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Neues aus den Medien

Mehrere Mitglieder der BI Naturpark wurden kürzlich als Sachverständige zur öffentlichen Anhörung im Landtagsumweltausschuss geladen. Das kann man sicherlich als Erfolg werten.

https://www.naturpark-saechsische-schweiz.de/aktuelles_12_06_2026.html

SZ: die grüne Landtagsfraktion und (?) der ehemalige Umweltminister Günther hatten auf Burg Hohnstein zu einem Praxisforum „Nationalparkregionen: Schutz, Wertschöpfung und Akzeptanz“ geladen. Hanka Owsian und BM Daniel Brade, beide bei der BI Naturpark bemängeln die Hoheit der Landesregierung über NP und LSG besonders zu Lasten der Handlungsfähigkeit betroffener Gemeinden…. Hier noch ein Verweis auf Rolf  Böhms Neuigkeiten zum Thema Umweltausschuss.

Danke SZ für den Bericht, schön wäre mehr Aufmerksamkeit zu diesen Themen auch betreffs Landtagsumweltausschüsse u.ä., da reichen auch Kurzinfos mit Verweisen, um dem seriösen, öffentlichen Infoangebot voll gerecht zu werden, auch wenn es mal heikel erscheint. Es wäre schade, wenn Tik-ToX &Co das übernehmen.

Der MDR berichtet mit Bestätigung Hrensko‘s  vom vollständig geöffneten Wanderweg inkl. Kahnfahrt in der Edmundsklamm bis 25 Pers. von 10-17 Uhr. Der Nachbar-NP beräumte umgestürzte Bäume und lose Felsgesteine, kassiert wird ab Eingang, von Online-buchung stand nichts.

Rolf Böhm hat auf seiner Homepage seinen protokollierten Redebeitrag online gestellt, von der Anhörung zu Grünen- und BSW-Anträgen zum NP vor dem Ausschuss für Umwelt etc. Der ist nicht lang, den sollte man mal ansehen. Und dann noch die komplette offizielle Mitschrift; ich empfehle mal einen Blick in den Beitrag vom neuen SBB-Vorsitzenden Ludwig Trojok auf S.28 (nicht lang) und seinen Diskussionsbeitrag auf S.47. Der einzige, der m.E. das leidige Thema Prozessschutz überhaupt erwähnt hat (und ad absurdum geführt 🙂 ... naja, intern wird im SBB viel darüber gelesen und geredet.

Zusammen mit dem sehr schönen arte-Film über Waldbrand und Nationalpark, der hier ja schon zitiert wurde, doch ein gewisser Druck mit Hoffnung auf Veränderung, auch wenn niemand an Wunder glauben sollte. Der springende Punkt ist doch nicht "Naturschutz ja oder nein", sondern wie man Naturschutz auffasst.

Prognose für die Waldbrandgefährdung im NP übrigens momentan "geringe Gefahr" und selbst in 3 Tagen nur "mittlere Gefahr" (dabei drohen erstmals Temperaturen um die 40 Grad). Das verstehe, wer will. Gestern erst wieder einen Raucher am Eingang des Weißbachtals angesprochen (ich gebe zu, mein Mitwanderer hat das getan). Ach ja, hier gleich in eigener Sache:

Totholz-Sturmbahn Weißbachtal.

Unser neuestes Abenteuer.

Ich hab die 3 Stunden Video Landtag geguckt. 35 Jahre nach Gründung des NP haben die Politiker, Fachleute und sogenannten "Experten" null Ahnung, wie die Verhältnisse in der Sächsischen Schweiz wirklich sind. Da kommen Äußerungen wie z.B. "Kommunen innerhalb der Kernzone", "Der Nationalpark erhält 17 Mill. Euro jedes Jahr, wie will sich dann ein Naturpark finanzieren, wenn das wegfällt" usw. Der Hammer: "Zwischen NPV und den Menschen findet ein enger Austausch statt, jeder einzelne Weg wird besprochen, jeder hat ein Mitspracherecht"! (Aschenbrand). "Wenn tote Stämme umfallen, liegen sie am Boden und saugen sich voll Wasser, so daß sie keine Brandgefahr mehr sind, Untersuchungen im bayrischen Wald(!) hätten das gezeigt, und im Schutz der zusammengefallenen Bäume entwickelt sich dann ein gesunder Mischwald" (Stodian, NP Jasmund). Das kann nie etwas werden, solange es solche Leute gibt. Danke deshalb an Rolf Böhm, Daniel Brade, Hanka Owsian usw. für ihre sehr guten Argumente.

