(Kletter-)Tour der IG

Kurzfristig verabredet und dann fast noch buchstäblich ins Wasser gefallen: die Wanderung der IG zum Honigstein.

Stiege am Talwächter

Am Nachmittag hatte es kurz – aber heftig – geregnet. Zum Glück zogen die Wolken schnell wieder ab und zum Start unserer Klettereinlage am späten Nachmittag waren die Felsen wieder trocken.

Unter sachkundiger Führung unseres Stiegenfreundes Bernd (alias Rahmhanke) ging es vom Parkplatz am Gamrig los. Mit dabei in großer Vorfreude und Erwartung: Uta, Eric, Matthias, Mathias (alias Polenztaler) und ich (alias Zwillingsstiege 😉  ). Zum Einlaufen führte unser Weg Richtung Rathen und zum Talwächter. Die kurze und steile Stiege am Kletterfelsen endet in einer „Höhle“ mit herrlichem Blick zur Lokomtive. Bis (fast) dahin wollen wir noch.

Blick zur LokomotiveUnsere Wanderung führt uns weiter Richtung Feldsteine zum Aufstieg und Kletterzugang am Türkenkopf und auf den Höhenweg durch die Honigsteine. Eine steile Rinne bringt uns über Felsstufen nach oben. Dort angekommen, biegt der Pfad nach rechts ab, führt an einer ersten Aussicht vorbei und verlässt dann die Höhe wieder. Wir gelangen zu einem Felssims, der leicht ausgesetzt an der Wand entlangführt.

Höhenweg Honigsteine

An einem ersten Übertritt müssen wir den Kopf einziehen oder einen kleinen Sprung wagen. Nun geht es im felsigen Gelände steil nach oben. Der weitere Weg verläuft unterhalb des Gipfels auf einem Felsband. Wir gelangen zum zweiten Mal an eine Stelle, die wir entweder in gebückter Haltung unter einem Felsüberhang überwinden müssen oder durch einen Sprung (Vorsicht!) bezwingen können.

Höhenweg HonigsteineEin letzter steiler Aufstieg bringt uns schließlich über Felsstufen und einige künstliche Steintritte erneut auf Gipfelhöhe. Wir erreichen jetzt unser eigentliches Ziel, den Honigstein.

Der Aufstieg über den Alten Weg ist laut Kletterführer als Schwierigkeit I (eins) ausgewiesen und wird von allen gut gemeistert, auch der Übertritt zum Gipfelbuch. Wir genießen den herrlichen Rundblick und steigen nach ausgiebiger Pause unseren Einser-Weg wieder ab. Das ‚Abklettern‘ bringt nicht unbedingt ansehenswerte Fotos mit sich, weshalb ich auf eine Veröffentlichung solcher verzichte.

HonigsteinHonigstein: Gipfel

Bildergalerie

Bildergalerie

Zwischen den Kletterfelsen Lamm und Honigsteinturm/-nadel führt ein steiler Weg (Kletterzugang) nach unten zum Pionierweg. Wir gehen auf diesem bis zum Abzweig Knotenweg und weiter über den Knotenweg und den Füllhölzelweg zurück zu unserem Treffpunkt.

Fazit: Eine wirklich schöne Tour mit einer Klettereinlage, die für Wanderer nicht zu empfehlen ist, uns aber großes Vergnügen bereitete. Wir werden sicher bald den nächsten Einser auf einem Alten Weg bezwingen. Mit Bericht danach. Versprochen.

Weitere Bilder gibt es in der ‘Galerie Honigstein’.

8 Gedanken zu „(Kletter-)Tour der IG

  1. Ich war heute auch dort, der Fels war trocken, als wir hoch sind. Beim Abstieg fing es an heftig zu regnen und zu gewittern.. ja und nun??? Klettern im nassen Fels……., hier hinkt es wiedermal!!!
    Im übrigen war das Gipfelbuch weg! Danke an den Dieb!

  2. Ich war schon einige male in den “Honigsteinen” vielleicht nicht den selben Weg, da ich oft alleine wandere (da überlegt man sich scho ob man gewagte Sachen macht). Wie ich im Forum auch schon mal geschrieben habe, ist dort auch einer meiner zwei Lieblingsaussichten (die andere ist das Plateau am Warturm) im Basteigebiet.
    Da habt ihr eine schöne Runde gedreht, wäre gern dabei gewesen, mußte aber arbeiten.

