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Autor Thema:Fernsehtipp
DietmarWG
Administrator
Beiträge: 580
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 04.01.2020, 17:19
Zitat

Zumindest war die Einschaltquote höher als beim ZDF mit der 1. Folge von "Das Boot", was ich auch für sehr gerecht halte. An die oscarnominierte Verfilmung Buchheims Buch aus den 1980ern mit Grönemeier als Kriegsjournalist kommt eh keiner mehr ran. Aber zurück in den Sandstein.
Zum Glück rannte nicht gleich wieder ein Wolf durch's Bild und es wurde nicht nach Lithium gesucht, sondern ein handzahmer Fuchs streift durch die Wälder des Sandsteins. Dass eine Berliner Göre der Meinung ist, das sei ein Kuscheltier, das man streicheln muss, beweist das Bildungsniveau des Bundeslandes Berlin. Die Vielzahl der Handlungsstränge, Sägewerk (Wirtschaft und Familie), Berliner Familie im Urlaub (Tourismus), Juniorranger (Ökologie und Naturschutz) und letztendlich darf die Liebe auch nicht fehlen, kommen teilweise mit harten Szenenschnitten daher und ich bin das Gefühl nicht losgeworden, an manchen Stellen fehlten die Ideen, die Handlungsstränge besser zu verzahnen. Dass die Polizei in Kompaniestärke zum Suchen anrückt, halte ich für übertrieben und dass die Juniorranger im Wald ein Lager mit offenem Feuer haben, kann ich selbst mit "allen Augen zudrücken" nicht durchgehen lassen.
Ich erwarte von dieser Serie nicht, dass ich mich vorher in den ARTE-Modus umschalten muss und ich kontrolliere auch nicht auf Rolfs Karten ob die Handlungsort zeitlich so zu verknüpfen sind, sondern 90 Minuten leicht bekömmliche Unterhaltung, bei der immer alles gut ausgeht und gute Werbung für die Sächsische Schweiz. Vorallem die Landschaftsaufnahmen waren fantastisch und es stört mich auch nicht, dass ich privat keine Drohne im Sandstein nutzen darf. Eine Diskussion darüber erinnert mich an meine Kindheit - "Warum darf mein Freund Helmut bis 21 Uhr aufbleiben und ich nicht?" Dem Alter bin ich entwachsen. Die ebenerdigen Landschaftsaufnahmen sind ausgezeichnet, auch wenn man die Sächsische Schweiz örtlich-dramaturgisch manchmal arg "verdichtet" hat. Wenn ich davon ausgehe, dass der Film nicht mit einer Smartphone-Kamera gedreht wurde, sondern mit professionellem Equipment, kommt der Reiz und das Geheimnisvolle des Sandsteins gut rüber, auch wenn sicher die nächste Strasse nicht weit weg war. Wir können uns ja bei der Produktionsfirma als Roadies bewerben, um das Aufnahme-Equipment von der letzten Strasse bis zur Richter- oder Webergrotte zu transportieren und beim Dreh dann die manuelle Stromversorgung realisieren. Ich halte das für keine gute Idee.

PapstStein
Wanderfreund
Beiträge: 94
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 04.01.2020, 20:18
Zitat

Ein guter Kommentar, Dietmar. Danke dafür.

Umwege erweitern die Ortskenntnis (Kurt Tucholsky)

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1164
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 05.01.2020, 13:40
Zitat

Zitat von PapstStein am 04.01.2020, 16:20

Zitat von Karsten am 04.01.2020, 15:07
Schrottfilm, alles hanebüchen.

Hallo - es ist halt EIN FIIILLLMMM... reine Unterhaltung und kein Lexikon.

Na ich muss doch bitten! Obwohl ich keineswegs enttäuscht wurde, denn es war alles genau so unrealistisch, wie ich es auch erwartet hatte, fand ich doch noch einige Anlässe, mich besonders zu ärgern oder aufzuregen! Und selbst, wenn ich Dietmars und PapstSteins Standpunkt, es ist ein Film zur Unterhaltung, weitgehend nachvollziehen kann und auch mal die Realität zu Gunsten schöner Bilder dem Drehbuch passend verdreht werden darf - so darf es doch nicht gleich zum Märchenfilm werden und wenn die Grundregeln von Physik und Logik verletzt werden und von der beworbenen Landschaft ein überschönter, aber in der Realität nicht wiederfindbarer Eindruck entsteht, dann ist das ärgerlich und stört dann auch für mich den Unterhaltungswert.

