Gipfeltreffen nach neun Jahren

Vor neun Jahren, am 11.09. – also einem geschichtsträchtigen Datum – wurde in der Zwieselhütte bei Schmilka die IG Stiegen- und Wanderfreunde gegründet. Der Autor dieses Blogbeitrages faselte unterwegs immer was vom 10. Jahrestag, was gar nicht stimmt. Wir sind jetzt im zehnten Jahr und der entsprechende Jahrestag kommt erst noch.

Im Oktober 2011 entstand diese Website mit der Veröffentlichung unserer Zielstellungen (hier im Gesamtwortlaut). Vielleicht ist das Dokument in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Ein guter Zeitpunkt also, sich wieder daran zu erinnern. Der Artikel bietet im Kommentarbereich die Gelegenheit zur Diskussion, ebenso gibt es natürlich im Forum die Möglichkeit, einen vielleicht schon etwas in die Jahre gekommenen Thread wieder „hochzuholen“.

Wir müssen da mal nuff!

In diesem Jahr wollten einige Mitglieder den Tag nutzen, um im Gegensatz zu früheren Zeiten mit mehr Bewegung und weniger Bier an die Gründungsversammlung zu erinnern. Wir gingen also los, um einen geeigneten Tagungsort für das diesjährige Treffen zu suchen. Werden wir hier fündig? Geht ganz schön steil nach oben. Aber schließlich ist der Weg das Ziel.

Bald sind die ersten oben angekommen. Der letzte muss noch das Material einsammeln. Der Ausblick ist grandios, aber so richtig gemütlich für eine längere Beratung ist es in luftiger Höhe wohl doch nicht. Wir verewigen uns noch, und steigen wieder ab.



Ja, ich weiß: In solche Bücher schreibt man keine Sprüche ein, vor allem keine falschen – von wegen 10 Jahre und so, wenn es erst neun sind. Aber ganz sparsam mit keiner Verschwendung des kostbaren Platzes geht das schon mal durch.

Wir begeben uns auf die Suche nach einem anderen Tagungsort und werden bald fündig. Hier gibt es einen schönen breiten und ausladenden Gipfel für die zweite Rast. Eine längere Diskussion über Sinn oder Unsinn der IG-Ziele wollte nicht so recht aufkommen.

 



Vielmehr weckte der direkt daneben stehende Gipfel die Begehrlichkeiten.
Da müssen wir auch noch hoch. Tiefblicke von oben und staunende Blicke von unten.



Ist ganz schön senkrecht hier. Bloß gut, dass einige an den Strick gedacht hatten, um wieder nach unten zu kommen. Der Tag war auch schon etwas zu fortgeschritten, um im Tal noch eine längere Gesprächsrunde zu führen.

Dann schauen wir mal, was das 10. Jahr der IG so bringt.
Vielleicht finden sich dann paar mehr Leute zusammen.

 

Und ganz zum Abschluss noch etwas für die Rätselfreunde: Wie heißen die drei Tagungsorte?

edit 16.09.2020: Da Roland (fast) aufgelöst hat, hier die drei Tagungsorte:

Finderlohn versprochen!

Nachdem wir aus dem vorderen Tümpelgrund aufgestiegen waren, haben wir erstmal eine Rast eingelegt. Zum einen musste ich über meinen Fehler (siehe Blogbeitrag vorher) nachdenken, zum  anderen bietet die kleine Riffspitze über der Karl-Stein-Hütte nicht nur schöne halbschattige Sitzmöglichkeiten, sondern auch noch einen herrlichen Blick auf die Elbe in beide Richtungen. Ein romantisches Plätzchen sozusagen. Eine ideale Rast und das passende Buch hatte ich auch dabei: „Das romantische Gebirge – Auf alten Wegen durch die Sächsische Schweiz“ von Werner Liersch. (Verlagstext im Link weiter unten) Weiterlesen

Nein, nicht alles ist verboten!

Wir steigen soeben aus dem vorderen Tümpelgrund auf, von oben kommt uns eine lärmende Gruppe entgegen, vom Gruppenführer lautstark belehrt, dass der hintere Tümpelgrund bis Mitte September gesperrt wäre. Depp! Denk ich. Ruhe stören und falsche Parolen verbreiten, das passt…, da sehe ich gleich rechts am Weg einen schönen jungen Birkenporling … ooh, den nehme ich mit, der kommt in meine Magentropfen.

Da blökt mich der Depp von oben an, ob das ein Pilz wäre und, dass ich hier aus der Kernzone nichts mitnehmen usw. dürfte. Ich war von der groben Ansprache gleich so eingeschüchtert, dass ich nur was von „ach ja, hab‘ ich vergessen“ stammeln konnte. Als Dank für die Belehrung hab‘ ich ihm nur die Erkenntnis angeboten, dass der Tümpelgrund seit 16. August wieder frei ist. Bedankt hat er sich nicht … sie wollten da sowieso nicht hin. Ich hätte ihm besser erklären sollen, was mir nicht gleich eingefallen ist, dass Pilze keine Pflanzen sind, weshalb Punkt 9 in § 6 der Nationalparkverordnung, welcher besagt, dass es verboten sei „ … Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören sowie die Lebensstätten wildwachsender Pflanzen zu beeinträchtigen…“ nicht greift.

Das ärgert mich nun insbesondere auch deshalb, weil ich doch selbst ein erklärter Besserwisser bin und deshalb werde ich in meine Wanderausrüstung künftig eine Nationalparkverordnung einfügen und die betreffenden praxistauglichen Abschnitte vorsorglich markieren.

Da würde ich so einem Großmaul nächstes Mal gleich noch nachweisen können, dass die Mitnahme von Pilzen nicht nur nicht verboten, sondern sogar erlaubt, bzw. zulässig ist, wie es in Punkt 13 in § 8 genannt wird. Demnach ist: „ … eine nach Art und Menge schonende Entnahme von Pilzen und Beeren für den persönlichen Bedarf;…“ zulässig und nur „… die Verbote nach § 6 Abs. 2 Nr. 16 und 17 bleiben unberührt …“. Der Nachsatz bezieht sich auf das Verlassen der Wege – man darf also nur vom Weg aus erreichbare Pilze sammeln. Mein Pirkenporling stand zugegebener Maßen zwar 1m neben dem Weg, aber soweit musste ich ohnehin beiseitetreten, um den Gruppenführer vorübergehen zu lassen – zum Glück war diese Begegnung vorübergehend.

Die Murmelschlucht

eine Schlucht voller Murmeln

eine Schlucht voller Murmeln

Den Namen Murmelschlucht wird man auf Landkarten des Elbsandsteingebirges vergeblich suchen. Er fiel mir spontan ein beim Begehen einer steilen Felsspalte im Schießgrund, und ich finde ihn auch ziemlich treffend.

Diese Spalte hat es in sich im doppelten Sinne des Wortes: Einmal liegen auf dem Grund der engen Schlucht mehrere große Felsmurmeln, die irgendwann mal abstürzten. Sie hat also Felsmurmeln in sich. 🙂 Das ist natürlich nur eine nette Wortspielerei. Die Schlucht hat es aber auch in anderer Hinsicht in sich, und das ist diesmal sehr ernst gemeint: Es gibt zwei Stellen, die sehr schwierig zu ersteigen sind. Das ist hier also kein Wandertipp, sondern eher etwas für Wagemutige und positiv verrückte Erkunder, zu denen ich mich zähle. 🙂 Weiterlesen