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Autor Thema:Neues aus den Medien
Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1065
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 05.07.2020, 13:39
Zitat

Ich sehe hier nicht die Notwendigkeit einer Entscheidung für richtig/falsch, entweder/oder, schwarz/weiß. Ihr redet hier über sowohl als auch. Und dabei kann man aber schnell in eine Falle tappen. Denn natürlich ist immer "selber schuld", wer sich bei irgendwas erwischen lässt ... ABER ... ist damit auch die Schuld im Sinne der Anklage festgestellt? Und wenn ihr feststellt, dass die Bestraften selber schuld sind ... ist dann der Vorwurf überhaupt berechtigt? Und noch einen Schritt rückwärts ... ist denn das Betretungsverbot überhaupt mit irgendwas zu begründen, dass sich sachlich basiert nennen könnte? Oder nur ein drastisches Beispiel, dass sicher schneller einleuchtet: War der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze richtig und begründet ... der Grenzgänger also selber Schuld, wenn er erschossen wurde?? Nein! Natürlich alles nicht und über die Strafhöhen, damals wie heute, müssen wir da gar nicht erst diskutieren.

Menschen erzeugen nicht allein durch ihre Anwesenheit Waldbrände. Daher ist auch ein Verbot der Anwesenheit sachlich nicht begründbar. Wir haben hier nur wieder einmal das Beispiel einer eher ideologisch gewollten Regelung (Menschen weg), die mit fadenscheinigen Argumenten begründet wird. Durch Eskalation der "Schuldhöhe" soll dabei das Abschreckungspotenzial vergrößert werden und weil man nicht in der Lage ist die einzelnen Verfehlungen zu verhindern oder wenigstens zu ahnden ... fallen die Verantwortlichen in die offen stehende Falle der Verallgemeinerung. Läuft doch immer so. Gießkannenprinzip, Schrottschusstaktik, blinder Aktionismus statt gezielter Aktionen. Das ist schon alles ganz richtig so, denn der Böse ist ja auch nicht der Landwirt, der durch tierquälerische Haltung Geld sparen will, sondern der verantwortungslose Kunde, der vor den Kaufhallen steht und seit Jahren nach Gammelfleisch schreit. Schuld ist ja nicht der Mörder, der mit dem Küchenmesser seinen Nachbarn hinmetzelt, sondern der Küchenmesserhersteller. Und deshalb verbieten wir doch einfach den Fleischessern das Fleischessen und den Messerherstellern das Messerherstellen.
Keine Fleischesser = keine Tierquäler
Keine Messer = keine Mörder
Keine Waldbesucher = keine Waldbrände
Keine Moppeds = kein Geknatter
Denn wie Rolf schon erwähnte: Demnächst sind die Moppedfahrer dran. Weil einigen von denen ihre Schalltüten ausleeren und wie die Bekloppten im Dorf rauf und runter rasen müssen ... setzen wir nicht durch, dieses nervige Tun zu unterbinden ... sondern wir verbieten ALLEN Zweiradfahrern an Wochenenden und Feiertagen überhaupt noch herumzufahren ... wer dazu noch was sagen kann ... ?

Und ja Spreewolf, du liegst komplett daneben.

spreewolf
Stiegengeher
Beiträge: 809
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 05.07.2020, 13:58
Zitat

@Andreas 🙂 . Klar liege ich daneben! Konsequenterweise hätte der Forst gesperrt werden müssen und der Tourismus wäre zum Erliegen gekommen ! Stattdessen wurde medienwirksam ( Hubschraubereinsatz und Menschenjagd) der gemeine Boofer als allgemeines Übel identifiziert und ein gerichtliches Exempel statuiert. Da stimme ich Dir voll zu. Hat was mit Lobbyismus zu tun.
Ein Jahr später hat ein Virus den Lockdown bei denselben Verantwortlichen erzwungen und so ganz nebenbei den Tourismus gleich mit lahmgelegt.

Fossil
Stiegengeher
Beiträge: 183
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 05.07.2020, 15:28
Zitat

Das Boofen nimmt hier einen ordentlichen Raum in der Diskussion ein. Sicher berechtigt und ich erinnere mich recht gern an die häufigen eigenen Übernachtungen im Elbi vor vielen Jahren. Und mich gruselt vor dem Umgang damit und den teilweisen Scheinargumenten dagegen.
Was aber ist mit dem Kernziel der IG, dem Erhalt der historischen und neuerdings den noch vorhandenen Wegen?
Ich finde den Umgang damit seitens der NPV noch viel gruseliger, denn wandern gehört ja wohl viel eher zu einem Nationalpark. Und genau dazu ein Artikel in der SZ zur Teilsanierung an der Basteibrücke, in dem Herr Mayr/NPV die Wegeerhaltung als Beitrag zum Naturschutz erklärt, weil intakte Wege seltener verlassen würden. Aha!
Derzeit sind Verkehrsschilder wegen des Nachtparkverbotes im Kirnitzschtal bestellt, dann könne auch besser kontrolliert werden, sagt er. Was unternehmen wir gegen die Sperrungen von Wegen. Einzeln was gegen den unterlassenen Erhalt z.B. des Reitsteigs zu unternehmen, bringt wohl nichts. Hat jemand eine Idee? @Polenztaler, wie sieht’s bei Dir mit Kontakten zur Zeitung aus, vielleicht kann man das öffentlich einfordern?