Meine zwei Lieblings-Riff-Buchen sind dabei ein kleines Übel. Die wenigsten Menschen werden sich Gedanken machen, was für Bäume da stehen und ob das möglich ist - und ja - die zwei Stämme geben eine schöne Einstellung. Der Szenenbildner darf und soll Bäume hinstellen, wo er mag - aber er hätte sich halt schon am Standort orientieren und Birken oder Kiefernstämme nehmen können.
Aber wie gesagt - alles harmlos. Auch, dass abstürzende Menschen in solchen schlecht gemachten Filmen immer ganz dramatisch, meist rückwärts und mehrere Meter tief fallen - dann logischer Weise eigentlich kopfüber landen und in ihrer eigenen Blutlache mit zerschmetterten Knochen versterben müssten - aber im Film immer nur leicht angekratzt, sitzen oder stehen … egal!
Auch Lagerfeuer im Wald regen mich nicht auf - sind doch Ranger dabei - da passiert nix. Und außerdem sind wir das nun schon so gewohnt - wie im Bild, auf den Stufen auf dem Carolastein, wo natürlich nicht etwa auf einer der vielen Steinstufen, sondern auf der einzigen Stufe mit erdigem Untergrund gezündelt werden musste … Idioten eben.

Was mich im aktuellen Film aber wirklich empört hat - und zwar allein schon beim Sehen und dann nochmal beim Nachdenken, was oder ob sich die Filmleute etwas dabei gedacht haben … da läuft dieses dumme Stadtkind verirrt durch den Wald - trinkt seine Flasche leer - und - wirft sie (mit ganz nebensächlicher Geste) einfach in den Wald. Das ist ja schon deshalb dämlich, weil man die leere Flasche ja irgendwo wieder auffüllen könnte. Und es zeigt auch schön, dass es ein reiches gedankenloses Kind sein muss, denn es war ja keine wertlose Einwegflasche, sondern eine Trinkflasche für Unterwegs - kann man wegwerfen - kommt jederzeit neu von Papa oder Amazon. Die eigenen Klamotten später auch noch.
Aber richtig Wut hab ich doch deshalb, weil mir doch derart weggeworfener Müll andauernd im echten Wald begegnet - und hätte man nun in dem Film diese Einstellung gebracht, um irgendwie pädagogisch noch eine entsprechende Botschaft einzubauen - was ich als "Diktatur-Kind" sowieso und aus der doch hoffentlich vorhandenen Zusammenarbeit mit dem Nationalpark erwartet hätte - dann könnte man es noch akzeptieren - und tatsächlich - der Ranger kommt - findet die Flasche - hebt sie auf - - - und ich denke, jetzt kommt wenigstens irgendein Kopfschütteln oder später der Hinweis an das Kind, dass man Plastikflaschen nicht in den Wald wirft - - - aber nein - er sieht das Kind und wirft die Flasche genau so achtlos zur Seite - - - und zwar kommentarlos - also da wird mir richtig Übel vor Wut.
Warum haben die Filmleute dem Kind gesagt: " … und dann wirfst du die Flasche weg!"? Und gesagt haben sie es, denn so ein Schauspielkind macht nur das, was im Drehbuch steht. Und wenn das da so reingeschrieben wurde - was hat sich der Schreiber dabei gedacht??? Nichts natürlich - oder was denn? Dramaturgisch war die Szene bedeutungslos, nutzlos, also unnötig. Warum also? Ich denke: Eigene Dummheit, Gedankenlosigkeit, Verantwortungslosigkeit bei den Filmemachern - und ich ärgere mich gleich noch mehr.

