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Autor Thema:Sprengen?
Achim
Neuling
Beiträge: 10
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Beitrag Re: Sprengen?
am 06.04.2021, 10:59
Zitat

Also wird sich was entwickeln, aber was das sein wird kann niemand vorhersagen. Ob Luchs, Knotenfuß, Auerhahn, Wolf, Schwarzstorch oder was auch immer...

...ob es so kommt wie die Biologen oder die NPV das gerne hätten weiß also niemand. Da sind die Argumente gegen eine Räumung der Wege ziemlich weit her geholt. Na da könnte man doch auch ein paar Bäume zersägen...

Roland
Stiegengeher
Beiträge: 418
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Beitrag Re: Sprengen?
am 06.04.2021, 18:10
Zitat

@Andreas P.: der von dir erwähnte stängelumfassende Knotenfuß war ja gerade der Aufhänger für meine Rede, aber diese Pflanze wollte ich nicht nochmal erwähnen, das war mir doch zu zweideutig und unsittlich ... 🙂

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1164
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Beitrag Re: Sprengen?
am 06.04.2021, 18:36
Zitat

Nein Roland, da darf ich nicht nachsichtig sein. Wenn du den Knotenfuß absichtlich weggelassen hast, dann ist das ganz ganz schlimm. Denn dies ist nun mal die wichtigste aller Pflanzen im ganzen Nationalpark, ja in der Region überhaupt.

Also bitte nicht wieder machen. Hier lesen ja auch Neulinge unsere Beiträge und wenn diese bemerken, dass wir derart nachlässig sind ... hhhpfff! 🙂

Roland
Stiegengeher
Beiträge: 418
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Beitrag Re: Sprengen?
am 06.04.2021, 21:59
Zitat

@Andreas P.: Da hast du recht, deshalb reiche ich das hiermit noch nach. Auf Nachfrage zum stängelumfassenden Knotenfuß wurde durch Experten erklärt, daß diese Pflanze bei Sprengungen allergisch reagiert und sich selber einen zusätzlichen Knoten in den Stängel macht, was die Kohlendioxidzufuhr zu ihrem Fuß abschneidet, woran die Pflanze zugrunde geht. Außerdem würde das als gentechnische Veränderung gelten, welche im Nationalpark verboten ist. Vergessen hatte ich auch den Auerhahn und die Wölfe. Der Auerhahn wird bei lauten Knallgeräuschen aggressiv und könnte dem Sprengmeister die Augen aushacken. Und Wölfe reagieren negativ auf Luftvibrationen, die beim Sprengen entstehen, sie haben dann keine Lust mehr, sich zu paaren, weil sie denken, es ist alles schon vorbei, wodurch dann allerdings die Population gefährdet wäre. Sprengen ist also nicht im NP. 🙂

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1164
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Beitrag Re: Sprengen?
am 07.04.2021, 09:39
Zitat

So ist's recht 🙂
Und nebenbei bemerkt, die Druckwellen würden ja auch den Boden verdichten. Und zwar ganzflächig! Da sind dann doch die schmalen streifenförmigen Verdichtungen durch Erntemaschinen wesentlich umweltverträglicher.
Dass beim Verbrennungsprozess ganz giftige Substanzen entstehen sollte auch nicht vergessen werden.

spreewolf
Stiegengeher
Beiträge: 879
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Beitrag Re: Sprengen?
am 07.04.2021, 10:22
Zitat

Der im Artikel (Sturm und Drang ) benannte gewerbliche Sprengstoff sollte auch , gemäß seiner Beschreibung, im Wald einsetzbar sein.
😉

Mstreicher
Stiegengeher
Beiträge: 414
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Beitrag Re: Sprengen?
am 07.04.2021, 20:20
Zitat

Man hätte schon vor fünf Jahren mit dem Sprengen anfangen sollen, dann wäre der Wald vielleicht nicht vertrocknet. 😕 😀

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1164
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Beitrag Re: Sprengen?
am 07.04.2021, 22:30
Zitat

Zitat von spreewolf am 07.04.2021, 10:22
….z.B.: Semthex A und SemthexH, TNT, PLNP-10 vermutlich auch C4 sind giftig und dürfen nur im Freien verwendet werden. Hautkontakt sollte auch vermieden werden. Sprengstoffe die im Bergbau Untertage benutzt werden dürfen sind aber anwendbar. Der im Artikel aufgeführte Eurodyn 2000 (3000) sollte aber genutzt werden können. Er ist preiswert und hat ähnliche Leistungswerte wie TNT ( Detonationsgeschw. 6200 m/s / TNT 6700 m/s und die Gasvolumenentwicklung ist ähnlich , handhabungssicher, wasserunlöslich)

Dynamit-Harry hat gesprochen! 🙂

spreewolf
Stiegengeher
Beiträge: 879
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Beitrag Re: Sprengen?
am 07.04.2021, 23:02
Zitat

@Andreas: Dynamit-Harry hätte nicht mal zum Absperrposten getaugt. 😉

Mstreicher
Stiegengeher
Beiträge: 414
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Beitrag Re: Sprengen?
am 08.04.2021, 15:53
Zitat

Ich möchte hier noch mal Roland und Andreas P. danken für die sehr unterhaltsame Abhandlung zur Auswirkung von Sprengungen auf die Bewohner der Kernzone des Nationalparks, namentlich zur außerordentlichen Knotenbildung beim Fußumknotenden Stängelfass.
Eigentlich bin ich ja auch gegen Sprengungen im Nationalpark. Trotzdem möchte ich noch folgendes zur heimlichen „Wappenpflanze“ des Nationalparks zu bedenken geben:
Die Pflanze müsste durch Sprengungen nicht zwangsläufig absterben. Vielleicht würde sich durch den zusätzlichen Knoten im Stängel das Farbbildungsverhalten in der Pflanze verändern.
Die eigentlich roten Früchte der Pflanze würden sich dann abwechselnd blau und grün verfärben, was die Tarnung der Pflanze im Gelände verbessern würde.
Angenehmer Nebeneffekt: Es wäre eine neue Unterart zu beschreiben:
Streptopus amplexifolius chamäleonensis.
Was wäre das für eine Sensation!

Also doch sprengen ?

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