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Neues aus den Medien

@Lutz: Sehr schön, wir sind gespannt auf die Antwort. Konkrete Arten und Lebensräume sind durch Boofen nicht gefährdet, das hatte das Boofenverbot von 2022 bis 2025 gezeigt. ABER:
1. In Nationalparken ist Freiübernachten generell verboten. Die erlaubten Boofen sind also so schon ein großes Zugeständnis, aber NUR in Verbindung mit Klettern. So privilegiert das auch klingen mag, aber als normaler Bürger darf man auch nicht einfach so in Gewässern angeln, ohne schriftliche Erlaubnis und Angelschein. Warum nicht das Prinzip hier auch einführen?
2. Das ausufernde Problem ist, daß 90% der Boofenden keine Kletterer sind und sich nicht benehmen, Zitat der NPV "ausufernder Partytourismus, der nichts mit dem Klettern zu tun hat", "Lärm bis tief in die Nacht, Vermüllung, Fäkalien, Feuer usw." Und ehrlich gesagt, das gefällt uns Wanderern und Kletterern doch auch nicht, oder?
3. Die Ranger kommen natürlich dann nicht mehr hinterher mit Kontrollen, besonders an Wochenenden und Feiertagen, dazu dann noch die Gefahr von Lagerfeuer.
4. Die NPV (+ Umweltministerium) hat sich keinen Rat mehr gewußt, ein (halbjährliches) Boofenverbot ist die Folge. Angesichts des oben Gesagten sogar verständlich. Die 10% boofenden Kletterer, die wissen, wie man sich benimmt, sind jetzt leider die Leidtragenden und müssen das ausbaden. Hier müßte auf alle Fälle eine Ausnahme gemacht werden, wer im 1. Halbjahr booft und seinen Bergsteigerausweis und einen Kletterrucksack mit Inhalt vorzeigen kann, bleibt ungeschoren.
5. Das Problem insgesamt ist nur im 1. Halbjahr gelöst. Was ist, wenn alle "Partyboofer" dann im 2. Halbjahr kommen? Gut, von Juni bis Ende August könnte man noch wegen Waldbrandgefahr das Boofen verbieten. Kann man nur hoffen, daß viele dann keinen Urlaub mehr haben.

Bitte auch an die Begeher des Malerweges denken ...

Es gibt viele, die das als 3 bis 4 Mehrtagestour hintereinander machen. Im Gegensatz zum Forststeig gibt es hier keine Waldhütten. Im Verlauf der ofiziellen 4. und 5. Etappe wird dann "irgendwo" gebooft.

Auffällig viele Lagerfeuerbrände sind entlang dieser Route: zBsp

  • Wehlen Schwarzberg
  • Schrammsteine Neptun
  • Auf der Glocke
  • Brand an der Goldsteinaussicht
  • Brand am Großen Winterberg

 

Auf Teufelsturm Forum stehen ein paar Filme als Link drin. „Seile am Sandstein“ stand hier schon, aber andere vielleicht noch nicht.

Zitat von Fossil am 8. Februar 2026, 18:47 Uhr

Auf Teufelsturm Forum stehen ein paar Filme als Link drin. „Seile am Sandstein“ stand hier schon, aber andere vielleicht noch nicht.

Aber der von Adrspach noch nicht. Das ist der eigentliche Clou. Geht auch ohne FB-Login (ich werde nie eines haben), für 1-2 Wochen habe ich es noch auf https://www.rotweinundradieschen.de/adrspach65.mp4 (199MB, kann man lokal ansehen).

@Zwinki: Sehr schön, vielen Dank. Bei 1:07 der berühmte Talweg 8b auf den Hlaska/Wachturm, mit einfacher Schultersicherung und vom Ring gesichert (Sturzfaktor! und das mit dem Seil) einer der schwersten Risse, von 1956!, dort kann es schon mal passieren, daß man weiter oben vor Anstrengung kotzen muß. Kam auch mal bei Biwak. War in den letzten Jahren nicht mehr vom Weg aus zu sehen, weil zugewachsen, ist jetzt aber laut neueren Fotos wieder etwas freigeschnitten.

Ja, bei Biwak hangelte das eine Nachsteigerin, weil sie offenbar keinen Riss konnte 😉 Neue Zeiten. Manfred Großer soll angeblich für diesen Riss extra breite Igelittlatschen gehabt haben. Ich habe mal drunter gestanden - nur gucken, nicht anfassen - es war eine andere Welt. Wand steigt mit Riss zum Himmel auf, drei Ringe links, drei rechts, alle guckten ein Stück aus der Wand heraus. Das Schaudern vergisst man nie.