@ Mstreicher: Dass wir im Film zwischen den Einstellungen von links- nach rechtselbisch springen, dass es dicht bei der Eisenbahnbrücke rechts zur Heringshöhle und links zur Barbarine geht, dass halbe Hundertschaften in der ersten Stunde schon zur Kindessuche ausrücken, anstatt wie bei der Boofenfahndung einfach einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera zu nutzen und dass die namentlich erwähnten Suchorte 10-15 km auseinander liegen … alles geschenkt. Alles "künstlerische Freiheit"

Ich bin doch schon froh, wenn meine zwei Liebling-Riff-Buchen nächstes Mal keine Palmen sind und der schnelle Weg vom Sandsteingipfel nicht wie bisher am Kirnitzschwasser, sondern am Ostseestrand endet. Das wäre doch auch schön, wenn man als Sponsor den Tourismusverband von Meckpomm dazu holt, dann könnte man immer bei Bedarf, also wenn man etwas Wasser braucht, oder Weiten Horizont, oder Sandstrand … einfach ein paar hübsche Bilder von Heringsdorf oder Warnemünde einblenden.
Das wird doch sicher niemanden stören - das ist eben die Freiheit …. 😯
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Fossil
Stiegengeher
Beiträge: 249
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 05.01.2020, 15:39
Zitat

In letzten Jahren tauchte gelegentlich der Begriff „Lügenmedien“ auf, würde ich so nicht bestätigen, aber die oberflächliche Gedankenlosigkeit, ungenügende Recherche, mit der kommentarlos so eine Szene mit der Trinkflasche veröffentlicht wird , obwohl doch gerade seit Greta diese allgemeine Thematik brandaktuell ist, macht schon sprachlos. Da sitzen falsche Leute irgendwo drinnen, egal ob in Ämtern oder in Medienunternehmen. Leider betritt ebend dies nicht nur solche Unterhaltungen,sondern oft genug auch die tägliche Nachrichtenpresse.
Aus solchen „Informationen“ werden Meinungen geprägt. In meinen privat Umfeld sind Wanderer abseits der offiziellen Wanderwege, egoistische Nichtsnutze und schädlich an unserer Schweiz.

Mstreicher
Stiegengeher
Beiträge: 414
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 05.01.2020, 18:24
Zitat

Zitat von Mstreicher am 04.01.2020, 11:05
Zwei Fragen zu Örtlichkeiten ergaben sich bei mir:
1. Wo ist die "Heringshöhle" aus dem Film? Die "richtige" Heringshöhle im Teufelsgrund scheint es ja nicht zu sein.
2. Wo ist die alte Bahnbrücke? Gehört die zur ehemaligen Bahnlinie im Gottleubatal?
Danke schon mal für eventuell eingehende Hinweise.
Ich fand die Handlung nicht so haarsträubend wie ersten oder teilweise im zweiten Teil der Serie. Trotzdem gehört diese Art Film nicht zu meinen Favoriten. Die Landschaftsbilder waren wieder stark.
Die Szene mit dem Camp mitten im Wald und obendrein noch mit qualmender Feuerstelle gehört allerdings nicht in so einen Film. Das geht gar nicht !! Da muss man sich dann nicht wundern, wenn irgendwelche Hirnlose das nachmachen und den Wald anzünden!

@Andreas P.: Ich habe doch gar nichts Schlimmes geschrieben oder gar an der "künstlerischen Freiheit" des Drehbuchautors gezweifelt. Ich hoffe, ich bin nur zufällig in den Strudel deines Ärgers in deinem langen Beitrag geraten ... 😕

DietmarWG
Administrator
Beiträge: 580
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 06.01.2020, 09:55
Zitat

Zumindest hat die Sendung dazu geführt, dass die Seitenbesuche auf meiner Webergrotten-Seite zugenommen haben - die Heringshöhle (https://www.webergrotte.de/grotten/html/gr_heringshoehle_fotos.htm) ist extrem oft in den letzten Tagen aufgerufen wurden.

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1164
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 06.01.2020, 20:15
Zitat

Zitat von DietmarWG am 06.01.2020, 09:55
Zumindest hat die Sendung dazu geführt, dass die Seitenbesuche auf meiner Webergrotten-Seite zugenommen haben - die Heringshöhle (https://www.webergrotte.de/grotten/html/gr_heringshoehle_fotos.htm) ist extrem oft in den letzten Tagen aufgerufen wurden.

