Tagung der AG Wege am 29.Juni 2021

Wenn die AG Wege tagt, ist in der letzten Zeit nichts Gutes zu erwarten gewesen. Von einer Arbeitsgruppe, die sich mit Wegen befasst und wie diese wieder begehbar gemacht werden können, war da wenig zu spüren. Die NPV war sehr kreativ im Erfinden in Begründungen, warum was nicht geht. Die Beteiligten waren aber an Lösungen und nicht an Problemen interessiert. Weiterlesen

Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Herrn Kretschmer (2)

Es ist eine Antwort vom SMEKUL gekommen, auch wenn

  • mein Vorname Dietmar und nicht Dieter ist,
  • nichts Neues an Argumenten gekommen ist, die sind alle schon ausgetauscht wurden, und
  • die Absenderadresse der Mail auf den Weg durch das Regierungsviertel verloren gegangen ist und somit die Antwort in einem Postfach ankam, in das ich nicht schaue.

Der Inhalt ist hier nachzulesen. Wir werden auf jeden Fall dran bleiben.

Niemand hat die Absicht …,

… Wege abzuschaffen.

Wirklich? Zwar hörte man in letzter Zeit immer mal wieder (sinngemäß) solche Aussagen aus Richtung Nationalparkverwaltung. Wenn man aber mit wachen Sinnen durch das Elbi läuft, könnte man glatt denken, dass diese Aussagen gar nicht stimmen. Zwei aktuelle Beispiele sollen das verdeutlichen. Die Bilder stammen aus der vergangenen Woche.

Hintere NassschlüchteBeispiel 1: Das erste Bild zeigt das obere Ende der Hinteren Naßschlüchte am Knorreweg. Man sieht eine abgestorbene Fichte quer über dem Weg liegen. „Na und, das ist nun mal so im Borkenkäferwald“, könnte man denken. Aber wenn man sich das andere Ende des Baumstammes anschaut, erkennt man ganz schnell, dass dieser Baum nicht von selbst umgefallen ist, sondern gefällt wurde. Und zufällig genau über den Weg. Nun könnte man wieder sagen: „Na, vielleicht ist der Baum beim Fällen nicht in die gewünschte Richtung gefallen und liegt deshalb auf dem Weg. Kann ja mal passieren.“ Ziemlich unwahrscheinlich, aber selbst wenn es so wäre: Warum hat man dann die Säge nicht noch zweimal angesetzt? Schon wäre der Weg wieder frei gewesen. Und nein, diesmal gibt es keine Ausrede: Man hat es nicht vergessen. Ich sage es mal im Klartext: Man hat den Baum mit Absicht auf den Weg geknallt, um den Einstieg in die Hintere Naßschlüchte zu verschleiern. Niemand soll auf die Idee kommen: „Ei, da ist ja ein Weg, da könnte ich doch mal lang gehen.“ Es soll da niemand mehr lang gehen! Der Weg ist von der NPV nicht erwünscht und soll verschwinden.

Wilde Theorie? Wohl kaum! Denn nur wenige Meter südwestlich geht es „noch besser“, wie das zweite Beispiel zeigt:

An der höchsten Stelle des Knorreweges mündet die Reibetöpfelschlüchte ein. Verhau Reibetöpfel von unten gesehenDurch dieses Seitental des Großen Zschands führt ein Pfad, der wie die Hintere Naßschlüchte bei Gebietskennern und naturverbundenen Wanderern beliebt ist. Verhau Reibetöpfel vom Knorreweg aus gesehenIn die Mulde des Talschlusses der Reibetöpfelschlüchte hat man gleich mehrere abgestorbene Fichten hinein gefällt.

Das Ergebnis: Der Durchgang ist zur Zeit nicht mehr möglich. Das eine Bild zeigt den Zustand von unten, das letzte Bild zeigt den Anblick vom Knorreweg aus.
Für mich ist das ein klarer Verstoß gegen die Wegekonzeption und eine Riesensauerei!

Diese beiden Beispiele zeigen deutlich die Doppelzüngigkeit der Nationalparkverwaltung. Einerseits beteuert man immer wieder, dass die Wegekonzeption von 2001 weiter gilt und man Wege nicht abschaffen will. Andererseits schmeißt man Bäume auf Wege und Pfade, die nach der Wegekonzeption völlig legal zu begehen sind, und zerstört damit sogar aktiv das vorhandene Wegenetz.

Es ist eine Schande! Schämt Euch, Ihr Verantwortlichen, für Eure Missetaten!

Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten Herrn Kretschmer

Um der Forderung nach Instandsetzung der durch den Borkenkäferbefall unpassierbar gewordenen Wanderwege, vorallem im Gebiet der Kernzone Hintere Sächsische Schweiz, den nötigen Nachdruck zu verleihen, hat sich die IG mit einem Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten, Herrn Kretschmer, gewandt.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmer,

ich schreibe Ihnen diesen Brief im Namen der IG Stiegen- und Wanderfreunde. Wir sind seit fast 10 Jahren eine Interessengemeinschaft von über 100 Wander- und Kletterfreunden, die sich für den Erhalt des Wanderwegenetzes in der Sächsischen Schweiz einsetzen.

