Zum 4. Advent ein Kapellenbesuch

Zum Schluss gibt’s noch einen Wohlleben und auch, wenn Kritiker des schreibenden Försters u.a. meinen, dass „ … „Das geheime Leben der Bäume“ die Grenze zwischen Fakten und Mutmaßungen verwische und weder als Wissenschaft noch als Populärwissenschaft gelten könne. …“ wollen wir uns lieber darauf stützen, dass „ … Wohlleben dagegen behauptet, seine Beobachtungen und Erkenntnisse seien mit Quellenmaterial unterfüttert … „. (beide Zitate = Wikipedia). Denn auch im Buch „Der Wald“ schreibt Wohlleben vieles, was wir genau so hören wollen. Ein Wald ist mehr, als eine Nutzholzplantage und die meisten, fast alle Wälder, sind heute nur noch Plantagen und werden genauso behandelt. Und das sehen wir selbst im Wald und ärgern uns darüber. Da nimmt man gerne eine gleichlautende prominente Meinung zur Kenntnis. Deshalb mögen sich die Fachleute streiten. „Der Wald“ ist unterhaltsam und ich glaube nicht, dass man vom Lesen dümmer wird.

 Wer es selber ausprobieren möchte, macht sich auf den Weg zur Osterturmkapelle. Am Platz unmittelbar vor dem Eingang liegt ein Stein mit geheimnisvollen Zeichen. Die könnten aus keltischer Zeit stammen, als in der Kapelle die späten Frühchristen sich noch nicht ganz für den neuen Glauben entscheiden konnten … die Zeichen könnten aber auch nur das Ergebnis gelangweilter Bergsteigerkinder sein … wer weiß?

Jedenfalls dort, quasi zwischen den beiden nach unten führenden Linien liegt das Buch in dem Loch unter der Graskante.

Bild: Elbinarr (glaub ich)

Wer aus dem gegebenen Anlass erstmalig ins mittlere Schrammtor aufsteigt, dem sei hier empfohlen auf die wunderbare Aussicht zu achten. Gar zu schnell klimmt man oftmals aufwärts und vergisst, sich auch einmal umzudrehen. Einen besonders eindrucksvollen Tagesabschluss kann man hier erleben, wenn die Sonne in den Sommermonaten über der Elbe hinter dem Lilienstein untergeht. Falls es feucht und frostig ist – achtet bitte auf glatte Stellen – der Weg geht über rundliche Blöcke.

Etwas weiter unten liegt eventuell immer noch der „Karlsbad – Reiseführer“. Entsprechende Rückmeldung wäre willkommen.

Und auch Winnetou und Shatterhand frieren wohl immer noch in der kalten Boofe und da bleiben sie auch mindestens noch bis Ende/Januar, wenn sie bis dahin niemand heimgeholt hat. Ich räume dann irgendwann ab Februar auf.

Bis dahin aber erstmal friedliche und erholsame Feiertage und bestenfalls eine Wetterlage, bei der man Lust bekommt, mal ein paar Klöße wieder abzulaufen. 🙂

4 Gedanken zu „Zum 4. Advent ein Kapellenbesuch

  1. “Das geheime Leben der Bäume” hat seit heute einen Partner. Vielen Dank für’s Herführen. Das mittlere Schrammtor hatten wir in all den Jahren nicht auf dem Radar, wohl auch der Tatsache geschuldet, dass wir zu den eher zurückhaltenden Wanderern gehören und einen Kletterzusteig nicht unbedingt in die erste Wahl der Begehungen aufnehmen. Umso mehr waren wir angetan von der beschaulich-friedlichen Atmosphäre, welche fast schon etwas Sakrales hatte.

    Beide Bücher werden uns in unserer Arbeit mit Kindern draussen im Wald gute Unterstützer sein. Vielen Dank und ein schönes Weihnachtsfest allen Wanderfreunden.

    • Na da sind doch alle Ziele erreicht:
      – was suchen
      – was finden
      – was entdecken
      – Neues kennenlernen

      Prima 🙂 und schön, dass ihr es auch so empfunden habt – diesen wirklich schönen Platz. Und waghalsig musste man doch auch nicht sein – oder?

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