bergsichten” ist eines der wichtigsten Ereignisse für den sächsischen Klettersport im Verlauf des Jahres. Auf dem Festival dreht es sich vor allem um Filme über alles, was hoch oben liegt und bezwungen werden kann.

Aber auch für Nichtkletterer sind diese drei Tage in Dresden immer wieder ein Anziehungspunkt. Die IG Stiegen- und Wanderfreunde war in diesem Jahr erstmals mit einem Stand beim Rahmenprogramm des Festivals vertreten.

Das Fazit fällt dabei ausgesprochen positiv aus: gefühlte hundert Gespräche mit interessierten Besuchern, die sich dabei oft als große Kenner der Region entpuppten. Wobei wir immer wieder – und fast unisono – in unseren beiden Hauptanliegen bestärkt wurden: gebt erstens die herrlichen historischen Wege endlich frei, und verbannt zweitens die tonnenschweren und zerstörerischen Forstmaschinen aus dem Nationalpark.

Übrigens hatten wir ganztägig einen Dauerbesucher. Der gehörte eigentlich zum benachbarten Stand, fühlte sich aber unter unserem Tisch sichtlich wohl. Er war natürlich willkommen.

Legal auf verbotenen Wegen

 

100_8711Es sollte ein kleines Protestevent werden, die Begehung, oder zumindest Besichtigung, der Kehren am Kleinen Winterberg.Was aber letztlich zu verblüffen wusste, war weniger die grimmige Kampfentschlossenheit der IG, als die ungewohnte Flexibilität der Nationalparkverwaltung.

Denn zunächst erwarteten uns zwei Ranger, flankiert von zwei Polizisten, was nichts Gutes erahnen ließ.
100_8709

Weit gefehlt! Denn die Ranger hatten eine Kiste Forstarbeiterhelme im Gepäck und meinten, wir wären jetzt (aus Sicherheitsgründen gut behelmt) eingeladen zu einer kulturhistorischen Exkursion auf den Winterbergkehren. Verhört? Man hätte es glatt glauben können, nach den vielen Jahren der einseitigen Verbote.100_8713Aber mitnichten, flankiert von den beiden Rangern konnten wir in aller Ruhe den historischen und sonst gesperrten Weg begehen. Die Sache mit den Helmen war dabei natürlich ein besonderer Gag, unterstrich sie doch den offiziellen Anlass für die Wegsperrung: Gefahr von Holzbruch von oben.

100_8706Selbst Axel, sonst ein rotes Tuch in der Nationalparkverwaltung, konnte in aller Ruhe eine geplanten Schilder “Kulturdenkmal” aufstellen.

100_8715Wie lange die stehen bleiben, sein einmal dahingestellt.

Dennoch: ein Maß an Flexibilität und Entgegenkommen, welches für diese Behörde völlig neu ist. Sollte hier Umdenken stattfinden? Solle man kulturgeschichtlich Interessierten demnächst zumindest partiell die gesperrten Wege öffnen? Wir werden sehen.

Alle Bilder: Karsten