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Autor Thema: Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
sandsteink-
obold
Wanderfreund
Beiträge: 39
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Beitrag Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
am 19.11.2019, 16:10
Zitat

https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article227666411/Im-Harz-verschwinden-1000-Kilometer-Wanderwege.html

Andreas P.
Stiegengeher
Beiträge: 936
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Beitrag Re: Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
am 19.11.2019, 20:36
Zitat

Ach nee! Denk ich gleich. Aber dann. Ach so … doch nicht so wild. Man bekommt nur gleich einen Schreck, weil man "Wege verschwinden" aus dem Nationalpark ja so kennt, dass sie mit künstlichen oder natürlichen Mittel unbegehbar gemacht werden und dann wirklich nach und nach verschwinden, nachdem sie vorher schon VERBOTEN waren.

Nun bin ich zwar überhaupt kein Kenner der Wege im Harz, aber wenn ich das recht verstehe, bedeutet das "verschwinden" dort nur, dass Wege aus der Liste der betreuten Wanderwege entfernt werden. Ich schlussfolgere mal, dass sie deshalb nicht gleich verboten sind und auch im Wald noch vorhanden sind und begehbar bleiben.

Also müssen die Wege einfach nur begangen werden um erhalten zu bleiben. Wenn sie niemand begeht, dann braucht sie wohl auch niemand ...

polenztale-
r
Forums-Junkie
Beiträge: 1377
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Beitrag Re: Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
am 20.11.2019, 09:14
Zitat

Auch im Nationalpark Sächsische Schweiz verschwinden Wanderwege.Aktuell ein alter Wanderweg im Polenztal. Es handelt sich hierbei um den Weg von der alten Waltersdorfer Mühle entlang der Bach in Richtung Porschdorf.100 Meter vor der Holzbrücke sind durch Unwetter Bäume vom darüber liegenden Hang über den Wanderweg gefallen .Als ehemaliger Stadtrat war ich mit Rolf Böhm den Bürgermeistern von Bad Schandau und Hohnstein und Dr.Butter am Ort des Geschehens. Seitens der NPV wurde der Neubau des betroffenen Wegeabschnittes von vorn herein abgelehnt.Grund: Die Kosten und der nachrutschende Hang.Von uns kam der Vorschlag eine Fußgängerbrücke über den alten vorhandenen Bahndamm zu errichten oder Trittsteine über den Bach zu legen.All die Vorschläge wurden von den Behörden im Keim erstickt wie man im aktuellen Heft der Sächsischen Schweiz Initiative nachlesen kann.Die Folge ist das sich dann alles auf der Wanderautobahn (Hauptweg )abspielt.Fazit :Ein uralter Wanderweg ist verschwunden. 🙁

sandsteink-
obold
Wanderfreund
Beiträge: 39
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Beitrag Re: Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
am 20.11.2019, 14:19
Zitat

Interessant wäre ja zu wissen, ob sich dieser Harzklub auch im Wanderwege im Nationalpark Harz kümmert und falls ja, ob dort Wege betroffen sind. Im Nationalpark gilt laut Webseite, "Wegegebot. Bleiben Sie auf den beschilderten Wanderwegen.", was ja quasi eine Regelung analog zu unserer Kernzone zu sein scheint.

Axel
Stiegengeher
Beiträge: 449
Permalink
Beitrag Re: Im Harz verschwinden 1000 Kilometer Wanderwege
am 21.11.2019, 15:14
Zitat

Der nächste große Aufreger ist nun nach den Borkenkäfer die sogenannte Wanderwegeoptimierung (neusprech) des Harzklubs.Scheinbar haben hier aber einige der Protestler geschlafen denn seit April 2018 steht dieses Arbeitspapier als PDF im Internet.Weitere Informationen zu den Wanderwegen befinden sich auf den Seiten des Harzklubs. Die Presse schreibt 1000 km Wanderwege werden gestrichen- falsch sie werden nicht mehr markiert und gewartet. Zum gegenwärtigen Wanderwegesysten kann man sagen: 50 000 !!! Wegweiser (im Nationalpark etwa 1500) mit einen zum Teil chaotischen Wirrwarr an Ausmarkierungen gibt es im gesamten Harz. Ich wandere schon seit Jahren in allen Teilen des Harzes und bin auf Grund der Schilderflut oftmals etwas überfordert.Viele Schilder sollen nun verschwinden und etwa 2000 neue Markierungen für durchgängige Wanderverbindungen neu dazu kommen.Über Sinn oder Unsinn kann kann hier viel gestritten werden.
Der Zustand der Wanderwege ist gegenwärtig (bzw. schon seit Jahren) oft wenig gepflegt,sehr oft sind sie von Forstfahrzeugen zerwühlt und zum Teil verwachsen. Die Brücken,Geländer,Hütten etc. oft marode,Bänke defekt und Aussichten zugewachsen. Dies sieht in den näheren Bereichen der Ortschaften und in den Touristenzentren besser aus. Was sollte hier im Wanderparadies noch schlechter werden !? (wichtig immer wasserdichte Wanderschuhe anziehen)
Der Harzklub tut allerdings hier sein bestes mit einen überalternden und knappen Personalbestand. Wer arbeitet zudem heute noch ehrenamtlich und ohne Vergütung. In diesen Bereich des Tourismus junge Leute bestimmt nicht. Hier läßt sich eben auch keine fette KOhle verdienen.Zu beachten ist hier auch die Verkehrssicherheitspflicht für die Wanderwege die niemand übernehmen möchte, aber laut Gesetz muss es bei markierten Wegen irgendjemand. Mit den nötigen Konsequenzen.
Also immer schön die alten Wanderkarten nutzen und wie einen Augapfel hüten. Rolf Böhm haben wir leider für das Gebiet nicht aber es gibt doch einige gute historische Karten und die Reprints der Landesvermessungsämter die mam nutzen kann.Bei verwachsenen Bänken und und Aussichten sollte immer die eigene Säge dabei sein. Zum Harzclub wird von auswärts wohl niemand zur Unterstützung pendeln wollen- Hut ab vor den alten Herren des Vereins.Und vor allem die alten historischen und unmarkierten Wege auch erlaufen und das nicht nur virtuell.
Zum Wegeplan des Nationalparks muss man hier nicht viel sagen,dieser wir beharrlich umgesetzt (seit Jahren auch im Internet einsehbar)und in der Realität für den Wegekenner ersichtlich.Dies ist natürlich keine Schlagzeile in den Medien wert.

Aoj Berg heil und Glück auf VOMO November 2019 (Beitrag wurde eingestellt durch Axel)

P.S. Keine Angst- alle Projekte in den 3 betroffenen Ländern Thüringen,Niedersachsen und Sachsen-Anhalt werden über Förderprogramme finanziert (heißt durch den Steuerzahler)

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