Drei Tage im Zentralmassiv (2/3)

Beim letzten Mal hatte eigentlich nur noch ein Stück Käse zu Brot und Bier gefehlt und mehr Bier ging auch nicht, wir mussten ja mit dem Auto weg. 

Das geht besser, dachte ich: Wir kommen mit der Bahn, bringen Butter und Käse, Radieschen und Gürkchen u.s.w. mit und setzen uns gleich als erstes in die Wärmestube. Gedacht – getan – eine IG-Abordnung prüfte zeitgleich böhmisches Bier im böhmischen Nebel. Mir war dafür die Anreise zu früh, die Strecke zu lang, die Zeit zu kurz und zu wenig gemütlich und warmSandstein dabei. Also saßen wir im Nebel in Schmilka bei Bier und Brot am Kaminofen.

Und das hat dann allen gleich so gut gefallen, dass ernsthaft gefragt wurde, ob wir denn überhaupt noch losgehen und nicht lieber bis zur Abfahrt da sitzen bleiben sollten 🙂

Na, wir sind dann etwas langsam, aber trotzdem noch los. Rotkehlchen hoch und da oben Jungbucheist wohl dieser “einzelne Wanderer”, den wir von den Winterbergkehren kennen, beim Entfernen einer Jungbuche gestört worden – jetzt liegt sie da und wir fragen uns: Muss das sein? 🙂

Ein Hauptziel, neben B&B, sollte das Auffinden des alten Aufstiegs zum Carolafels sein. Da wir schon recht spät waren, wurden die schönen, aber auch sehr zahlreichen Kurven der OAP über den Zurückesteig abgekürzt. Schöner Weg, auch im Nebel. Wieder auf der Promenade sind wir kurz hinterm Weißhorn einer Wildspur folgend erst mal falsch abgebogen. Sah gut aus, wurde aber immer steiler, dann war zu. schöner Nebel nie aufgebenNächste Bucht wars dann richtig. Weg ist wahrscheinlich öfter etwas nass aber gut begehbar. Dann kurzer Blick vom Carola in den Nebeldom und Abstieg Richtung Wilde Hölle, auf der Promenade ein Stück und in der nächsten Kerbe den Durchstieg aufs Lange Horn suchen. Ebenso feucht aber auch gut begehbar und eine sehr schöne Abkürzung für die lange Umrundung des ganzen Horns. Oben dann eine Begegnung der Art, wie man sie wohl immer öfter fürchten muss. Eine Gruppe, offensichtlich die HS hochgekommen, fragt, wie sie wieder ins Kirnitzschtal kommt. Mannomann! Keine Karte dabei, nur so ein bunter Ausdruck zur Stiege. Schnell weiter, durch die kleine Felsengasse an der Wolfsspitze runter. Da sitzt dann links oben der Osterhase.

grandiose WandNoch ein Stück weiter stehen wir dann vor der großartigen GespensterWand mit dem Loch – also da durchkrabbeln mach mir immer wieder Spaß. Nach einem kurzen Imbiss an der recht zugigen Frienstein-Norseite ging es zügig Richtung Lehnsteig, wo seltsame Felsengespenster hocken. Oder sind es versteinerte Riesen-Uhu-Kücken? Egal, wir müssen zur Mühle. Wunderbar, Bier war noch da und die Brote zum mitnehmen hatten wir früh schon gekauft und im Bäcker deponiert. Und das war auch gut so, denn die Regale waren fast leer und die besonders leckeren kleinen Mühlenbrote waren komplett vergriffen.

Wir haben uns jedenfalls nochmal in die Ofenstube gesetzt und Brot- und Käsereste mit das neue Etiketteinem “Bernstein” runtergespült. Sooo kann Leben sein! Noch eine Pulle zum mitnehmen, die übrigens im Herbst noch nur einfache Papierbanderolen hatten und inzwischen mit recht vornehmen Etiketten geschmückt sind. Dann doch irgendwann Fähre, Bahn, heim.

Und nächstes Mal müssen wir die noch ausstehende Erkundung am Elbtalwächter nachholen …

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