Der IG-Stiegen-Kalender für 2025

Der IG-Stiegen-Kalender 2025 ist da.
Wie gewohnt enthält er 13 Ziele, die abseits der üblichen Touristenrouten liegen.
Und wie gewohnt gibt es bei allen diesen Zielen einen QR-Code zur besseren Online-Orientierung.
Der Kalender wird beim Bergsichten Festival vom 15.-17. November 2024 im Hörsaalzentrum der TU Dresden am Stand der IG zu haben sein.
Wer da nicht kommen kann oder will, der kann auch schon jetzt bestellen. Einfach eine Mail an

frinzberg@gmail.com

schicken. Postadresse nicht vergessen. Inklusive Versand werden dann sechs Euro fällig.
Viel Spaß damit.

 

Protestwandern im Großen Zschand

Protestwanderung im Großen Zschand.

Nachdem verschiedene Behörden die Forderungen nach Öffnung grenzüberschreitender Wanderwege seit Jahren abbügeln, wahlweise auch verschleppen oder ignorieren, will die Bürgerinitiative „Naturpark Sächsische Schweiz“ jetzt mal ein wenig Druck machen.

Am Reformationstag (wahlweise auch Halloween), hierzulande ein Feiertag, geht es in den Großen Zschand bis zur tschechischen Grenze. An genau jene Stelle, an der einst Kurt Biedenkopf grenzenloses Wandern versprach. Mit diesem Versprechen war es Essig, nachdem die berufsmäßigen Wegesperrer und -verhauer in der Nationalparkverwaltung das Ruder übernommen hatten.

Grund genug, hier mal etwas zu tun, oder auf Neudeutsch „ein Zeichen zu setzen“.

Als IG unterstützen wir natürlich diese Aktion und werden vor Ort sein. Worum wir auch alle anderen bitten.

Unser Arbeitseinsatz in den Schwedenlöchern … (Nachtrag 20.05.)

… nein, war nur die reißerische Überschrift. Wir hätten natürlich gern geholfen, den Weg durch die Schwedenlöcher nun endlich fertig zu bekommen … aber da sich die Nationalparkverwaltung bei ähnlichen Anfragen in der Vergangenheit recht unzugänglich gezeigt hat … haben wir darauf verzichtet 🙂 Stattdessen hat „unser Mann vor Ort“ lokale Kontakte genutzt und für einen zwischen den zu Hohnstein gehörenden Gemeinden Hohburkersdorf und Zeschnig verlaufenden Weg einen Instandsetzungsbedarf ermittelt.

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Update KHS

KHS? Damit ist der Kleinhennersdorfer Stein gemeint.

Und warum Update? Ganz einfach: Im Dezember 2015 gab es hier schon einen schönen Blogbeitrag von Andreas P. zu diesem Thema. Ich möchte heute die Einladung zum Besuch dieses wunderbaren Ortes auffrischen und ergänzen. Und „Auffrischung Kleinhennersdorfer Stein“ als Überschrift hätte etwas seltsam geklungen. 🙂

Die Erkundung dieses Tafelberges stand schon seit 2007 bei mir auf dem Plan. Nun ergab sich eine geniale Gelegenheit, die ich nicht verstreichen lassen konnte: Im Mai machten wir ein paar Tage Urlaub im Elbi. Das Quartier war in Kleinhennersdorf, im letzten Haus vor dem Kleinhennersdorfer Stein. Wenn nicht jetzt, wann dann? Also los!

Nach einem schönen gemeinsamen Tagesprogramm brach ich eines Abends noch mal allein auf: Erst ging ich den Malerweg aus Kleinhennersdorf hinaus wenige hundert Meter am Waldrand entlang. Dann „nahm“ ich den ersten deutlichen Pfad nach rechts und stieg in der Falllinie den Hang hinauf. Dieser Pfad führt auf direktem Weg steil zu dem kleinen Sattel hinauf, hinter dem die Schwarze Pfütze liegt. Ob dieses Feuchtgebiet früher eine größere freie Wasserfläche hatte, weiß ich nicht. Bei meiner Begehung war jedenfalls passend zum Namen nur eine winzige schwarze Pfütze zu sehen. (Wenige Meter östlich liegt eine der erstaunlich vielen Aussichten an diesem Stein, die unser Titelbild ziert.

In diesem östlichsten Zipfel des KHS liegt sehr viel trockenes Totholz umher, welches das Vorankommen sehr behindert. Deshalb ging ich eine kurze Strecke wieder zurück und weglos am Felsfuß im Bogen hinüber zur Sandschlüchte. Dort befindet sich mehr Laubwald, darunter mächtige Buchen.


