Erst Hirsch, dann Gänse?

alte Aussicht Große Gans

Es wurde im Forum angemerkt, dass es schade wäre, wenn Mitglieder zu oft allein auf Erkundungen auszögen und zu wenig gemeinsame Unternehmungen mit mehreren Stiegenfreunden stattfänden.

  • Dem abzuhelfen folgt eine Einladung, aber wieder sei vorausgeschickt:
    Es gibt keine „geführte“ Wanderung
  • Jeder Mitläufer ist für sich selbst verantwortlich
  • Und ich bin eher langsam unterwegs
  • deshalb ist es kein Problem, wenn unterwegs jemand anders, schneller oder weglaufen will 🙂

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PRO CASTRUM WYLIN

Über die Wehlener Burgruine und das Bemühen der engagierten Burgfreunde wurde hier schon geschrieben und mehrere Stiegenfreunde waren öfters schon vor Ort als Helfer im Einsatz. Sie folgten damit der Empfehlung des Historikers A. Meiche, die man passend zur Burg Wylin im Bergpfadebuch Band 1 von Axel Mothes zitiert findet: „Eine historisch so bedeutsame Stätte liebevoll zu bewahren, ist zweifelsohne eine Ehrenpflicht, nicht nur des derzeitigen Besitzers, sondern aller Freunde vaterländischer Geschichte.“

Bild Quelle Webseite Stadt Wehlen Fotograf Heiko Gottlöber
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Waldbrandstufe 1 – nächtliches Betretungsverbot bleibt bestehen

Betretungsverbot

Betretungsverbot

Viele haben es befürchtet, seit 10.08.2018 ist es amtlich: Das nächtliche Betretungsverbot für Nationalpark und Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz bleibt trotz aktuell niedriger Waldbrandwarnstufe bestehen. In der ersten Meldung vom 20.07.2018 war die Allgemeinverfügung der unteren Forstbehörde noch direkt an Waldbrandwarnstufen gekoppelt. Die neue gilt “bis auf Widerruf”.

War das erste Verbot noch halbwegs nachvollziehbar, so kehrt nun eine altbekannte Willkür ein.  Denn offenes Feuer ist gleichermaßen wie Rauchen sowieso grundsätzlich ganzjährig in Wald und Nationalpark Wald verboten. Es kann jederzeit geahndet werden, egal zu welcher Tageszeit. (Die letzten Feuer im großen Zschand und in Rathen sind übrigens alle Nachmittags ausgebrochen…) Nun werden alle Naturfreunde Nachts ausgesperrt. Vorboten einer kommenden Neuregelung? Die IG Stiegen- und Wanderfreunde finden das Verbot nicht in Ordnung. Es wurden bisher keine stichhalten Argumente PRO Betretungsverbot geliefert.

Feuerverbot - immer

Feuerverbot – immer

In den Medien findet das Verbot ein positives Echo – vor allem bei denjenigen welche eh nie zu dieser “gottlosen Uhrzeit” draußen unterwegs wären und sich lieber auf der Couch vom TV berieseln lassen. Manchmal laufen ja auch Naturdokus in der Flimmerkiste. Reicht doch.

Und da denkt man naiverweise noch, dass mit dem linkselbischen Forststeig Elbsandstein eine Brücke zwischen Naturfreunden und Verbotskultur geschlagen wurde. Und im nächsten Moment ist plötzlich alles rings um den Forststeig Kernzone.

Die SZ berichtet heute auf der Titelseite der Pirnaer Zeitung von einer Dame aus Bayern, die auf Schadenersatz klagen möchte, weil Sie durch das akt. Verbot nicht den gewünschten Urlaub in der Felsenheimat erleben durfte. Sie wollte z.B. diese Mondfinsternis im Gebirge erleben.

MoFi Papststein

MoFi Papststein

Sunset Papststein

Sunset Papststein

Oder auch diesen Sonnenuntergang. Aber weil Sie sich streng an die Regeln gehalten hat, ist Sie jetzt die Dumme.

Vor paar Tagen erging es mir ähnlich. Abends im Gebiet Falkenstein/Schrammsteine unterwegs, wollte ich zu einer schönen Aussicht auf einen Felsband unterhalb des hohen Torsteins gehen. Aber HALT: Da steht doch der Uhu – Horstschutz bis 15.08. Ärgerlich, aber akzeptiert und missmutig zu einen nicht so schönen abendlichen Essensplatz gegangen. Kurz darauf ein nervtötendes Summgeräusch: Eine Drohne/Octocopter kreiselt hoch oben im Bereich der Torsteine minutenlang herum, in unmittelbarer Nähe des Falkennests….

Waldbrand nachgeschaut

Wir waren nun am 11.08.2018 im Hirschgrund und um es gleich vorweg zu nehmen, da war nicht der eigentliche Waldbrand. Wir sind dem Kletterzustieg zur Kraxelbrüderscheibe folgend, somit auch die aktuell verschärften Verhaltensregeln nicht verletzend, bis an den Wandfuß der Riffspitze aufgestiegen. Dort finden sich ca. 150-200 m² völlig verbrannten Bodens – alles Trockenzeug komplett weg – von Heidekraut und Blaubeeren sind nur noch einige dickere „Stämmchen“ übrig – die Rinde der größeren Bäumchen ist bis 2 m Höhe verkohlt – Laub und Nadeln teils verschwunden – teils bis 4-5 m Höhe abgestorben und hitzegetrocknet. Das sind die sofort als Brandfläche erkennbaren Bereiche. Eindrucksvoll ist es schon, wenn man sich an diesen Stellen die Feuerwehrleute vorstellt, wo der Hang sich 6-7 m mit 45° zur Abbruchkante hinunterneigt. Interessanter sind aber die zahlreichen Hinweise auf die größeren Brandteile und die Löscharbeiten.

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Der Waldbrand an der Bastei

Hirschgrund mit Kraxelbrüderscheibe vor dem Brand

 

Das Feuer der letzten Woche, dessen prominente Lage zur Bastei, meine persönlichen Beziehungen zu einem der Stillen Gründe und weil ich über die zunehmenden Brandstiftungen stinksauer bin – das alles ist mir Anlass, den Zustand und die Auswirkungen in der Landschaft mal mit eigenen Sinnen erleben zu wollen. Wer mitkommen möchte ist herzlich eingeladen, aber:

– Es gibt keine „geführte“ Wanderung
– Jeder Mitläufer ist für sich selbst verantwortlich
– Und ich bin eher langsam unterwegs

Ich werde am Samstag, 11. August, 09:03 mit der S1 in Rathen ankommen – drüben stromab bis zum letzten Haus – dort zum Haldenweg hoch – im Hirschgrund das Dilemma angucken – vielleicht mal einen Blick in den Nachbargrund werfen – und damit es nicht nur eine deprimierende Schadensaufnahme bleibt – würde ich gern mal die Begehbarkeit der Kletterzustiege zwischen Hirschgrundkegel und Hirschgrundturm erkunden – im Hirschgrund ganz aufsteigen – eventuell mal einen Blick in die Hermannhöhle werfen (?) – am Steinernen Tisch kurz einkehren – und unspektakulär absteigen über Höllengrund – Zscherregrund (je nach Lust und Zeit auch Teufelsgrund) – nach Wehlen, um dort nochmal kurz über den Burgberg zu laufen – Bahnhof.
Das dürften knappe 8 km werden. Schwierigkeiten unbedeutend, vom unbekannten aber umgehbaren Hirschgrundturm mal abgesehen.