  3. @waldschratt: wie der Auszug aus den Kletteregeln schon sagt “… Das Klettern an nassem und feuchtem Fels ist bei allen Kletterrouten zu unterlassen, in denen gesteinsbedingt die Gefahr der Beschädigung der Felsoberfläche und des Ausbrechens von Griffen und Tritten besteht…”.
    Das stimmt vollkommen, man darf aber nicht nur mit dem Teil der Regeln argumentieren, den man grade als augenscheinlich zutreffend erkannt hat. Man muss auch den Rest verstehen und beachten. Griffe und Tritte die ausbrechen könnten, das wären kleinteilige, filigrane Felsoberflächen. Wie man auch aus den Bilder ganz gut sehen kann, trifft das auf den begangenen Weg nicht zu. Hier hat es doch eher eine geschlossen, großflächige, fast schon stufige Oberfläche. Gut begehbar, keine Ausbruchgefahr. Ob die gewöhnlich getragenen Wanderschuhe mit ihrer mittelharten Gummisohle (es sind ja wohl kaum eisenbeschlagene alpine Höhentreter im Einsatz) schon Schaden am glatten Fels verursachen, das bleibt eventuell zu prüfen. Ich glaube nicht, dass am betreffenden Fels, auch im nassen Zustand, ein bemerkbarer Abtrag entsteht, auch wenn jeder Tritt irgendo ein Körnchen rausreibt, aber wenns danach gänge, müssten wir alle Zuhause bleiben. Ich bin jedenfalls sicher, dass die ganze Truppe nicht soviel Sandkörnchen vom Fels getreten hat, wie ein abgezogenes Kletterseil es bewirkt. Bei jedem Mal.

  4. Ich bin zwar auch schon einige Male dort gewesen, aber euer Weg klingt seehr interessant. Leider kann ich den nach der Beschreibung nicht ganz nach vollziehen. In welchen Kletterführer müsste ich nach schauen um den Alten Weg zu finden?
    An Walschratt: Manchmal ist es besser die Beschreibung zu lesen!

  5. @waldschratt: Dann schau dir die eingestellten Fotos genau an, da sieht man, dass der Fels trocken war, wenn man von der Pfütze am Gipfelbuch mal absieht. Natürlich klettern wir nicht am nassen Fels, aber dass wir das extra noch betonen und beweisen müssen……Manche Leute haben eben an allem etwas zu meckern!

    • Kommt Dir das nicht selbst lächerlich vor?
      Eine Pfütze auf dem Gipfel… aber die Bilder sehen trocken aus??
      Bis vor wenigen Jahren gab es die Regel, erst 48 Stunden nach dem Regen ist klettern wieder erlaubt,
      ähnlich wie jetzt immer noch in Oybin:
      “Kletterverbot:
      an allen Gipfeln der Rosensteine bis 48 Stunden nach dem letzten Regen.” http://www.oybin.com/html/klettern.html

  6. Auch auf die Gefahr hin, wieder mal als “Meckerer” dazustehen:
    “Am Nachmittag hatte es kurz – aber heftig – geregnet. Zum Glück zogen die Wolken schnell wieder ab und zum Start unserer Klettereinlage am späten Nachmittag waren die Felsen wieder trocken.” (Zitat Blog)

    wirklich trocken??
    “Schade wars um das Wetter, ging es doch pünktlich zum Start mit Vertikalbenetzung los…”(Zitat Forum)

    Dazu sagen die sächsischen Kletterregeln ganz deutlich:

    “4.3 Verhalten beim Klettern
    Beim Klettern soll die Natur so gering wie möglich beeinflusst werden. …
    Das Klettern mit Schuhen, die harte, sandsteinschädigende Sohlen haben, ist verboten.
    Das Klettern an nassem und feuchtem Fels ist bei allen Kletterrouten zu unterlassen, in denen gesteinsbedingt die Gefahr der Beschädigung der Felsoberfläche und des Ausbrechens von Griffen und Tritten besteht.”
    aus http://www.bergsteigerbund.de/klettern_saechsische_kletterregeln.html

    Jeder, der mal im Rathener Gebiet klettern war, weiß, dass gerade dort der Sandstein sehr “weich” ist.
    Der Honigsteingipfel steht (hoffentlich) auch noch die nächsten 20 Jahre – vorausgesetzt, es wird nicht ständig bei Regen oder Nässe geklettert.
    Warum muss es denn immer wieder “action” sein?
    Reicht nicht der einfache Naturgenuß, die schöne Aussicht?? Die Felsen sind nicht nach 2, 3 Stunden trocken, da läßt ein vernünftiger Kletterer (und dazu zähl ich jetzt normalerweise auch die verwegenen Stiegengeher!) den Gipfel stehen und klettert nur bei wirklicher Trockenheit da hinauf.

    Mit solchen Berichten von gestandenen Männern wird doch signalisiert: alles prima, was haben wir für eine tolle Tour gemacht.
    Und schon fühlt sich jeder “Möchtegern-Abenteurer”, der dies liest, dazu berufen: Das kann ich auch! Egal bei welchem Wetter!
    Scheinbar ist die Vokabel “Verzicht” in der heutigen Zeit ein Fremdwort geworden,
    alles muss zu jeder Zeit machbar und ereichbar sein.
    Verbote/ Regeln — da pfeift man drauf, die gelten höchstens für andere.

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