Warum eigentlich? 1/2019

Ich eröffne hier mal eine Rubrik, unter der gern auch jeder andere Autor ein Thema mit fortlaufender Nummerierung veröffentlichen kann, wenn die Frage im Raum steht: Warum eigentlich passiert so dies und das?
Das ist doch eigentlich auch unser erklärtes Ziel – Fragen zu Sachverhalten stellen und Sachverhalte in Frage stellen.
Hier also die Frage 1 in 2019, die da lautet: Warum eigentlich entsorgen einzelne Gastronomen bei Veranstaltungen auf der Festung Königstein ihren Getränkekanister einfach über die Festungsmauer in den Wald?
Ich bin empört und habe eine Mail mit nachfolgendem Inhalt an die Festungsmitarbeiter für Öffentlichkeit und Veranstaltungen geschickt:

Hallo liebe Festungsbetreiber, sehr geehrte Frau Keil, sehr geehrter Herr Albert,

ich bin nicht nur gern immer mal wieder ein Besucher von diversen Veranstaltungen auf der Festung. Manchmal bin ich auch um die Festung in der Landschaft im Wald unterwegs und da ist es dann doch überraschend und ärgerlich, wenn man mitten im Wald unwillkommene Zeugnisse der vergangenen Veranstaltungen auf der Festung finden muss.
Bei einer Wanderung am 17. März 2019 bemerkten wir am Weg vom Festungsfriedhof kommend, etwa in Höhe des obigen Parkplatzendes, nicht nur diversen Sperr- und Plastikmüll, sondern auch mindestens 3 Plastikkanister. Neben dem Etikett, was uns eine Kräuterspirituose als ehemaligen Inhalt angibt, sind die Behälter auch mit dem Namen „Hacke“ beschriftet.
 Wir glauben, anhand der Lage im Wald, dass die Behälter direkt von ganz oben, von der Festungsmauer aus in den Wald entsorgt wurden. Vom Parkplatz aus hätte man sie nicht zwischen den zahlreichen Baumstämmen soweit den Hang hinunterbefördern können. Vielleicht beim letzten Weihnachtsmarkt? Und wir hoffen, dass Sie nicht nur ebenso empört sind wie wir, sondern auch den Namen „Hacke“ eventuell in einer Ihrer Anmeldungsliste finden und den betreffenden Gastronom wenigstens zu einer Beräumung seiner Behälter bewegen können.
Vielleicht sollten Sie in der Veranstaltungsplanung künftig auch einen Kontrollgang zur Müllentsorgung über die Festungsmauern vorsehen und diesen Kostenpunkt in die Standgebühr integrieren?
Wir werden jedenfalls spätestens im Spätherbst den Bereich wieder kontrollieren und auch die Stiegen- und Wanderfreunde auf www.sandsteinwandern.de dazu auffordern.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Pauly

Mal sehen ob man reagiert und ob der Müll verschwindet. Ich gehe auf jeden Fall nochmal nachschauen und wenn der Müll im Herbst noch liegt muss eben eine größere Glocke angeschlagen werden.

4 Gedanken zu „Warum eigentlich? 1/2019

  1. Ich will niemanden in Schutz nehmen. Aber der Veranstalter ist nicht für die Entsorgung des Mülls der Schausteller oder Händler verantwortlich. Er kann dafür sorgen das das reibungslos abläuft und Müll richtig entsorgt wird. Aber eben er muß nicht. Somit wirds eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

    Geht nur über eine Anzeige bei der Polizei den “Täter” zur Verantwortung zu ziehen. Der Veranstalter kann aber nicht ohne behördliche Anweisung gezwungen werden, die Listen oder Adressen der Händler preiszugeben (dem neuen Datenschutz sei Dank). Wird also schwierig die Sache zu verfolgen.

    Trotzdem ist es wichtig so etwas öffentlich zu machen, danke für die Bilder und den Text. Es ist unerhört was sich so manche Menschen erlauben! Nicht nur auf der Festung….

    • Naja, du magst recht haben, je nach Auslegung, wie weit man “verantwortlich sein” verstehen will. Ich denke (mal als Beispiel), wenn ich mir Gäste einlade, die ihren mitgebrachten Müll aus meinem Fenster auf die Straße werfen … dann werde ich Probleme haben, Polizei und Ordnungsamt zu erklären, dass ich dafür nicht verantwortlich sei. Denn der Müll kommt aus meinem Fenster und für das Verhalten meiner Gäste in meiner Wohnung bin ich selbstverständlich zumindest MITverantwortlich.

      Übrigens will ich die Sache ja gar nicht persönlich verfolgen. Ich wollte nur jemand anstoßen, der das sowohl müsste, als auch könnte.

      Und immerhin hat mir die Frau Keil auch schon mal geantwortet: “… ich möchte Ihnen zunächst nur kurz den Eingang Ihrer Nachricht bestätigen und mich für den Hinweis bedanken. Natürlich werde ich diesem nachgehen und Sie später ausführlicher über meine Recherchen informieren.”

      Immerhin und warten wir’s mal ab.

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