Felsenblicke in Coronazeiten

Der etwas andere Blogbeitrag

Vielleicht lag es tatsächlich am sogenannten „Lockdown“? Ich weiß es nicht. Sicher weiß ich aber, dass es Ende April eine sagenhafte Fernsicht in unserem Heimatgebirge gab, wie ich sie in den letzten Jahren nicht erleben konnte. Ich war am 23. April und am 27. April mit jeweils einem unserer Stiegenfreunde unterwegs – also völlig konform mit den derzeit immer noch geltenden restriktiven Bestimmungen. Die ersten Fotos stammen von diesen beiden Tagen. Nach der wochenlangen Abstinenz trafen wir selbst in der Woche verständlicherweise auf sehr viele Wanderer. Deshalb besuchten wir weniger überlaufene Plätzchen, um immer schön Abstand halten zu können. Am vergangenen Sonnabend zum Familienausflug war es dann schon wieder vorbei mit der genialen Fernsicht.

Nachfolgend also einige Bilder mit der Frage an die Kundigen: Wo stand der Fotograf bei diesen Aufnahmen?

Einige Stiegenfreunde werden es schnell erkennen (zwei waren schließlich mit dabei, zumindest bei den ersten beiden Touren). Bitte haltet euch mit der kurzfristigen Auflösung noch zurück in der Kommentarrubrik. Kleiner Tipp: Es gibt im Internet einen etwas ausführlicheren Beitrag zu einem Teil der Bilder 😉

Blick zu den Affensteinen und zum neuen Wildenstein

Blick zu den Affensteinen und zum neuen Wildenstein

der Kleine Winterberg in der Bildmitte

der Kleine Winterberg in der Bildmitte

Kleiner Lorenzstein

Kleiner Lorenzstein

entspanner Blick in endlose Weiten....

entspanner Blick in endlose Weiten….

lang, eng, dunkel - der Weg zum Gipfel

lang, eng, dunkel – der Weg zum Gipfel

Blick in die linkselbischen Tafelberge

Blick in die linkselbischen Tafelberge…

...und über das flache Land von gleicher Position

…und über das flache Land von gleicher Position

Und noch ein Gipfelfoto. Bei der Vergrößerung wird es leichter.

Hier gab es leider so gar keine Sicht. Oder: Den Wald vor Bäumen nicht gesehen.

Linkselbisch. Anfang Mai war die Fernsicht nicht mehr ungetrübt.

Linkselbisch. Anfang Mai war die Fernsicht nicht mehr ungetrübt.

fast gleicher Blick wie zuvor, nur etwas höher gelegen (und leider nur mit einer Smartphoneknipse aufgenommen)

Unscheinbar ragt da eine Quacke aus dem Wald. Na ja, sie hat es sogar zum Kletterfelsen geschafft und bietet…

… einen einsamen Platz für die Mittagsrast inmitten bizarrer Felsen. Allerdings nur, wenn man den Zugang findet.

Update 18.05.2020:

Wie angekündigt, gibt es jetzt die Auflösung der Fotostandorte bzw. Fotomotive. Also zunächst nur zu den ersten neun Fotos. Der Rest folgt am Dienstag.

Standort der ersten fünf Aufnahmen war (natürlich) der Gipfel des Rabentürmchens. Unglaublich, welche Aussicht man von diesem kleinen Felsen, der kaum über die Baumwipfel ragt, bei guter Fernsicht genießen kann.

Die drei Kaminbilder stammen vom AW auf den Großen Lorenzstein. Einen Beitrag mit Gipfelfoto gab es vor längerer Zeit schon einmal in diesem Blog. Eine ganze Anzahl von Stiegenfreunden war damals dabei. Leider sind einige heute kaum noch in der IG aktiv.

Die drei nächsten Fotos wurden vom Gipfel des Thürmsdorfer Steins aufgenommen. Die Schwierigkeit am AW ist wohl, die Position an der Abseile einzunehmen. Kann man aber auch gut abklettern.

Das nächste Bild (Fotomontage) stammt vom Gipfel des Rhombus am Kleinen Bärenstein. Wegen der Aussicht muss man da aber nicht hoch.

Und die nächsten Fotos? Einige Rätsel verursachte vor allem die letzte Aufnahme. Vielleicht lag es daran, dass die Wanderfreundin etwas “unscharf” dasitzt? Deshalb hier noch eine bessere Aufnahme mit einem IG-Freund.

  Morgen gibt es dann einen Nachschlag zu den letzten Motiven…

Update 19.05.2020:
Da es Roland fast schon aufgelöst hat, hier nun der finale Nachschlag. Die beiden Bilder nach dem Rhombus entstanden am Kleinen Zschirnstein auf der Suche nach den Übertritt- bzw. Sprungstellen vom Massiv zu Zschirnsteinwarte und -wächter.

Zu den beiden letzten Fotos die Fortsetzung der Bildgeschichte. Zuletzt sahen wir den Stiegenfreund in einem kleinen Felskessel sitzen.

Nun hat er sich erhoben,

ist auf dem Weg nach oben,

ist oben (fast) angekommen,

darf seinen Namen verewigen und ist

schon wieder auf dem Weg nach unten.

Die Quacke in voller Schönheit ist also der Winkelblock am Kleinen Zschirnstein.

