Felsenblicke in Coronazeiten

Der etwas andere Blogbeitrag

Vielleicht lag es tatsächlich am sogenannten „Lockdown“? Ich weiß es nicht. Sicher weiß ich aber, dass es Ende April eine sagenhafte Fernsicht in unserem Heimatgebirge gab, wie ich sie in den letzten Jahren nicht erleben konnte. Ich war am 23. April und am 27. April mit jeweils einem unserer Stiegenfreunde unterwegs – also völlig konform mit den derzeit immer noch geltenden restriktiven Bestimmungen. Die ersten Fotos stammen von diesen beiden Tagen. Nach der wochenlangen Abstinenz trafen wir selbst in der Woche verständlicherweise auf sehr viele Wanderer. Deshalb besuchten wir weniger überlaufene Plätzchen, um immer schön Abstand halten zu können. Am vergangenen Sonnabend zum Familienausflug war es dann schon wieder vorbei mit der genialen Fernsicht.

Nachfolgend also einige Bilder mit der Frage an die Kundigen: Wo stand der Fotograf bei diesen Aufnahmen?

Einige Stiegenfreunde werden es schnell erkennen (zwei waren schließlich mit dabei, zumindest bei den ersten beiden Touren). Bitte haltet euch mit der kurzfristigen Auflösung noch zurück in der Kommentarrubrik. Kleiner Tipp: Es gibt im Internet einen etwas ausführlicheren Beitrag zu einem Teil der Bilder 😉

Blick zu den Affensteinen und zum neuen Wildenstein

Blick zu den Affensteinen und zum neuen Wildenstein

der Kleine Winterberg in der Bildmitte

der Kleine Winterberg in der Bildmitte

Kleiner Lorenzstein

Kleiner Lorenzstein

entspanner Blick in endlose Weiten....

entspanner Blick in endlose Weiten….

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Kauft Gutscheine!

Der Brandbaudenwirt muss, wie alle anderen Gastronomen, sein Haus ebenfalls geschlossen halten und macht also jetzt keinerlei Umsatz. Grad jetzt, wo die Saison mit bestem Klimawandelwetter und spitzenmäßigen Besucherzahlen so richtig losgehen könnte. Das ist hart und wir alle befürchten, dass die seit Jahren zu beobachtende (Schank-)Wirtschaftskrise in diesem Jahr durch die Ausgangsbeschränkungen nochmal richtig zulegen könnte. Nicht alle Wirtschaften werden genügend Reserven haben, um trotz dieses Umsatzverlustes im Restjahr noch genügend Winterspeck aufzubauen.

Da hat der besagte Brandwirt das sinnvoll erscheinende Angebot auf seiner Webseite: Jetzt Gutscheine kaufen und einlösen wenn die Baude wieder geöffnet hat. Den überängstlichen Gedanken, dass ich Gutscheine gekauft haben könnte und die Baude dann nie wieder öffnet … den verdränge ich einfach mal aus Hilfsbereitschaft. Statt dessen denke ich lieber an die 10 % Rabatt, mit dem ich die Gutscheine erwerbe.
Und es muss ja auch nicht nur einer sein. Die Brandbaude ist mir selbst zur Einkehr nicht unsympatisch und ich habe einige Bekannte, die in den nächsten Wochen und Monaten Geburtstag haben … einfacher und nützlicher geht’s ja kaum noch 🙂

Und irgendwann sitzen wir vielleicht gemeinsam auf der Terrasse, verprassen die Gutscheine und lassen den Blick über die Aussicht schweifen. Wer weiß, ob wir da noch der Lärche lauschen, oder dem Herbstwindrauschen …

Zerbrechliche Schönheiten

Wenn wir zur Zeit schon nicht „unser“ Felsengebirge besuchen dürfen, so sei es zumindest erlaubt, ein bisschen darüber zu philosophieren …