🙂 jawoll, irgendwas Gutes steckt überall drin 🙂
Und du, Mstreicher, steckst nirgendwo drin, keine Angst. Ich wollte nur betonen, dass deine Fragen doch in dem Durcheinander der Bilder gar nicht gestellt werden dürften - denn wo wollte man da aufhören zu fragen - wie ich schon sagte - die Einstellungen springen so blitzschnell kilometerweise hin und her, da verliert jede Frage nach einer räumlichen Zuordnung ihre Berechtigung. Oder gröber gesagt: Die Frage ist blauäugig und ich hab mich schließlich in den Ärger reingesteigert. Denn natürlich hat der Name "Heringshöhle" keinerlei Bezug zu irgendeinem Ort im Film, weder zu Bildern von Orten vor oder nach der Einstellung und natürlich auch nicht zur Barbarine auf dem Schild am selben Mast. Da wurden einfach ein paar wirklich im Sandsteingebiet vorkommende Namen ins Spiel gebracht und vielleicht tatsächlich, um die von Dietmar bestätigte Wirkung zu erzielen und vielleicht bewirkt es auch tatsächlich, dass sich einige Leute hineinlesen und mit dem Gebiet befassen.
Vielleicht fehlte aber auch einfach die Phantasie, sich eigene Namen auszudenken … "Kummerloch" und "Blödhübel" oder wer weiß? Und ich steigere mich schon gleich wieder rein … fehlten doch auf den Schildern die Stundenangaben … die Proportionen stimmten auch nicht .. ach was solls!
War ein schöner Film und ich schau mir auf jeden Fall den 2. Teil an 🙂 AWG!

Mstreicher
Stiegengeher
Beiträge: 414
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 06.01.2020, 20:59
Zitat

@Andreas P.: Okay, dann haben wir uns missverstanden. Ich hätte vielleicht zumindest die erste Frage anders stellen sollen. Ich stelle sie hier noch einmal an alle: Weiß jemand, wo die Stelle, die im Film "Heringshöhle" genannt wurde, sich in Wirklichkeit befindet? Das interessiert mich auch jetzt noch, weil die Stelle interessant aussah und ich sie vielleicht mal aufsuchen würde. 🙂
Die zweite Frage nach der alten Brücke hat Karsten ja schon in seinem Beitrag beantwortet, sie befindet sich in Langenhennersdorf.
Missverständnis beseitigt, alles in Ordnung!
🙂 🙂

sandsteink-
obold
Wanderfreund
Beiträge: 49
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 06.01.2020, 21:57
Zitat

Zitat von Andreas P. am 05.01.2020, 13:40

Zitat von PapstStein am 04.01.2020, 16:20

Zitat von Karsten am 04.01.2020, 15:07
Schrottfilm, alles hanebüchen.

Hallo - es ist halt EIN FIIILLLMMM... reine Unterhaltung und kein Lexikon.

Was mich im aktuellen Film aber wirklich empört hat - und zwar allein schon beim Sehen und dann nochmal beim Nachdenken, was oder ob sich die Filmleute etwas dabei gedacht haben … da läuft dieses dumme Stadtkind verirrt durch den Wald - trinkt seine Flasche leer - und - wirft sie (mit ganz nebensächlicher Geste) einfach in den Wald. Das ist ja schon deshalb dämlich, weil man die leere Flasche ja irgendwo wieder auffüllen könnte. Und es zeigt auch schön, dass es ein reiches gedankenloses Kind sein muss, denn es war ja keine wertlose Einwegflasche, sondern eine Trinkflasche für Unterwegs - kann man wegwerfen - kommt jederzeit neu von Papa oder Amazon. Die eigenen Klamotten später auch noch.
Aber richtig Wut hab ich doch deshalb, weil mir doch derart weggeworfener Müll andauernd im echten Wald begegnet - und hätte man nun in dem Film diese Einstellung gebracht, um irgendwie pädagogisch noch eine entsprechende Botschaft einzubauen - was ich als "Diktatur-Kind" sowieso und aus der doch hoffentlich vorhandenen Zusammenarbeit mit dem Nationalpark erwartet hätte - dann könnte man es noch akzeptieren - und tatsächlich - der Ranger kommt - findet die Flasche - hebt sie auf - - - und ich denke, jetzt kommt wenigstens irgendein Kopfschütteln oder später der Hinweis an das Kind, dass man Plastikflaschen nicht in den Wald wirft - - - aber nein - er sieht das Kind und wirft die Flasche genau so achtlos zur Seite - - - und zwar kommentarlos - also da wird mir richtig Übel vor Wut.
Warum haben die Filmleute dem Kind gesagt: " … und dann wirfst du die Flasche weg!"? Und gesagt haben sie es, denn so ein Schauspielkind macht nur das, was im Drehbuch steht. Und wenn das da so reingeschrieben wurde - was hat sich der Schreiber dabei gedacht??? Nichts natürlich - oder was denn? Dramaturgisch war die Szene bedeutungslos, nutzlos, also unnötig. Warum also? Ich denke: Eigene Dummheit, Gedankenlosigkeit, Verantwortungslosigkeit bei den Filmemachern - und ich ärgere mich gleich noch mehr.