Heute nachmittag wieder ein Tiefflug eines Eurofighter, von Dohna kommend, mit lautem Dröhnen von Pirna aus in geringer Höhe das Elbtal entlang bis nach Bad Schandau, dann nordwärts abgedreht. Trotz ständiger Proteste "Tiefflüge gehören zur Ausbildung von Militärpiloten" (sächsische.de)

Selbstredend muß das Militär üben . Ob das nun im Elbi sein muß weiß ich nicht . Zu DDR-Zeiten bin ich mit täglichem Überschallknall und Kondensstreifen am Himmel aufgewachsen . Die Fluganzahl war um ein vielfaches höher . Die Kühe gaben trotzdem Milch !

Aber damit wird der "Nationalpark" natürlich relativiert !

Zitat von spreewolf am 24. Juni 2026, 18:29 Uhr

Selbstredend muß das Militär üben . Ob das nun im Elbi sein muß weiß ich nicht . Zu DDR-Zeiten bin ich mit täglichem Überschallknall und Kondensstreifen am Himmel aufgewachsen . Die Fluganzahl war um ein vielfaches höher . Die Kühe gaben trotzdem Milch !

Aber die war dann sauer 😉

Nee, da hast Du offenbar noch keinen Tiefflug live erlebt. Das hörte ich zu DDR-Zeiten nur einmal - wir dachten, jemand würde eine Kanone abfeuern. Wenn so ein Tornado/Eurofighter 150m über Dir kurvt, ist der Lärm einfach unvorstellbar. Es sind Urlauber deswegen nicht wiedergekommen: Das wollen wir nicht nochmal haben, sagten sie. Über dem Schandauer Marktplatz konnten sie die Piloten in der Kanzel erkennen, und knapp über dem Obrigensteig donnerte auch mal so einer über mich. Und ein Eurofighter umrundete den Falkenstein, als wir auf dem mittleren Lagerwächter saßen, mit Reporter der Süddeutschen, dessen Artikel dann aber völlig verstümmelt wurde.

Die haben vor vielen Jahren sogar einen Steigflug im Heringsgrundkessel durchgeführt. Die SSI kämpft schon seit Jahrzehnten dagegen (war einer der vielen Anlässe der Gründung), es hatte auch gewirkt. Jetzt dürfte der Geldmangel die beste Gegenmaßnahme sein. Trotz der Rüstungsmilliarden. Nahkampf mit Kampfjet im Tiefflug ist sowieso out - die ukrainischen Drohnen lassen grüßen.

Man kann nichts machen. Tiefflüge der Bundeswehr sind rechtlich zulässig und unterliegen keinem strikten Sonderrecht in Naturschutzgebieten. Aufgrund der reaktivierten 250-Fuß-Tieffluggebiete (etwa 75 Meter) hat das Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass die Bundeswehr Naturschutzverbände anhören muss, sofern erhebliche Beeinträchtigungen drohen. Ein generelles Flugverbot besteht jedoch nicht (NABU).

Zitat von Roland am 25. Juni 2026, 07:49 Uhr

Man kann nichts machen. Tiefflüge der Bundeswehr sind rechtlich zulässig und unterliegen keinem strikten Sonderrecht in Naturschutzgebieten. Aufgrund der reaktivierten 250-Fuß-Tieffluggebiete (etwa 75 Meter) hat das Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass die Bundeswehr Naturschutzverbände anhören muss, sofern erhebliche Beeinträchtigungen drohen. Ein generelles Flugverbot besteht jedoch nicht (NABU).

Richtig. Das Problem war, dass sie auch die damals erlaubten 150m unterschritten und immer genau in diesen Momenten die Radarverfolgung aussetzte. War auch schon öfter im TV, Bilder im SSI-Heft, auch Videos gibt es. Aber es gab/gibt eine Hotline, bei der einer jedes Mal anrief, und die kannten ihn schon mit Namen (anhand der Nummer) und waren extrem genervt. Schlechte Publicity will die Bundeswehr nämlich unter keinen Umständen, jetzt erst recht (Freiwillige und so). Ich würde gern mit der Nummer helfen, habe sie aber gerade nicht parat.

Die Kahnfahrt Obere Schleuse und der Wanderweg daneben sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Ursache war das Unwetter vom 21.06., man arbeitet an der Beräumung.