polenztale-
r
Forums-Junkie
Beiträge: 1439
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 05.07.2020, 20:09
Zitat

Nehmen wir das Beispiel Polenztal. Ab der Waltersdorfer Mühle stromabwärts ist der Weg wegen eines kleinen Teilstückes voll gesperrt.Vorschläge den Weg wieder begehbar zu machen waren genug da. Dr.Butter hat dort meiner Meinung nach voll versagt.(nun ist er Rentner).Wieder ist ein alter historischer Weg ausradiert wurden und alle nehmen es hin.Wir sollten mal an die Landesregierung herantreten und eine vor Ort Begehung fordern.

Fossil
Stiegengeher
Beiträge: 183
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 06.07.2020, 19:38
Zitat

@polenztaler, da habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht, ich sprang gegen die Wand des SMUL (Min. Landw./Umwelt) und plumpste an der glatten Wand unsanft hinab.
Und wenn, dann muss man die Problematik erst mal ausreichend in die Öffentlichkeit bringen, da wird eine einmalige Erwähnung gar nicht reichen, ehe es als Problem wahrgenommen wird.
Also ich würde da mit der Zeitung anfangen, die wird auch nicht gerade auf uns warten. Eine weitere Option, wäre vielleicht ???? Biwak, obwohl der Thorsten Kutschke damit auch noch nicht aufgefallen ist.
Frage, kennst Du einen bei der SZ, der für sowas ein offenes Ohr hat?

polenztale-
r
Forums-Junkie
Beiträge: 1439
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 06.07.2020, 21:10
Zitat

@Fossil: ich versuche es

Fossil
Stiegengeher
Beiträge: 183
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 07.07.2020, 18:24
Zitat

Der MDR hat sich aus aktuellen Anlass mit dem Wildcampen beschäftigt und einen Artikel zur Sendung ins Netz gestellt.
@polenztaler, Deine Idee zu einem Vororttermin ist verlockend. Wir sollten vielleicht selber mal versuchen, über das Thema Wegeunterhaltung mit der NPV ins Gespräch zu kommen und ich sehe diese aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes in der Pflicht, den Faden aufzugreifen, trotz ausreichender Erfahrungen aus der Wegekommission.
Wir sind ja schließlich kein trotzkistischer Geheimbund und ich unterstelle allen hier eine höhere Wertschätzung den Nationalparkzielen gegenüber, als allgemein üblich.
Die Frage ist, sehr Ihr das auch so und wenn ja, wie weit soll der Gesprächsfaden gesponnen werden. Soll es nur um den Reitsteig gehen, oder auch um den Polenztalweg, oder auch noch um die zugeworfenen Stiegenpfade?
Nun will ich hier nicht mit Kröten um mich werfen, würde mich aber bei Zustimmung zur Kontaktaufnahme mit der NPV über Unterstützung freuen, da ich aus manchen Artikeln von Euch ordentlich Potential sehe, so ein Gespräch sachlich fundiert zu führen.

Andreas P.
Forums-Junkie
Beiträge: 1065
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 07.07.2020, 21:22
Zitat

