Aufrüsten!

die kleine

Jaja, Abrüstung bringt (vielleicht) Frieden, aber Aufrüstung bringt (sichere) Befriedigung! Und im Zweifel gilt immer die Universalbegründung: Besser man hat etwas, was man nicht braucht, als, man braucht etwas, das man nicht hat. Und im Sinne der Völkerverständigung bekommt deshalb meine kleine halbjapanische Astsäge jetzt eine volljapanische große Schwester.

die neue große …

Gell? Das ist doch ein Prachtstück? Mit dem Teil in der Hand fühlst du dich wie ein Samurai und kannst frohen Mutes jedem Totholzwald gegenübertreten.

Denn das ist doch natürlich. Wenn im Klimawandel die Stürme zunehmen, die Hindernisse dicker werden, dann muss eben auch die Säge etwas länger werden. Und keine Angst, es gibt auch eine hunderter 🙂 aber der Preis ist dann noch mal gewöhnungsbedürftig. Die kleine alte bleibt natürlich der häufigere Tourbegleiter. Für jedes Mal ist KATANABOY doch zu sperrig und schwer, aber wenn man weiß, welche Hindernisse einem begegnen werden, dann bekommt man das Teil bequem im Rucksack unter. Ein ganz kurzer Test hat die enorme Schnittleistung der japanischen Schneidengeometrie bestätigt, ein 15 cm Stämmchen war in 10 Sekunden durchgeratzt. Ein richtiger Stamm, ca. 45 cm, ist dann 3x so dick in zwei Richtungen, dürfe somit 9x so lange dauern. Das wären 90 Sekunden und mit Luftholen zwischendrin dürfte man wohl 2-3 Minuten brauchen … also das muss natürlich erst noch getestet werden, ist aber jedenfalls … umweltgerecht … geräuscharm … kein Abgas … kein verkleckerter Treibstoff … keine Ölflecken … keine Verletzungsgefahr. Nee, das streichen wir lieber und lassen es als Hinweis stehen, denn die Gefahr eines Werkzeugs geht immer vom Nutzer aus und die Benutzung einer japanischen Säge ist zwar kein Kunststück, unterscheidet sich aber von einer deutschen Bezahnung derart, dass man es schon mal geübt haben sollte, bevor man sich mit so einer Großen anlegt.

Also rüstet nach, rüstet auf! Wer die erforderliche Übung hat oder ausreichend vorsichtig erwerben will, wer ausreichend Einsatz-Gründe in Wald, Garten, Hausbau oder Hobbywerkstatt aufführen kann, um die Ausgabe zu rechtfertigen, oder wer genügen Geld übrig hat, um auf die Gründe verzichten zu können …DICTUM … gibt auch geile Äxte … und Macheten …

8 Gedanken zu „Aufrüsten!

  1. Am Großen Hochhübelweg ist ein Wunder geschehen. Im März war noch alles dicht, im Juni auch, aber vor 3 Wochen bin ich bis oben durchgekommen. Die kleinen Menschlein habe sich wie Ameisen eine Ameisenstraße getreten, erst kamen sie noch nicht durch, aber jetzt gehts. So was habe ich noch nie erlebt. Und die Nationalparkverwaltung hat, so glaube ich fast, auch ein paar Sperrschilder zaghaft zur Seite gedreht, so dass man, anders, als noch im März oder Juni nicht unbedingt annehmen musste, dass der Weg nach § 13 SächsWaldG gesperrt wäre, sondern nur der Wald daneben. Und die Wegweiser stehen ja auch oben und unten und weisen den Weg. Einwandfrei. Anderes Ding, der Reitsteig, ganz böse. Das rote Schild dort weiß ich nicht zu deuten, einerseits scheint da sich jemand von der Nationalparkverwaltung schon drum zu kümmern, und ich sehe ein, die sollen ruhig erst einmal im Kirnitzschtal und jetzt an der Sense Licht machen, anderseits, wie das Schild gemacht ist, ordentlich ausgeführt, das soll da offenbar länger stehen. Also aufpassen.

  2. Ein schönes Teil, diese “große Schwester” der Halbjapanerin! Ich freue mich darauf, das Gerät mal in Aktion zu erleben.
    Umweltgerecht ist sehr lobenswert, geräuscharm ist für den speziellen Einsatzzweck eine noch wertvollere Eigenschaft. 😉
    Und vor allem ist das Gerät analog, von der DigitalSister nicht zu orten. 😀
    Ich bin begeistert.
    Jawohl: Ein schöner Beitrag und ein guter Denkanstoß.

  3. Sarkasmus an: << Für einzelne Stämme ist so eine Säge sicherlich was feines und ausreichend. Für große Holzmengen wie am Hochhübelweg und Reitsteig aber bestimmt auf Dauer zu anstrengend. Da hat man in Brasilien eine bessere Methode erfunden, da wird der Wald einfach angezündet und schon sind paar Hektar weg. Deshalb wird wohl künftig ein Feuerzeug und Brandbeschleuniger in jeden Rucksack eines Kernzonenwanderers gehören. Und da die Feuerwehr ja nur noch schlecht an die Einsatzorte rankommt, ist der Erfolg garantiert. Wenn die NPV weiter so wirtschaftet und die umgefallenen Baumstämme nicht beseitigt, sollte sie sich nicht wundern, wenn Wanderer künftig zu besonderen Methoden der Selbsthilfe greifen. >> Sarkasmus aus

  4. Ein Rechtfertigungsfeld bietet sich am großen Hochhübelweg und als Übungsfeld kann auch der Reitsteig dienen. Soo viel Totholzwald liegt da nun auch nicht im Weg. Und was ist das gewollte wutige Schwitzen schon gegen das erbärmliche kriecherische Buckelkrümmen.

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