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Neues aus den Medien

Es brennt oder brannte wieder in der Böhmischen Schweiz. Zwischen Kanapee und Rudolfstein.

Ein Black Hawk bringt Wasser aus dem größten See des Elbsandsteingebirges bei Alt-Ohlisch.

 

 

https://www.facebook.com/share/p/16kSCQv7qs/

Wenn man den Kommentaren glauben kann, ist er schon gelöscht. Sieht auf den Bildern so aus, als hätte es vorwiegend im Buchenwald gebrannt. Puuuh. Genau in solchen Ecken wie Rudolfstein sollte ja nichts passieren ...

Jawohl!

 

 

https://www.facebook.com/share/p/19StcJz1vJ/

Und die Sächsische Zeitung meldet (hinter Paywall), dass der Brand am Koliště war. Ganz schön weit vom Rudolfstein. Und es gab noch weitere Brände:

Einen weiteren, kleineren Brand entdeckten tschechische Ranger auf der anderen Elbseite am Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg). Sie löschten die illegale Feuerstelle ab. Einen ähnlichen Vorfall gab es bei Dolní Žleb.

Und in der Jungen Heide bei Dresden brennt es auch, soll auch unter Kontrolle sein. Jeff Bezos (Amazon) könnte hier wieder ironisch sagen: It is just day one.

Zu #1990, hatte ich Bauchschmerzen, Wildboofer nutzen „unsere“ freigeschnittene Wege, um abseits mit Lagerfeuer zu campen. Dazu wurde ich beruhigt, die jüngsten Brandstellen im NP lagen woanders. Zum aktuellen Großbrand in Gohrischheide hat Zwinki ein Interview im MDR mit dem Brandexperten Alexander Held hochgeladen, in dem dieser Brandbekämpfungausstattung in Sachsen würdigte. Er hinterfragt allerdings Prävention vor möglichen Bränden, wenn z.B. keine Feuerwehr kommen kann und Löschflugzeuge nicht zum rechtzeitigen Erstangriff. Ist recht aufschlussreich und ich nehme aber auch mit, solche Gebiete müssen auch schnell erreichbar sein. Zugewuchert ist eher schlecht.

SZ: wiederholte Nachtkontrolle der Ranger mit Polizei, Heli mit Wärmebildkamera im NP am Samstagabend auf Wildboofen. Ab der Waldbrandstufe 4 bleibt es nicht mehr bei Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Anzeigen werden an Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Meinen News-Beitrag hier über "Rezepte zur Wegpflege" musste ich nach unserer gestrigen Schneidetour auf dem Thorwalder Reitsteig noch einmal mächtig aufmotzen - neue Bilder, weitere Berichte, neue Erkenntnisse.

Ich revidiere meine alten Ansichten, die Probleme sind in abnehmender Reihenfolge:

1. Brombeerranken
2.+3. Adlerfarn und Birken (kämpfen noch um Platz 2)
4. Jungfichten, außer, wenn sie schon zu weit gewuchert sind.

Ich denke, Farn und Birken kann der gemeinnützige Wanderer selbst zurückhalten (sofern es nicht schon von höherer Stelle getan wird), bei Jungfichten hilft vielleicht, in größeren Zeitabständen die Äste zu kürzen (die beste Methode wird noch gesucht), aber die Brombeeren ... das sind Monster. Und durch die stiefelt man nicht einfach so durch.

Ich weiß nicht, ob 2025 ein besonders "Brombeerjahr" ist. In Dresden-Laubegast wuchern sie nun schon seit ein paar Jahren im Rekordtempo. Auf jeden Fall ist 2025 ein Adlerfarnjahr.

Mit dem Adlerfarn kommt man schon klar. Außer, wenn er mit Totholz durchsetzt ist.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Wandern, sogar schon der Anweg zum Gipfel, ist richtiger Sport geworden. Ein geeigneter Name dafür wird sich bestimmt noch finden.

Hochgeladene Dateien:
  • 40437_grueneHoelle.jpg

Für mich kommt noch ein Problem dazu - die Angst vor Zecken - speziell im hohen Farn fürchte ich überfallen zu werden.

Also, früher hieß es: Boofe mit Farn auslegen, das schreckt die Holzböcke ab. Ich wusste damals noch gar nicht, was ein Holzbock ist. Aber nach allem, was ich so über Adlerfarn las, könnte das sogar stimmen. Die klettern lieber auf Gräser, das ist bequemer (auf den Farnblättern rubbelt es immer so beim Laufen). Und ja, ich hatte am Mondtag eine Zecke, aber offenbar, weil wir lange durch hohes, nasses Gras liefen (Nässe mögen die Viecher ja). Zudem illegal, das war vermutlich eine Strafzecke. Während unsere Bielatal-Odysse zu Backfisch und Doggenturm bei allen vieren zeckenfrei ablief.

Vielleicht ist hier im Forum ein Zeckologe, der das bestätigen kann.

Aber giftsch ist der Farn. Bei empfindlichen Typen soll er sogar schon bei Berührung allergische Reaktionen auslösen können. Doch solche Typen dürfen sowieso nicht in solches Gelände 🙂

Achso? Ich dachte immer der Farn auf dem Lager wäre der Versuch einer Art Polsterung. Ich hab auf dem Sand aber sowieso kaum mal ein Insekt gesehen - die Ameisenlöwen waren da eigentlich auch nie. Aber kann schon sein, dass Farn weniger besiedelt ist, Gras ist es auf jeden Fall und im Heide- und Blaubeerkraut sitzen die Monster auch. Wir rasteten mal auf einem schönen Stein mit schmucker Heidelbeer-Begrünung und ich hatte nur meinen Imbiss neben mich gelegt, hab einen Beerenbusch mit der Hand gestreift  - schwupps, schon war ich überfallen. Als hätte die nur auf mich gewartet. Wir sind dann auf weniger hübsche Steine im sterilen Sandbett umgestiegen 🙂