Beide genannten Wege sind bestimmt gute Beispiele um auf den unerfreulichen Trend hinzuweisen, wo durch Windbruch unbegehbar gewordene schöne Wege aus der Liste klammheimlich verschwinden sollen, weil ja schließlich für Wanderer ein viel besserer hässlicher Weg vorhanden ist. Auf gut ausgebauten befahrbaren Wegen kommt man ja auch viel besser voran als auf solch unebenen Waldwegen. Naturerlebnis spielt bei der Sichtweise keine Rolle.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich den einen Weg noch nie und den anderen schon seit mehreren Jahren nicht gegangen bin ... ich selber brauche also beide Wege eher nicht, würde aber zur Not trotzdem eine Argumentation hinbekommen.
Nur bei der von Fossil unterstellten "höheren Wertschätzung den Nationalparkzielen gegenüber" muss ich ein weitgehendes Fehlen bei mir feststellen. Mich als Nationalparkgegner zu bezeichnen wäre vielleicht etwas übertrieben, aber ich lehne den Titel, den Namen und die mit der Zertifizierung verbundenen Auflagen und Vorgaben inzwischen weitestgehend ab.
Ganz wichtig ist aber bitte festzuhalten, dass der Naturschutzgedanke, Pflege und Erhaltung der Landschaft, Ausschluss von Bebauungen und so weiter natürlich erstrebenswerte Ziele sind, aber um diese zu erreichen ist doch wohl ein Landschaft- und Naturschutzgebiet ausreichend, ggf. mit besonders geschützten Ruhebereichen, "Kernzonen" eben.
Wer sich aber mal mit den angestrebten Nationalparkgedanken näher befasst, die internationalen Vorgaben studiert, der wird sehen, dass dies eigentlich mit der von uns gewollten und seit Jahrhunderten beliebten touristischen Nutzung nicht vereinbar sind. Aus diesen Widersprüchen entstehen die Krämpfe, die wir in den verschiedensten Aktionen der NPV erleben.

Wegewächt-
er
Forums-Junkie
Beiträge: 2433
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 08.07.2020, 13:30
Zitat

Es fallen mir noch andere Wege ein, die klammheimlich verschwunden sind. Kehllochweg bei Lohmen - Barriere davor, alter Mühlweg im Bielatal (ok, ist nicht im NP, wurde aber ebenfalls überwuchern gelassen), Haldenweg Wehlen "Bergsturzgefahr", ...

Hier gehe ich, ich kann nicht anders! (frei nach M.L.)

Mstreicher
Stiegengeher
Beiträge: 331
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Beitrag Re: Neues aus den Medien
am 08.07.2020, 16:36
Zitat

Wir könnten als Interessengemeinschaft vielleicht mal eine ähnliche Aktion starten wie Axel vor ein paar Jahren an den Kehren am Kleinen Winterberg. Denkbar wäre ein „offizieller“ Termin für einen „Kontrollgang am Reitsteig“. Zeit und Ort würden hier im Forum oder auf der IG-Seite gut sichtbar veröffentlicht werden. Da Vertreter der NPV hier sicher mitlesen, wird bestimmt auch jemand von dort vertreten sein, um zu sehen, was da los ist. Der Termin könnte auch offiziell der NPV zugestellt werden mit der Bitte um Teilnahme. Das wäre vielleicht sogar besser. Dann könnte man sehen, was passiert und was die NPV mit der Äußerung zu den „intakten Wanderwegen“ meinte.
Der Treffpunkt könnte oben am Großen Hochhübelweg am Beginn des Reitsteiges sein. Da der Große Hochhübelweg auch gesperrt ist, müsste man vom Zeughaus aus den Saupsdorfer Weg hoch und dann hinten um den Hochhübel herum gehen. Etwas umständlich, aber sicher machbar. Hickelhöhle oder Kletterzugang Löfflerschlüchte bis zum Reitsteig wäre theoretisch auch möglich. Aber das ist schon sehr weit hinten im Zschand.
Man könnte sich auch am Zeughaus treffen und dann ausnahmsweise mal den gesperrten Großen Hochhübelweg hinauf gehen, wenn Vertreter der NPV dabei sind.

Wenn jemand von der Presse teilnehmen könnte, wäre das günstig für die Außenwirkung.

Ob der Reitsteig dann wirklich begangen werden soll, müsste vor Ort entschieden werden. Gegenwärtig ist er ja gesperrt. Aber schon ein Treffen vor Ort würde Aufmerksamkeit erzeugen und vielleicht Bewegung in die Sache bringen. Dann wäre schon etwas erreicht.

Zweite Variante: Man könnte auch intern eine Begehung organisieren (was dann nicht ganz regelgerecht wäre) und das Ergebnis als Blog-Beitrag und/oder als Artikel in der Sächsischen Zeitung (wenn das dort erwünscht ist) veröffentlichen.

Dritte Variante: Ein offener Brief an die NPV mit der Darstellung der Problematik am Reitsteig und der Bitte/Forderung um/nach Angaben zu Planungen der Wiedereröffnung. Wenn die „SZ“ sich bereit erklärt, einen solchen Brief zu veröffentlichen, würde etwas Druck auf die Behörde aufgebaut werden. Das wird aber die Gesprächsbereitschaft mit uns als IG sicher nicht fördern.

Die erste Variante klingt ziemlich kompliziert, trotzdem würde mir diese am besten gefallen, weil dort der direkte Kontakt mit der Verwaltung möglich wäre.

Soweit mal meine Gedankengänge. Vielleicht ist es alles Müll, vielleicht aber auch eine Basis für weiterentwickelte Varianten …
(Sinngemäß könnte man das natürlich auch auf andere Wege übertragen)

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