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Boofen: PM vom DAV Sachsen - hier gibt es die aktuelle Entwicklung: Link

Die Mitteilung des Umweltministeriums, die halbjährliche Beschränkung weiterhin durchzusetzen, gehen die Bergsportverbände nicht mit. Es wurde sehr, sehr viel verhandelt und diskutiert, das Ergebnis stellt nicht zufrieden. Vor allem die Pressemitteilung von heute (27.11.25) lesen.

Siehe auch Rolf Böhms Eintrag hierzu.

Was soll das jetzt wieder, eine Schulung als Voraussetzung zum Boofen? So ein Unsinn. Früher haben wir wochenlang gebooft, ohne "Schulung", auch mit Feuer. Wenn ich jetzt vielleicht einmal im Jahr mal eine Nacht boofen will, dazu brauche ich keine Schulung, ich weiß, wie das funktioniert, und viele andere sicherlich auch.

Zitat von Roland am 28. November 2025, 09:05 Uhr

Was soll das jetzt wieder, eine Schulung als Voraussetzung zum Boofen? So ein Unsinn. Früher haben wir wochenlang gebooft, ohne "Schulung", auch mit Feuer. Wenn ich jetzt vielleicht einmal im Jahr mal eine Nacht boofen will, dazu brauche ich keine Schulung, ich weiß, wie das funktioniert, und viele andere sicherlich auch.

Zugegeben, das mutet komisch für uns an, aber Du vergisst, dass sich das Publikum geändert hat. Hier kommen viele Abenteurer von sonstwo, oft mit Null Ahnung. Du siehst es ja schon an den Bergunfällen von Wanderern - "Mittelgebirge, das ist ja unkritisch".

@Zwinki: Das kann nicht sein, denn boofen ist ja nur in Verbindung mit klettern erlaubt, aber nicht für "Abenteurer" von sonstwo. Und die Kletterer kennen sich aus, die brauchen keine Umschulung. Also sinnlos. Die Ranger brauchen vielmehr eine Umschulung, nämlich diese genannten "Abenteurer", die beim Boofen erwischt werden, nach dem Abkassieren hochkannt rauszuschmeißen.

Na Roland, vielleicht habe ich es übersehen, aber ich habe im letzten Lösungsvorschlag nicht mehr von Kletterausübung gelesen ... was ja eigentlich auch ein butterweicher Vorsatz ist, denn wie soll denn praktisch rechtssicher meine Ausübung überprüft werden. Muss ich vorher in der Wand gesehen werden, oder reicht es ein Seil oder paar Kletterschuhe vorzuzeigen? Ich kann aber ja auch ohne Seil und ohne Schuhe und ohne Sicherung klettern ...

Nee, ich finde den Vorschlag recht praktikabel. Selbst wenn auch ich sage, ich habe oft Feuer gemacht und keinen Wald abgebrannt und unseren Abfall haben wir auch komplett wieder mitgenommen. Selbst wenn mal eine leere Stierblutflasche im Feuer geschmolzen wurde 🙂

Ich sehe das komplett anders . Es gibt Verhaltensregeln welche einzuhalten sind . Egal ob es sich um einen Wald oder einen Nationalpark handelt . Richtig ! Aber alle Menschen sind gleich. Solche identitären Lebenseinstellungen wie "Kletterzugänge nur für Kletterer ,die anderen erodieren den Fels und Boden" "Boofen nur im Zusammenhang mit dem Klettersport !" .    Wo das hinführt ? Das werde ich hier nicht verschriftlichen . Dieses elitäre Gehabe nützt weder den Kletterern, Wanderern und Anwohnern mit Tourismusbezug noch dem tatsächlichen Naturschutz .

@Spreewolf: Kletterzugänge dürfen laut NP-Verordnung von jedermann begangen werden. Alles andere ist gelogen. Boofen nur in Verbindung mit Klettern ist ja ein Zugeständnis an die Tradition des Sächsischen Kletterns. Immer noch besser als das komplette Boofenverbot für alle wie in der Böhmischen Schweiz. Wenn boofen für alle erlaubt wäre, das will sicherlich keiner von uns, wenn man an die vielen Idioten denkt, die mit Handykarten, Feuerzeug und Shisha-Pfeife unterwegs sind.