Wir sehen aktuell dieses Wegenetz, eines der Grundlagen der touristischen Infrastruktur im Nationalpark, als gefährdet an. Der massive Borkenkäferbefall der letzten drei Jahre hat die alte Fichtenmonokultur aus der Zeit der forstwirtschaftlichen Nutzung zum Absterben gebracht. Damit sind der Flora und Fauna im Nationalpark die Chance gegeben, sich ohne Mitwirkung des Menschen neu aufzubauen.

Die besonders vom Borkenkäferbefall betroffene Kernzone im Großen Zschand gilt unter Wanderern und Bergsteigern als das interessanteste und schönste Gebiet in der Sächsischen Schweiz. Es ist ein
Rückzugsgebiet besonders naturverbundener Menschen. Gerade in diesem Bereich sehen wir die Möglichkeit, den über viele Jahre andauernden Umbau der Natur mitzuverfolgen. Das setzt jedoch voraus,
dass die im Wegekonzept vom Februar 2001 ausgewiesenen Wege weiterhin für alle begehbar bleiben. Wir sind der Meinung, dass ein Nationalpark die Aufgabe hat, die Besucher für die Natur zu
sensibilisieren. Das bedeutet auch, dass die Besucher die Möglichkeit haben, die Natur mit den eigenen Sinnen wahrzunehmen. Was man nicht wahrnehmen kann, geht verloren.

Der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in der Sächsischen Schweiz, der unbedingt erhalten werden muss. Durch die coronabedingte Schließung ist dieser ohnehin schon in einer
existenzbedrohenden Notlage. Er muss jetzt die Möglichkeit bekommen, wieder anzulaufen. Eine desolate Wanderwegeinfrastruktur wäre das schlechteste Aushängeschild für ihn.

Wir bitten Sie, auf die Verantwortlichen einzuwirken, dass die momentan nicht begehbaren Wege in der Sächsischen Schweiz schnellstmöglich wieder nutzbar werden. Lassen Sie bitte überprüfen, ob die
derzeitige Situation als Naturkatastrophe einzustufen ist und damit bestimmte Verwaltungsabläufe beschleunigt werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Schubert
IG Stiegen- und Wanderfreunde
www.sandsteinwandern.de

Update 25.5.2021:
Es ist eine Antwort oder besser ausgedrückt, eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis der Weiterleitung an das SMEKUL angekommen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Schubert,

vielen Dank für Ihre Email an Herrn Ministerpräsidenten Kretschmer zur derzeitigen Situation der Wegesperrungen im Nationalpark Sächsische Schweiz. Ich wurde gebeten, Ihnen zu antworten. Wir haben Ihr Schreiben an das fachlich zuständige Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft zu weiteren Bearbeitung abgegeben. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

M. W.
Referentin – Desk Officer

Ob das SMEKUL antwortet…?

Sandsteinwandern jetzt auf Instagram

Liebe Stiegen- und Wanderfreunde,

unsere Website ist in den letzten Wochen sehr „textlastig“ geworden. Dafür gibt es gute Gründe. Die wurden in den Blogbeiträgen und im Forum heftig diskutiert. Ich habe als Gegenstück dazu eine „bildlastige“ Seite ins Netz gestellt. Zu erreichen ist diese unter

instagram.com/sandsteinwandern
sandsteinwandern auf Instagram

Kleiner Nachteil: Zum Betrachten muss man sich anmelden. Wer noch keinen Account hat, muss sich leider registrieren. Das dauert aber höchstens drei Minuten und man muss sich auch nicht mit seinem realen Namen verewigen. Das ist völlig legal und wird von Instagram (Facebook) toleriert. Zumindest derzeit noch.

Damit die Insta-Seite lebt, benötigen wir Fotos und vor allem kurze Videoclips. Deshalb rufe ich euch dazu auf, Fotos und Clips zu senden. Ihr seid oft im Elbsandstein unterwegs und findet immer interessante Fotomotive. Die sollten sich natürlich vom Mainstream unterscheiden. Die Motive können auch eine kleine Geschichte erzählen. Dazu stelle ich dann ein sogenanntes „Karussell“ zusammen. Ihr könnt das bereits jetzt auf der Seite sehen.
sandsteinwandern auf Instagram
Noch besser ist natürlich ein Video. Dafür eignet sich jedes Smartphone hervorragend. Instagram wurde ohnehin für die Smartphone-Nutzung konzipiert. Wer sich beteiligen möchte, sollte bitte folgende einfache Hinweise beachten: Filmt immer im Hochformat. Haltet das Smartphone ruhig und macht keine „wilden 90° Panoramaschwenks“. Filmt nur maximal 15 Sekunden. Es können auch drei oder vier Aufnahmen zu weniger als 10 Sekunden sein. Daraus lässt sich dann eine „Story“ erstellen. Besonders gelungene Aufnahmen können als Story Highlights gespeichert werden…

Damit es hier nicht zu textlastig wird, ist erst einmal Schluss. Ich eröffne zum Thema Instagram im Forum einen eigenen Thread für weitere Fragen und Anregungen.