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Neues aus den Medien

Fragwürdiges Vorgehen beim Boofen - im neuen Mitteilungsblatt des SBB ist auf S.64 ein sehr guter, kurzer Artikel erschienen über die bedenkliche aktuelle Entwicklung und den Protest der DAV-Sektionen (zu denen ja auch der SBB gehört): hier anklicken, am einfachsten im Dreipunktmenü rechts unten Seitenansicht wählen, Seite 66 anklicken. Die drei Jahre zähen Verhandlungen der Projektgruppe wurde durch eine Referatsleiterin im SMUL in die Tonne getreten, es soll bei der bisherigen halbjährlichen Sperrung bleiben, die fachlich nicht begründet ist (kein Zusammenhang mit der Störung von geschützten Vogelarten). Noch wilder: Wer den Artikel im SSI-Heft 42 liest, erfährt sogar, dass die Wanderfalken in der Nähe von stärker frequentierten Stellen (sogar Bastei!) besonders erfolgreich brüteten. Vermutung: Deren Hauptfeind, der Uhu, traut sich dort nicht so einfach hin. Natur tickt eben manchmal anders, als ihre Schützer behaupten 🙂

Auf Seite 52 der Bergfreund J. T. aus Zittau (Oderwitz) ist jener Kletterer, der am 19.07.2025 am Dorn (bei der Fluchtwand) in Schmilka tödlich abstürzte, Erwähnung auf Seite 66.

@Roland Was? Wo?

Zitat von Falco peregrinus am 5. Dezember 2025, 10:13 Uhr

@Roland Was? Wo?

Im Mitteilungsblatt!

"Fragwürdiges Vorgehen beim boofen"??? Ich würde eher sagen fragwürdige Vorschläge vom SBB.

Danke für die Info mit dem Mitteilungsblatt. Gottseidank bin ich dort nicht Mitglied.

Elite-Boofer ftw.

Zitat von fichtenfechter am 6. Dezember 2025, 20:56 Uhr

"Fragwürdiges Vorgehen beim boofen"??? Ich würde eher sagen fragwürdige Vorschläge vom SBB.

Nein, keine Schnapsidee vom SBB. Es wurden mehrere Konzepte angedacht, und das war das einzige, bei dem (bis auf BUND und NABU) alle zustimmten. Es war alles in Sack und Tüten - dachte man, bis unerwartet das Stop einer Referatsleiterin kam und alles gecancelt wurde. Wenn das kein fragwürdiges Vorgehen ist ...

Die Leute in der Projektgruppe haben wirklich drei Jahre um eine Lösung gekämpft. Das macht man nicht mit links. Ich war einst 10 Jahre lang bei den Bergsportverhandlungen dabei und weiß, wie aufreibend das ist ...

@fichtenfechter: Was ist ein Elite-Boofer?

Na das was sich der SBB auf Seite 64&65 des Mitteilungsblattes ausmalt, wobei mir die Hürden zum Klettern gerade auch nicht bekannt sind. Oder hätte ich mir vorher eine Berechtigung ausstellen müssen, bevor ich zum Honigstein hochwandere?

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"Grundsätzlich sollte, analog zum Klettern in der Sächsischen Schweiz, eine Hürde zum Boofen eingeführt
und so der Kreis der Berechtigten verkleinert werden. Diese „Boof-Berechtigung“ sollte die Bindung ans Klettern festigen und als vollzugsfähige Maßnahme das bisherige Paradigma „in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausübung des Klettersportes“ ablösen. Als Berechtigung war vorgesehen:

• Ausweis eines Bergsportvereins (z. B. DAV),
• Nachweis der Teilnahme an einer
Schulung zum naturverträglichen
Boofen oder
• Ehrenamtliches Engagement (z. B. Müll
sammeln, Wanderfalken bewachen, ...)"

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Das Beste ist der Satz:

"Im Zusammenhang mit dem Klettersport ist das Boofen im Nationalpark (unter Berücksichtigung für uns
selbstverständlicher Verhaltensweisen) naturverträglich."

Genau diese Verhaltensweisen der "Bergsportverbände" waren einer der Gründe, weshalb sich die IG Stiegen- und Wanderfreunde Sächsische Schweiz gegründet hat.

Das ist seltsam. Und wenn das alles wegfallen würde, und es gäbe keine Bedingungen mehr zum Boofen, und JEDER dürfte boofen, wäre es auch wieder nicht recht. Wenn man an die Folgen denkt, wenn tausende Auswärtige Abenteurer ungehemmt boofen dürften ... Ich möchte dann hier nicht die Kommentare dazu lesen ... Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Bitte erläutere doch mal deine konkrete Vorstellung, wie die perfekte Lösung des Boofen-Problems deiner Meinung nach aussehen sollte.

Hab ich vor paar Jahren mal versucht... viel hat sich seitdem nicht geändert, außer das die unsinnigen Booftickets endgültig vom Tisch sind, und von fast allen Mitgliedern dieser Projektgruppe fragwürdige Vorschläge hinzukamen, die zum Glück abgelehnt wurden.

Die aktuelle Beibehaltung der Regelung ist unter diesen Umständen noch die vernünftigste Lösung aus meiner Sicht, zumal der Passus "in Verbindung mit Ausübung des Klettersports" bekanntermaßen rechtlich keinen Belang hat.

https://felsenheimat.de/2022/01/27/boofen/

Manch Kletterer wird anderer Meinung sein, find ich auch völlig ok. Finde nur die Betrachtungsweise seitens des DAV/SBB sehr einseitig.