Herbst(aus)sichten

Der nachfolgende Beitrag soll nicht als Wanderbeschreibung betrachtet werden sondern vielmehr als kleine Bildergeschichte.

Vor fast genau einem Jahr besuchten wir jenes Bauwerk in Ostrau, welches den Patienten der Falkensteinklinik einen Ausblick in die Sächsische Schweiz ermöglichen soll, ohne dafür einen beschwerlichen Aufstieg meistern zu müssen. Der Skywalk, wie ich ihn damals bezeichnet hatte, war im November 2018 noch nicht begehbar. Also wollten wir uns nach der Fertigstellung selbst vom Rundblick überzeugen. Der Skywalk heißt jetzt offiziell Aussichtsplattform. Den Künstler, der das Bild auf der Tafel geschaffen hat, kennen wir doch alle. Oder etwa nicht?

Vom Ausblick zeugen die folgenden drei Fotos.


Skywalk OstrauSkywalk OstrauSkywalk Ostrau

Damit erhalten alle diejenigen einen Eindruck, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, zur Plattform zu pilgern. Denn wie auf einer Pilgertour kam uns der Besucherstrom vor, als wir am vergangenen Sonnabend gegen 10.00 Uhr ankamen. Das vermitteln meine Bilder zwar nicht, allerdings habe ich fast zehn Minuten benötigt, um die wenigen Fotos „ohne Menschen“ auf den Chip der Kamera zu bannen. Wer den Skywalk in eine Wanderung einbinden möchte, sollte dies tun. Ein extra Besuch lohnt sich nicht.

Wir laufen weiter durch Ostrau und gelangen bald zu diesem herrlichen Blick auf die Schrammsteine mit dem Falkenstein. Der ist das eigentliche Ziel unserer kleinen Runde.

Blick von Ostrau Richtung Falkenstein und Schrammsteine

Blick von Ostrau Richtung Falkenstein und Schrammsteine

am Fuße des Falkensteins

am Fuße des Falkensteins

Knabe mit Gipfelbuch (Fotomontage)

Knabe mit Gipfelbuch (Fotomontage)

Durch das Falkengründel gelangen wir schön ruhig – am letzten Wochenende der Herbstschulferien waren natürlich viele Wanderer unterwegs – an den Fuß des Falkensteins. Ein Weg, der natürlich ein Kletterzugang ist, umrundet den gewaltigen Felsen. Wir wollen eine solche Umrundung entgegen des Uhrzeigersinns machen. Wenn man vom Falkengründel aufsteigt, steht unmittelbar neben dem Falkenstein ein klobiger Felsklotz. Es handelt sich um den Kletterfelsen „Knabe“. Gut trainierte

AW II - Knabe

Knabe – AW II

Stiegengeher können diesen auch besteigen. Der Alte Weg II ist wahrscheinlich einer der leichtesten „Zweierwege“ im Schrammsteingebiet und selbst mit meinen stark limitierten Fähigkeiten zu bewältigen. Vom Gipfel hat man einen großartigen Ausblick auf die steilen und ausgesetzten Westwege (Kletterwege) des Falkensteins. Bei schönem Wetter kann man hier fast immer Kletterer sehen.

 


Knabe - Gipfelblick zum FalkensteinKnabe - Gipfelblick zum FalkensteinKnabe - Gipfelblick Richtung Schrammsteine

Schusterweg - Klassiker am Falkenstein

Schusterweg – Klassiker am Falkenstein

Wie immer von mir der Hinweis nach diesen Bemerkungen: Ohne Erfahrung und Equipment rate ich dringend von solchen Kletterversuchen ab.

Nach der gemütlichen Abseile vom Knaben setzen wir die Umrundung fort. Einem Blick in den Schusterweg, einem Klassiker am Falkenstein, folgt bald danach eine kleine Kraxelei, wenn man sich dicht am Felsfuß bewegt. Man könnte diese Passage fast als Falkensteinstiege bezeichnen, wie die Fotos zeigen.

 


rund um den Falkensteinrund um den Falkensteinrund um den Falkenstein

Falkengründel

Falkengründel

 

Wenige Minuten später erreichen wir den Ausgangspunkt der Umrundung. Das Falkengründel führt uns zurück in den Zahnsgrund und damit zum Ausgangspunkt der Tour.

7 Gedanken zu „Herbst(aus)sichten

  1. Nette Runde mit “Sahnehäubchen” am Knaben. Solches prächtiges Wetter hätte ich mir bei unserer Tour “Hinter dem Großen Winterberg” 🙂 am Samstag gewünscht.
    Von der Aussichtsplattform kann man ja tatsächlich ein kleines Stück Elbe erkennen, wenn auch teuer erkauft (bzw. “erfällt”) …

    • Das ist keine Schande, ich bin bisher auch nur die halbe Runde gegangen. Wir sollten die Anregung von Zwilllingsstiege nutzen, das “Versäumte” nachzuholen, gern in Verbindung mit einer Erkundungstour Obrigenhörner/Lattenhörner/Nasse Tilke, gemeinsam mit Andreas P. ?

      • Genau so machen wir es 🙂 Und da wir den Falken umrunden, finden wir auch einen windgeschützten Platz zum Glühwein aufwärmen. Eine perfekte Spätherbstrunde.

  2. Och Mennooo! Der Knabe wäre natürlich nicht so weit weg gewesen, aber ich hatte mich ja fürs Faulsein entschieden – geschieht mir recht, nun hier die Bilder anschauen zu müssen 🙂

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