@Andreas P.: Genau das ist der springende Punkt, daß beim Boofen die Ausübung des Klettersports bisher nicht richtig überprüft wurde und weswegen die Ranger eine Umschulung brauchen. Die Mehrzahl der Boofenden sind keine Kletterer! Wenn eine Gruppe booft, und bei einer Kontrolle können Kletterrucksäcke, Seile, Kletterschuhe usw. vorgezeigt werden, ist alles OK. Aber wenn eine Gruppe Abenteurer angetroffen wird, die behauptet, sie hätten keine Ausrüstung und würden nur barfuß klettern, ist das zu 100 Prozent verdächtig. Nur eine absolute Minderheit der Kletterer klettert free solo, und noch viel weniger barfuß. Also muß der Ranger gezielte Fragen stellen, welchen Gipfel oder Kletterweg habt ihr denn gemacht, oder wollt ihr machen? Es müssen Namen, Schwierigkeitsgrade, Einzelheiten usw. genannt werden können, ein richtiger Kletterer, auch wenn er Anfänger ist, kann das. Und schon fliegt die Sache auf. Beispiel: eine Gruppe wird in der Boofe am Winterstein kontrolliert, welche Gipfel/Wege kann man denn dort in der Nähe free solo/barfuß machen? Riß z.B. ist barfuß schwierig. Und man muß ja den Gipfel wieder free solo abklettern! Da gibt's nicht viel. Pechofenstein AW 1, oder viel weiter hinten Großes Bärenhorn Bergweg 1. Und der ist für Anfänger ganz schön ausgesetzt und nicht einfach. Und da müssen die Ranger sich auskennen, und wenn da keine plausiblen Antworten kommen, dann ist die Kletterabsicht nicht nachgewiesen, also Rausschmiß aus der Boofe.

1000% Zustimmung an spreewolf.

Sowas stößt mir extrem sauer auf. Jeder Kletterer ist per Definition nichts anderes als ein Abenteuertourist.

Das übernachten im Freien haben die beim besten Willen nicht erfunden. Absolut gruslig, diese Zusammenhänge.

Abgesehen davon, entsteht durch das Sportklettern ein weitaus größerer "Schaden" an den Felsen (geschützte Biotope).

Leute, die sich draußen daneben benehmen, sind keine Abenteuertouristen, sondern einfach Leute die sich draußen daneben nehmen.

@Roland - Idioten mit "Handykarten":

Ich hab sämtliche historische Wanderkarten und Böhmkarten für mich digitalisiert und aufn smartphone. Ansonsten bin ich zu 95% mit mapy.cz unterwegs.

@fichtenfechter: Dann ist ja alles richtig, wie die Tschechen das machen, Boofen-Komplettverbot für alle in der Böhmischen Schweiz. Gleichbehandlung für alle. Wenn ich die verschiedenen Meinungen dazu hier höre, bin ich jetzt mittlerweile auch dafür, Boofen auch bei uns im NP komplett für alle zu verbieten. Das vereinfacht vieles. Da gäbs auch nicht diesen Ärger mit dem "zeitlich befristeten" Boofenverbot. Wer will, kann ja trotzdem noch illegal boofen, genau wie die Tramps in Tschechien. Wäre mir auch sehr recht, könnte ich gleich eine neue Video-Serie erfinden "Verbotenes Boofen" 😊 . Im Übrigen wird sich wohl die Abnutzung an Kletterfelsen nicht viel nehmen mit der Abnutzung an gewissen Wanderwegen, siehe die tiefen Rillen am Schrammsteine-Gratweg. Zu den Handykarten: Du kennst dich ja auch gut aus und benutzt die Karten richtig, mapy.com ist super, aber ich meinte ja die Leute, die sowas nutzen und keine Ahnung haben, siehe Beispiel unlängst am Papststein, trotz Handykarte verlaufen und dann die Bergwacht gerufen. Oder wie in den Schrammsteinen, bei Funkloch keine Handykarte mehr und statt nach Süden, wo ihr Auto steht (und die Sonne!) nach Norden abgestiegen, verlaufen und dann die Bergwacht gerufen. Hab auch schon junge Leute am Königsplatz mit Handykarte getroffen, die den Raumberg für den Rosenberg gehalten haben, oder mit Handy in der Hand am Wolfsberg peilten und mich fragten, wie denn dort vorn der "komische Berg mit dem Knubbel oben drauf" heißt. Die meinten den Zirkelstein.

Am Kaiserstuhl im badischen streiten sich  „hippe“ frischgebackene Wildnishüter mit Vertretern der in fast zehn Generationen mühsam aufgeforsteten Gemeindewälder um den Naturschutz. Zwinki hat aktuelle Beiträge zusammengefasst. Ist zwar von uns weit weg, aber vielleicht (?) nicht zu hoch.

Wohin das führt, oder eben auch nicht, zeigen Bilder vom Begangsteig auf seiner Wegekarte.

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