Rundwanderung Rathen – Schwedenlöcher – Rathewalde – Rathen

Bild 1: Blick zur Großen Gans

Vom Bahnhof „Kurort Rathen“ startend benutzten wir zunächst die Fähre und liefen dann in den Ort hinein. Am Abzweig zum Amselsee bogen wir nach links in den Amselgrund. Vorbei an der Fischzucht (Foto 1) und dem Eingang zur Felsenbühne erreichten wir den Amselsee, einen kleinen Stausee (Foto 2). Hier könnte man ein Ruderboot mieten und auf dem See umherschippern. Wir wanderten jedoch linksseitig weiter und immer geradeaus Richtung Rathewalde. Bevor der Weg stärker anzusteigen beginnt, biegt links der Wanderweg in die Schwedenlöcher ab [blauer Strich]. Nach Überquerung des kleinen Bachs beginnt es über Treppen steil bergan zu gehen (Foto 3). Nach einigen Minuten erreicht man die Felswände. Am Fels „Schwedenturm“ führt der Weg in die Felsklamm hinein. Über Leitern, Stufen, Plattformen und durch kleine Tunnel geht es in eine faszinierende Sandsteinfelsenwelt. Nach jeder Biegung gibt es Neues zu schauen (Foto 4).

Nach etwa zwei Dritteln des Aufstieges biegt der Weg nach links in einen Seitengrund ab, geradeaus führten früher die „Wilden Schwedenlöcher“ (Foto 5) weiter, die jedoch heutzutage nicht mehr passierbar sind. Nach weiteren Minuten des schweißtreibenden Anstieges (Foto 6) erreicht man die Plateauhöhe an einem kleinen Rastplatz. Doch sollte man hier noch nicht rasten, sondern geradeaus gehend den Wanderweg verlassen und zur kleinen, aber feinen Aussicht an der „Kleinen Gans“ gehen. Hier öffnet sich ein prächtiger Blick auf die Basteifelsen und dahinter einige der großen Tafelberge (Foto 7).

Hat man genug gesehen, so kehrt man zum Wanderweg zurück und läuft weiter in Richtung Basteistraße. An einer Weggabelung hielten wir uns rechts (links würde man zur Bastei gelangen). Mehr oder weniger parallel zur Basteistraße wanderten wir in Richtung Rathewalde [gelber Strich]. Später bog der Weg leicht nach rechts ab und führte als „Rathewalder Fußweg“ weiter (Foto 8).

Nach einigen Minuten, kurz vor dem Ort, passiert man noch eine alte Sandsteinbrücke (Foto 9). Dann geht es kurz bergan an einer alten Eiche vorbei. Bemerkenswert ist auch rechts ein Haus mit einer lateinischen Inschrift. Links steht wiederum ein schöner alter Bauernhof, der leider unbewohnt ist und allmählich verfällt (Foto 10). Wenig später ist man im Dorfzentrum angekommen und kann einen Blick in die kleine Kirche werfen (Foto 11), sofern diese geöffnet ist. Auf der Empore gibt es eine kleine Ausstellung zur lokalen Geschichte, z.B. des Denkmals auf dem Hohburkersdorfer Rundblick/Napoleonlinde. Dieser Ausblick könnte mit einem kleinen Abstecher von unserer Tour erwandert werden (+ 2,5 km, + 110 Höhenmeter). Wir machten jedoch kehrt und besuchten die Gaststätte Lindengarten, wo wir im Biergarten leckere Speisen und Getränke zu uns nahmen.

Dann ging es wieder talwärts in Richtung Rathen [Malerweg, blauer Strich]. Zunächst passiert man im oberen Teil des Amselgrundes die alte Rathewalder Mühle, wo sich eine weitere Einkehrmöglichkeit befindet. Hier wird seit Jahren gebaut, ich weiß nicht, ob diese Arbeiten jemals abgeschlossen sein werden (Fotos 12+13). Danach beginnt wieder die wilde Natur. Nach einigen Minuten öffnet sich der Blick schon in den Talkessel des Amselgrundes, ein wildromantisches Panorama (Foto 14). Etwas steiler am rauschenden Bach hinab erreicht man die Amselfallbaude. Auch hier kann man einkehren, zudem gibt es eine Infostelle der Nationalparkverwaltung. Gegen eine kleine Gebühr kann man auch den Amselfall zum Leben erwecken, dabei wird ein kleiner Wasserspeicher geöffnet (Foto 15).

Auf breiter werdendem Weg geht es weiter, und schon bald ist der Abzweig in die Schwedenlöcher wieder erreicht. Am Amselsee überquerten wir den Bach und wanderten jetzt am anderen Ufer des Amselsees weiter (Foto 16). Über die Staumauer gelangten wir später zurück auf den Hauptweg. An der bereits erwähnten Fischzucht kann man jetzt noch eine frische Räucherforelle erstehen, bevor man den Rückweg zum Bahnhof antritt.

Wegstrecke etwas 9,5 km, Anstiege etwa 250 Höhenmeter. Trittsicherheit erforderlich.
Eine etwas umfangreichere Bildstrecke können Sie sich hier anschauen.

Ein Gedanke zu „Rundwanderung Rathen – Schwedenlöcher – Rathewalde – Rathen

  1. Ein schöner Beitrag und eine super Tour, kann ich wirklich auch empfehlen. Ich bin sie schon, ähnlich aber andersrum gewandert. Startpunkt war bei mir der Parkplatz in Rathewalde.

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