Dramaturgisch nutzlos war die Szene eben nicht. Offensichtlich wollte man den Ranger erstmal einen persönlichen Gegenstand von dem Mädchen finden lassen bevor er sie persönlich entdeckt. Dass es diese Flasche wurde, ist ein Resultat der mangelhaften Story, in die man offensichtlich wenig Arbeit gesteckt hat. Wie du schon sagtest, könnte das Mädchen die Flasche irgendwo wieder auffüllen ... und genau das hatte das Mädchen ja kurz vorm Wegwerfen an einem Bach auch gemacht! Da ist es unglaubhaft und unlogisch, dass sie die Flasche nun plötzlich wegwirft, weil sie leer ist.

Ansonsten finde es überzogen, was du schreibst. Du übersiehst dabei, dass man hier versucht eine Ausnahmesituation darzustellen. Es wird kein Kind gezeigt, das beim Wandern seinen Müll in der Natur verteilt, sondern ein Kind in einer Ausnahmesituation. Auch für den Ranger ist es eine Ausnahmesituation. Da steckt der MDR alles an Dramatik rein, was er aufzubieten hat, mit dieser 24h Impffrist inkl. Polizeisuchtrupp in Bataillonsstärke und dergleichen, und wenn Ranger er auf ein erstes persönliches Indiz von dem Kind trifft, soll er irgendwo zwischen Satire und Kleinkariertheit reagieren? Schnell mit dem Heli in Krankenhaus, Impffrist läuft bald ab, aber soviel Zeit muss sein 😎

DietmarWG
Administrator
Beiträge: 580
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Beitrag Re: Fernsehtipp
am 06.01.2020, 22:17
Zitat

Zitat von sandsteinkobold am 06.01.2020, 21:57

Dramaturgisch nutzlos war die Szene eben nicht. Offensichtlich wollte man den Ranger erstmal einen persönlichen Gegenstand von dem Mädchen finden lassen bevor er sie persönlich entdeckt. Dass es diese Flasche wurde, ist ein Resultat der mangelhaften Story, in die man offensichtlich wenig Arbeit gesteckt hat. Wie du schon sagtest, könnte das Mädchen die Flasche irgendwo wieder auffüllen ... und genau das hatte das Mädchen ja kurz vorm Wegwerfen an einem Bach auch gemacht! Da ist es unglaubhaft und unlogisch, dass sie die Flasche nun plötzlich wegwirft, weil sie leer ist.

Ansonsten finde es überzogen, was du schreibst. Du übersiehst dabei, dass man hier versucht eine Ausnahmesituation darzustellen. Es wird kein Kind gezeigt, das beim Wandern seinen Müll in der Natur verteilt, sondern ein Kind in einer Ausnahmesituation. Auch für den Ranger ist es eine Ausnahmesituation. Da steckt der MDR alles an Dramatik rein, was er aufzubieten hat, mit dieser 24h Impffrist inkl. Polizeisuchtrupp in Bataillonsstärke und dergleichen, und wenn Ranger er auf ein erstes persönliches Indiz von dem Kind trifft, soll er irgendwo zwischen Satire und Kleinkariertheit reagieren? Schnell mit dem Heli in Krankenhaus, Impffrist läuft bald ab, aber soviel Zeit muss sein 😎

Das habe ich an der Stelle auch so gesehen und erschien mir logisch. Es ging um die Rettung von Menschenleben. Der Rucksack des Mädchens blieb übrigens auch zurück. Natürlich hätte man der Ordnung halber den Ranger nach dem Heliabflug noch mal zurück in den Wald schicken können und alles einsammeln, dann hätte man dem Naturschutz auch noch Rechnung getragen.

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