Wegnotizen

Auf der Zschandstraße kleben an Bäumen Zettel, welche nachdenklich machen. Klar ist nur, dass der Feuersalamander gemeint ist. Aber wohin rüber tragen und warum? Dahin, wo er selbst hinwill, da wo es feucht ist oder wie? Wenn er aber in die andere Richtung unterwegs ist. Trage ich ihn dann zurück? Wer hat den anonymen Zettel angeklebt? Hätte der nicht darauf hinweisen sollen, dass man den oft für giftig gehaltenen Salamander problemlos anfassen kann, dass nur (Quelle Wikipedia) bei sehr empfindlichen Personen bzw. Kleinkindern Übelkeit, Atembeschwerden und Erbrechen auftreten können, sonst nur ein leichtes Brennen auf der Haut – wenn überhaupt. Weiterlesen

Vom Sommersloch zum Zschandborn

Den im Herbst 2017 wieder als erlaubt ausgewiesenen Weg im Sendengründel hörten wir schon lange rufen und der sommerliche „Kälteeinbruch“ gab den willkommenen Startschuss. Mit dem schönen Aufstieg im Sommersloch beginnend, von der Sommerwand nach Süden an den Felsen entlang, soll es bis zum Bergfreundschaftsstein gehen, wo wir den besagten Weg im Sendengründel absteigen wollen.
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offizielle Eröffnung Trekkingroute Forststeig

Seit dem 28. April ist es nun soweit: Der Forststeig ist offiziell eröffnet! 100 Kilometer über Stock und Stein in einer phantastischen Landschaft.

Zeremonielles Band-Zerschneiden

Zeremonielles Band-Zerschneiden

An der Eröffnungsveranstaltung nahmen wir 3 Vorjahres-Testwanderer und Mitglieder der IG teil, und im Bahnhofsgebäude Bad Schandau fanden sich ca. 160 Personen. Uwe Borrmeister führte durch das Programm, an dem auch Rolf Böhm (in Rolle des stellv. Bürgermeisters von Bad Schandau), Staatsminister Thomas Schmidt (Umwelt und Landwirtschaft), Dietrich Butter (Leiter Nationalparkverwaltung) rühmliche Worte zum Forststeig fanden. Danach wurde allen Helfern gedankt, die das Projekt ermöglicht haben. Und es wurden fünf weitere Testteams ausgelost, die demnächst in offizieller Mission unterwegs sind, und checken, ob es noch Verbesserungen gibt.

Offensichtlich denkt man im großen Rahmen. Denn so wurden auch gleich Forststeig-Partner vorgestellt. Zum einen die 4 von 5 “Forststeig-Gemeinden”. Und andererseits einige Unterkünfte im angrenzenden Bereich der Route. Letzlich tauchen da auch ein paar kommerzielle Partner in der Liste auf, welche man eigentlich nicht zwingend dort erwartet.

Nach den Rede- und Dankesbeiträgen ging es mit 3 großen Bussen Richtung Pfaffenstein, wo ein Gruppenbild gemacht werden sollte. Danach ging es auf unmarkierten Wegen mit 160 Leuten 800m durch den Wald, wo am Ende dann zeremoniell das Band von den Hauptakteuren zerschnitten wurde. Jeder Akt wurde musikalisch vom kleinen Blechblasorchester untermauert. Im Gelände des Forststeigs befinden sich auch noch Infotafeln. Eine davon wurde ebenfalls vom Umweltminister enthüllt.

Eines der wenigen Hinweisschilder

Eines der wenigen Hinweisschilder

Danach zerstreuten sich die Gäste in 9 verschiedene Gruppen, die jeweils eine geführte Wanderung auf dem Forststeig erhielten. Wir nahmen an der Wanderung vom Gr. Zschirnstein nach Schöna teil.

Noch paar Anmerkungen zum Forststeig selbst: Die Trekkingroute ist in der Regel nur mit gelben Längsstrich markiert. Schilder wurden nur sehr sparsam verwendet. Es ist also immernoch große Aufmerksamkeit bei der Begehung der Route notwendig. Und eine vernünftige Karte. Es gibt seit gestern offizielles Begleitmaterial (Flyer, Broschüre), was bald auch an Touristinfos kostenfrei ausliegt. Rolf Böhm bringt bald eine Karte heraus und auch Sachsen Kartographie soll dem wohl nicht nachstehen.
Im Vergleich zur Testwanderung 2017 gab es noch einige Änderungen des Wegverlaufs, welche groß geschätzt vielleicht 10% des Wegverlaufs ausmachen könnten.
Der Sachsenforst schlägt vor, die 100 Km in 7 Etappen zu erwandern. Da müsste man allerdings schon sehr, sehr gemütlich unterwegs sein… aber das sei jedem selbst überlassen. Alle sind darauf gespannt, wie stark der Trekkingpfad frequentiert wird. Da sind schon paar Wege dabei, wo ich in den letzten Jahren verlässlich nix und niemanden getroffen habe (Dreieck Raiza-Markersbach-Bielatal). Das könnte sich ändern, die Attraktivität für Outdoor-Fans spricht sich bestimmt sehr schnell herum. Wir kennen alle das zweischneidige Schwert: Einerseits möchte man einen ruhigen Platz, Aussicht, Weg, Ort gern auch mit anderen Menschen teilen, veröffentlichen, beschreiben. Andererseits will man nicht zu viel Leute auf den Weg bringen. Beim Forststeig ist eigentlich genug Raum da. Mal schaun wie er sich entwickelt.

Eröffnung Forststeig - außen

Eröffnung Forststeig – außen

Eröffnung Forststeig - innen

Eröffnung Forststeig – innen

Gruppenbild am Pfaffenstein

Gruppenbild am Pfaffenstein

Blechbläser-Truppe

Blechbläser-Truppe

Einweihung Infotafel

Einweihung Infotafel

Zufällig ein Stück Forststeig

Wir hatten eine Bielatalrunde geplant, weil Ende April die frischen Blattaustriebe im Wald durch besonders viele unterschiedliche Grüntöne einen sehr malerischen Eindruck vermitteln. Der in der Luft liegende Blütenduft und das weit über Mittag anhaltende Vogelgezwitscher ist auch recht schön. Da muss man dann auch in Kauf nehmen, dass die Luft blütenstaubgesättigt ist und man bepudert wie ein Müller unterwegs ist. Erst oberhalb der Kletterfelsen, einen steilen Abstieg an der Falkenwand hinunter und nun unten an den Kletterfelsen lang. Südlich der Mittelwand plötzlich ein gelber Pinselstrich am Baum.

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