Ich hatte es 82 zur Kleinen Guillotine im Vorstieg gebracht: Alles ohne jeden Griff und Tritt - aus einem Schulterriss heraus über einen Spreizkamin hinweg in den Schulterriss gegenüber hinein, ging dann irgendwie mit Reibung an senkrechter Wand. Auch die paar Meter Ausstieg waren ein Gestein, dass es bei uns nicht gibt - komplett glatt, nur Buckel. Die Wege dort zählen zum Beeindruckendsten, was ich so gemacht habe ...

Auf der NP-Website wurde der „neue“ Evaluierungsbericht der Europarc nach zwei Jahren Ausarbeitung eingestellt, an dem auch unser Ulf Zimmermann als Vertreter der AG Nationalparke mitarbeitete.

Wesentlich erscheint mir die genannte Fortschreibung des Wegeplanes mit dem Ziel, die Wegedichte nicht zu erhöhen und durch Besucherlenkung eine Entzerrung des hohen Gästeaufkommens mit Entlastung der NLP-Gebiete zu erreichen. Dazu werden mehr Ranger gefordert und die Reduzierung der Brandlast lediglich entlang an Straßen und Rettungswegen. Dem NP wird  ein dauerhaftes zugängliches Einsatzwegenetz bescheinigt.

🙂 Das Bestreben den NLP in den nächsten Jahrzehnten  in allen Belangen weiter auszubauen besteht fort . Die NLPverw.  schätzt ein , daß die Akzeptanz  bei den Anliegern gesunken ist . Sicher ist das auch einer der Gründe weshalb sich eine BI zur Schaffung eines Naturparks etabliert hat . Die erneuerte Evaluation ist lesenswert .

Zitat von spreewolf am 13. Februar 2026, 22:53 Uhr

🙂 Das Bestreben den NLP in den nächsten Jahrzehnten  in allen Belangen weiter auszubauen besteht fort . Die NLPverw.  schätzt ein , daß die Akzeptanz  bei den Anliegern gesunken ist . Sicher ist das auch einer der Gründe weshalb sich eine BI zur Schaffung eines Naturparks etabliert hat . Die erneuerte Evaluation ist lesenswert .

aber immer noch nicht abgeschlossen.

SZ: Auf dem vorderen Basteiparkplatz soll ein neuer 50 m hoher Mobilfunkmast gebaut werden. Ganz wichtig für die Urlauber, "zum Versenden und Empfangen von WhatsApp-Nachrichten, Surfen im Netz, und damit der Gast seine schönen Fotos aus der Sächsischen Schweiz versenden kann." (Hallo, guck mal, wir sind grad auf der Bastei, Hallo hier ein Bild von unserer Pizza usw. usw.)
"Um die Attraktivität unserer Tourismusregion nachhaltig zu stärken, ist ein flächendeckendes und leistungsfähiges Mobilfunknetz heute unerlässlich. Die Erwartungshaltung der Gäste hat sich gewandelt“, sagt Landrat und Tourismusverbandsvorsitzender Michael Geisler (CDU).
"Touristen möchten ihre Erlebnisse unmittelbar über Social Media teilen, Wanderrouten digital laden oder unkompliziert den öffentlichen Nahverkehr sowie die Verfügbarkeit von Gastronomieeinrichtungen prüfen."
"Damit die Sächsische Schweiz als Tourismusdestination im digitalen Zeitalter konkurrenzfähig bleibt, müssen diese Infrastrukturlücken geschlossen werden. Nur so können wir den Service bieten, den moderne Reisende voraussetzen."

Wie haben wir das bloß früher gemacht, gewandert (aber auf allen! Wegen), geklettert, gebooft, Feuer gemacht, s/w fotografiert, in die Kneipe gegangen, geparkt, mit Bus, Zug und Dampfer gefahren, ins Tourist-Wanderheft geguckt, die Festung Königstein besucht und die Kahnfahrt Hinterhermsdorf, Ansichtskarten verschickt, alles ohne Handy. Was uns dadurch alles gefehlt hat … schrecklich.

PS Von Notfällen, wo kein Handyempfang vorliegt, war im Artikel keine Rede. Zu DDR-Zeiten mußte mal einer von uns wegen eines Kletterunfalls hoch oben in Schmilka bei den Verborgenen Türmen runterrennen zum öffentlichen Telefon ... Mit der Bergwacht kam er dann wieder hoch. Abends ist er nochmal mit runter in die Kneipe, danach im finstern wieder mit hoch in die Besen-Boofe ...