Die größte Schwierigkeit ist es, den Zugang zu finden. Aber Achtung: Ich will niemanden ohne Erfahrung zu waghalsigen Kraxeleien ermutigen. Ein klein wenig Erfahrung im Bereich der Alten-Männer-Wege (AW, hier mit zwei ‘Deppen-Bindestrichen’) liegt bei den handelnden Personen vor 😉

17 Gedanken zu „Felsenblicke in Coronazeiten

  1. Das waren feine Vollkontakt-Wandertouren . Der Thürmsdorfer Stein war auch noch mit dazwischen(Bild 7 , Stein mit Öse 🙂 )
    Danke an ZS für die Ideen und Vorbereitungen und die launige Präsentation der Geschichte.

  2. Schöne Sache, da wäre ich nicht drauf gekommen, weil ich über den Landschaftsblick gar nicht nachgedacht und mir dem letzten Bild überhaupt nicht in Verbindung gebracht hatte. Aber das bestätigt meine Absicht, die Steilkante des Kleinen Zschirnsteins mal gründlicher zu beschnuppern. Wir waren da erst 1-2 Mal kurz vorbeigelaufen und da war schon klar, dass es dort etliche Pfade und Spalten zu erforschen gibt. Aber wenn da so herrliche versteckte Felskessel einladen … dann muss man unbedingt bald mal. Danke für die Anregungen.

  3. Schnell noch ein Tipp: beim ersten und zweiten der letzten vier Fotos ist in Bildmitte der Gohrisch zu sehen, rechts davon der Papststein, davor Papstdorf, also ist das Dorf im Vordergrund … und der Fotostandort ist also am … und in der Nähe gibts auch einen Wackelstein …

  4. Erst einmal gibt es von mir einen herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Gipfelstürmer! 🙂 Das sind wirklich sehr schöne Bilder! Da freut man sich richtig mit. Um weil die Stiegenfreunde im Hintergrund auch kreuz und quer schreiben, weiß ich auch zum Teil, wo ihr wart, zumindest bei den ersten Bildern.
    Verraten werde ich nichts. Aber ich möchte noch ein Lob loswerden: Aus sicherer Quelle habe ich erfahren, dass in diesen Tagen nicht alle Blütenträume reiften und mindestens zwei Gipfelangriffe abgebrochen wurden, weil einem der Weg nicht ganz geheuer erschien oder weil man ihn sich lieber nicht zutraute. Sehr vernünftig und lobenswert! Umzukehren erfordert manchmal mehr Mut und Überwindung als weiter zu steigen. Es ist also keine Niederlage, sondern auch ein Sieg, nämlich ein Sieg der Vernunft! Wir sollten es nicht vergessen bei unseren Aktivitäten.

    🙂

      • Entschuldige, da hast Du natürlich Recht, Du Räbchen 🥴, letzteres wirst Du sicher mit einem Augenzwinkern gelassen von oben herab sehen. Ich war noch ganz gram über meine ungewöhnliche Ordnungssucht.

        • Fossil: Ich bin begeistert über deine formidable Wortsetzungskunst, namentlich im letzten Satz.
          Aber auch die Vorstellung, wenn Andreas dir aus gefühlt 2,50m Höhe zuzwinkert, erheitert mich. 🙂

  5. Sehr schöne Fotos, an diesen Tagen war wirklich gute Fernsicht. Die Gipfel, wo ihr oben wart, kenne ich alle, verrate aber nichts. Nur soviel: Beim ersten Foto steht die Hohe Liebe genau hinterm Bloßstock, also …, und ein weiterer Gipfel ist sehr geometrisch …

    • Soso, kennste alle? Wo ich selber sitze und wo ich nicht war weiß ich natürlich auch und den geometrischen hätte ich vielleicht sogar auch noch im Bild erkannt, weil ja eben sehr geometrisch – aber was ist denn das im letzten Bild? Soll da die Mittagsrast auf der Quacke sein? Hat uns da der Autor noch einen dritten Standort untergeschoben?

      • So wird es sein. Der Autor geruhte, noch einen Familienausflug zu erwähnen …
        Allerdings entzieht sich die räumliche Einordnung der Lokalität meiner Kenntnis.

        • Ich habe zwar den Teil hinterm Kubus noch nicht genauer erkundet, aber nach meinen Erinnerungen steht unser Fels recht dicht am Massiv – kann denn da noch soviel Platz sein, wie im Bild zu sehen ist? Das ist doch wie ein recht geräumiger Kessel.
          Mal sehen, ZS wollte ja noch auflösen … und das ist auch die eigentliche Hauptsache, denn unser erklärter Bilderrätselablehner hat hier ja eigentlich ein schönes mehrteilige Bilderrätsel präsentiert …. natürlich hat er es nicht so genannt 🙂 Aber trotzdem ein schönes Rätsel und mit guten Zuspruch.

          • Also der Kubus steht in den Nikolsdorfer Wänden direkt neben dem Frosch und ist nicht der Standort im Bild 😉

            Ja, ja ich weiß schon, ihr wolltet den Rhombus nicht nennen. Ist ja jetzt aufgelöst.

          • Ja nee! Den Kubus hatte ich irrtümlich im Kopf, weiß auch nicht warum … ich dachte eben an irgendein eckiges Ding. Wirklich sehr lustig, die Verwechslung, denn mir kam der Name auch nicht ganz richtig vor und habe ganz kurz den KF aufgeschlagen, ob es einen Kubus gibt – ja den gab es – also hab ich es auch hingeschrieben 🙂 Und nicht mal die Tatsachen, dass die abgebildete Anstiegsskizze irgendwie nicht ganz meiner Erinnerung im Gelände entsprach und der AW eine III war, konnten mich von meiner eigenen falschen Spur abbringen.

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