Luftschlösser zum zweiten Advent

Es gibt ein Büchlein, welches nahezu unglaubliche Ideen zu Baumaßnahmen beschreibt, von denen einige ganz ernsthaft geplant und erwogen wurden. Wie die Kanzlerköpfe über Elbe an den Sandsteinwänden von Schöna, eine ca. 60-80 m hohe Saxonia auf dem Hohen Torstein sitzend, die Seilbahn über die Elbe zum Lilienstein hinauf, ein riesiges Hochhaus auf der Bastei … und noch einiges mehr. Während wir wohl bei den meisten Projekten froh sein dürfen, dass sie nicht realisiert wurden, fände ich doch die von Rudolf Sendig auf der Ostrauer Höhe geplante Weltsportanlage, mit Auto-Rennstrecke, Olympiasportanlagen, Hotels, Sanatorien, Wohnanlagen und Zeppelinlandeplatz nicht ganz unattraktiv. Zwar ganz schön groß, aber doch nicht ganz unrealistisch … ob der Motorenlärm von der Rennstrecke lauter wäre, als heute die Eisenbahn?
Aber vielleicht ist es schon besser so und wir profitieren immerhin auch so noch von den realisierten Teilen, wie dem Aufzug und den schönen alten Fertighäusern am Ostrauer Ring, der heutigen Kurpromenade. Und genau das ist doch eigentlich auch sowas ähnliches, wie ein Luftschloss. Die Promenade an sich ist bestimmt ganz nützlich und schön, auch wenn man bestimmt mit weniger Geld das gleiche Ziel hätte erreichen können. Der berühmt-berüchtigte Skywalk von Ostrau, unmittelbar am Aufstieg vom Aufzug liegend, ist da den Projekten im Buch schon näher. Nicht so groß und unrealistisch, aber doch mindestens genauso unnötig. Das recht moderne Bauwerk wirkt an sich nicht unästhetisch. Aber in die Natur will es auch nicht so recht passen und glücklicher Weise duckt sich diese „halbe Brücke“ bescheiden an den Boden, verliert aber dadurch auch seine Eignung als Aussichtspunkt. Zwar sieht man, nachdem bestimmt ein halber Hektar Wald gerodet wurde, von der Spitze mindestens die halbe Elbbreite, aber fast genau so viel sieht man auch schon vom Fußweg aus.
Aber egal, man kann doch mal wieder mit dem tollen Aufzug hochfahren, den eingesperrten Luchsen sein Beileid bekunden, den Baufortschritt an der Kurpromenade besichtigen und über das Lutherdenkmal wieder nach Schandau zurückbummeln und vorher noch das oben beschriebene Büchlein als 2. Adventsgeschenk aus seinem Versteck holen. Es liegt in direkter Falllinie unter dem Skywalkbogen unter der neu verlegten Hangmatte, die nach rechts offen ist, ca. 1 m vom Wegrand und ein Spanne weit unter den Rand geschoben, da wo im Bild die Steine liegen. Das Päckchen (ca. A5) könnte aber etwas nach unten gerutscht sein –  🙂 bissl rumfischeln viel Glück.

5 Gedanken zu „Luftschlösser zum zweiten Advent

  1. Super Idee mit den versteckten Adventspräsenten. Da ich mir den “Skywalk” eh einmal anschauen wollte, habe ich das gleich verbunden. Also die Luftschlösser sind gefunden und geborgen. Die Dichtheitsprüfung ist ebenfalls bestanden, das Heft ist trocken geblieben. Vielen Dank und frohe Weihnachten.

  2. Nun, es besteht ja kein Grund zur Eile. ich lasse die Teile auch über den Jahreswechsel noch liegen, kontrolliere dann irgendwann mal und mach zu den Sachen die noch da sind einen Aufruf – dann mit Terminsetzung.
    Und keine Sorge, alle Teile wurden in doppelte Gefrierbeutel verpackt und zusätzlich verklebt – also bis 10 m wasserdicht 🙂

  3. Ich finde die Idee mit den versteckten Adventsgeschenken auch sehr schön. Für jemanden wie mich, der in der Karl-May-Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal (eigentlich nur Ernstthal, damals gab es noch zwei Städte) aufgewachsen ist und über 30Jahre dort gelebt hat, wäre es eigentlich eine “Pflicht”, sich das K.-M.-Buch aus der Zwieselhütte zu holen 🙂 . Auch die Beschreibung des zweiten Geschenkes klingt sehr vielversprechend. Leider wird sich in der nächsten Zeit kein Besuch im Elbi ergeben, so dass ich nur den Anderen viel Glück bei der Suche wünschen kann. Hoffentlich übersteht die Verpackung des zweiten Geschenkes die bevor stehende “Dichtheitsprüfung” …

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