Da ich für die weiteren Erkundungen nur ein begrenztes Zeitfenster am Abend hatte, ließ ich mir bei komoot meinen Standort anzeigen und folgte teilweise dem dort angegebenen Pfadnetz. Das vorhandene Pfadnetz im Gelände ist noch umfassender, als es bei komoot (OSM) angezeigt wird. So ergab sich eine äußerst interessante Erkundungsrunde.
(siehe hier)

Hier eine Kurzbeschreibung: zunächst durch einen schmalen Felsspalt neben der Sandschlüchte, dann ganz hinauf auf das Massiv oberhalb der Sandschlüchte, wo sich auch der höchste Punkt des KHS befindet. Von hier aus könnte man durch ein paar unspektakuläre Felsspalten in nordwestlicher Richtung wieder sanft ein halbes Stockwerk tiefer gelangen. Dann würde man aber das schöne „Tabaluga“-Felsentor verpassen, welches etwas seitlich liegt. Der Name fiel mir bei dem Anblick spontan ein. 🙂 Durch dieses Tor erreichte ich dann einen Pfad, der auf dem besagten halben Stockwerk tiefer westlich um die Felsen herum führt. Dort hinten kommt auch der oben genannte Pfad durch die anderen Spalten an.

Weiter in nordwestlicher Richtung bis zum Ende dieses Massivs, wo sich ein Aussichtspunkt befindet. Ein paar Schritte zurück, dann ging es weiter abwärts, wieder durch einen sehr schönen Felsendurchgang. Das Felsental „Hölle“ war erreicht. Dem dort vorhandenen Pfad folgte ich aufwärts und kam nach einer Rechtsbiegung und ein paar ausgehauenen Steinstufen zum zweithöchsten Punkt des KHS. Ein kleiner Felsknubbel markiert diese Stelle. Nach ein paar Erkundungen und etwas Zickzack fand ich das Schusterbänkel. Der Zustieg hinauf ist nicht ganz ungefährlich. Ich brach den Versuch schnell ab. Hinauf wäre es gegangen, aber der Rückweg erschien mir ohne Sicherung zu gefährlich. Immerhin war ich allein, und es war schon spät. Deshalb sah ich davon ab, die Beine mal im Felsenloch baumeln zu lassen.
Etwas nordwestlich vom Schusterbänkel liegt ein sehr schöner Aussichtspunkt. Ein Schild weist ihn als Riedel-Aussicht aus.

Weitermarsch: ein paar Schritte zurück, dann durch eine schöne bemooste Felsenklamm ein kleines Stück abwärts bis zum Kletterfelsen namens Räuberhöhlenturm und dann am Felsfuß entlang auf halber Höhe in das nächste Felsental, den „Kessel“. Diesem Tal folgte ich nach links aufwärts. Im oberen Teil verwilderte der Pfad etwas. Auf dem Plateau waren dann wieder viele Pfade zu sehen. Einer davon führte mich zu einem wunderbaren Aussichts- und Rastplatz, wo eine Bank und ein kleiner Tisch zum Verweilen einladen.
Nach ein paar Erkundungen in der Nähe stieg ich einige Meter ab und auf der anderen Seite gleich wieder hinauf auf das Massiv oberhalb der Lichterhöhle. Ein kleines Stück kann man dort noch vordringen, dann gebietet eine breite Felsspalte Einhalt. Die vordersten Felsen des südwestlichen Massivs sind von oben nicht zugänglich.
Nach dem Abstieg besuchte ich noch die drei großen Höhlen im südlichsten Teil des KHS. Die Eishöhle und die Hampelhöhle muss man im Gewirr der Felsblöcke und Felsspalten etwas suchen, aber die Suche lohnt sich. Die größte von ihnen, die Lichterhöhle, ist am Fuß der hohen Felswand leicht zu finden. Wir haben im Urlaub 2007 bei einem Familienausflug das Gebiet mit den Höhlen erkundet. Die Kinder (und auch der Papa 🙂 ) waren damals begeistert.

Seit dieser Zeit hatte der KHS für mich etwas geheimnisvolles an sich, weil er noch nicht „fertig erkundet“ war. Nun konnte ich für mich diese Geheimnisse endlich lüften. Ich war überrascht, wie abwechslungsreich dieser Tafelberg ist, der von weitem aussieht wie ein Waldhügel. Aber es gibt hier schöne Aussichten in fast alle Richtungen, sehr schöne Felsdurchgänge, drei interessante Höhlen und ein paar Besonderheiten wie die Schwarze Pfütze und das Schusterbänkel.

Der Kleinhennersdorfer Stein ist natürlich nicht so spektakulär wie Pfaffenstein, Lilienstein und Co. Das macht aber vielleicht gerade den Reiz aus. Der KHS ist weitgehend unerschlossen. Als einziger markierter Wanderweg überquert der Forststeig den Stein. Einen Klettergipfel nebst markiertem Zugang gibt es auch. Alles andere will erkundet werden. Viel Spaß dabei! Ich kann es wärmstens empfehlen.

Einige weitere Bilder der Tour gibt es hier.

Auf dem Heimweg wurde ich noch mit einem schönen Ausblick über das Elbtal belohnt.

Bergsichten 2023

An diesem Wochenende findet wieder das „Bergsichten-Festival“ im Hörsaalgebäude der TU-Dresden statt. Und natürlich ist auch die IG Stiegen- und Wanderfreunde dabei. Diesmal gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Naturpark Sächsische Schweiz“. Ihr findet uns an beiden Tagen im Rahmen der „Bergsichten-Messe“ im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir freuen und auf euren Besuch, zwecks erbaulicher wie kritischer Gespräche.

Bergsichten 2019

Bergsichten 2019