Es gibt Orte im Elbsandsteingebirge, die eine magische Wirkung ausüben. Alle, die das Elbi lieben, werden solche Stellen kennen, zu denen sie immer wieder gern gehen, weil diese irgendwie faszinierend sind. Bei mir ist das natürlich auch so. Einen dieser Orte möchte ich heute hier beschreiben. Er ist weder besonders spektakulär noch besonders einsam gelegen, sondern liegt eher mal so an einem markierten und gut begangenen Wanderweg. Es handelt sich um ein Felsgebilde an der Oberen Affensteinpromenade. Auf einigen Karten wird es als Kleines Prebischtor bezeichnet. Die Fotos entstanden im Herbst 2012 bzw. 2015, im Sommer 2017 und im März 2020.

Felsentore gibt es viele im Elbsandstein, warum also gerade dieses? Das Besondere für mich ist hier die enge Verflechtung von zwei völlig verschiedenen Schöpfungen der Natur. Da ist einmal das Felsentor als eine nette Laune der Natur. Schon dieses allein ist beeindruckend.

Kleines Prebischtor

Kleines Prebischtor

Aus allen Richtungen sieht es anders aus: einmal zerbrechlich wie eine uralte Steinbrücke, dann wieder wie ein gewaltiges da hockendes Tier von hinten. Darüber thront die mächtige Buche, deren Wurzeln zum Teil durch das Tor verlaufen. Die Buche scheint das Felsentor zu bewachen. Beide, sowohl der Baum als auch das Felsentor, sind schon für sich allein bemerkenswert. Die Kombination von Fels und Baum ist ein Gesamtkunstwerk, das mich immer wieder beeindruckt. Eine interessante Abrundung des Ganzen ist noch, dass es einen Standort gibt, von wo aus man links das Kleine Prebischtor und rechts oben im angrenzenden Felsmassiv noch ein kleines Felsenfenster sehen kann. Weiterlesen

Eine Woche zu Hause – Nachruf für eine verpasste Chance

 Nun bin ich eine Woche zu Hause, also auch nicht auf Arbeit. Sonst irgendwie draußen rum wird mir auch nicht geraten. Das Motto lautet „Wir bleiben zu Hause“. Wegen des Coronavirus oder wie ein Spruch vom Spielplatz sagt, wegen Corona-Mist.

Dadurch bleibt viel Zeit und ich muss sagen, dass ich mich unangenehm oft über die verpasste Chance zur letzten Wanderung vorm großen „Freeze!“ geärgert habe. Es war ja vorm letzten Wochenende schon ersichtlich, dass danach die große Einschränkung kommen würde. Also wollten wir das sonnige Wetter nochmal nutzen, um zwischen den Sandsteinen zu wandeln. Weiterlesen

Eigentlich kaum zu glauben …

… was man da auf dem Burgberg (eigentlich Schlossberg) in Wehlen neuerdings sehen kann.
Vor fast 3 Jahren hatte Stiegenfreund Eric im Forum auf die Aktivitäten in Wehlen hingewiesen. Dort hatten die Burgfreunde angefangen durch Beseitigung von tonnenweisen Grünzeug die Burgruine wieder sichtbar zu machen. Bis dahin hätte man den grünen Hügel in der Stadt einfach nur für einen Landschaftsteil halten können. Ich dachte mir damals: Das ist eine völlig verrückte Idee, sowas muss unbedingt unt

der Eingang in die Unterwelten

erstützt werden. Da wird ein Stück Geschichte, ein Stück Heimat erhalten und ganz nebenbei werden ein alter Weg und gleich zwei Stiegen wieder ins Bewusstsein und in das touristische Leben zurückgerufen und das sind schließlich auch Grundgedanken unserer IG.
Beim ersten Arbeitseinsatz erfuhr ich dann, dass die Burgfreunde die Burg quasi wieder aufbauen wollten – was natürlich überhaupt nicht realisierbar sein konnte-würde-dürfte … aber NEIN! Jede Hoffnung wird durch die Fortschritte in den Schatten gestellt.

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