Arbeitseinsatz in Porschdorf

Ein- bis zweimal pro Jahr finden sich Mitglieder der Interessengemeinschaft Stiegen- und Wanderfreunde für einen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz zusammen. So wurden in der Vergangenheit z.B. eine Schutzhütte im Gr. Zschand saniert, Stiegen im Bielatal repariert oder der Gelobtbachgrund nach einem zerstörerischen Flutereignis halbwegs begehbar gemacht. Während unser ehrenamtliches Hilfsangebot beim Nationalpark in der Vergangenheit mehrheitlich auf taube Ohren stieß, freuen sich die Kommunen umso mehr über freiwillige Hilfsangebote.

Hornleitenweg in Porschdorf

Arbeitseinsatz in Porschdorf

Arbeitseinsatz in Porschdorf

Diesmal fiel die Wahl auf den Hornleitenweg in Porschdorf. Stiegenfreund Mathias hatte diese Aktion in Absprache mit der Stadt Bad Schandau organisiert. So fanden sich am 14.05. 12 Stiegen- und Wanderfreunde zusammen, um dem Weg eine Frischekur zu verpassen. Es ist ein schöner Verbindungsweg, um von Porschdorf nach Rathmannsdorf oder Prossen zu gelangen.

Die letzte Instandhaltung fand im Rahmen von ABM-Maßnahmen vor rund 20 Jahren statt. In entsprechend schlechten Zustand waren die alten verbauten Schwellen und das Geländer. Im unteren Teil, wo er steil an der Hangkante zum Lachsbach verläuft, wurde Geländer ersetzt. Der obere Abschnitt erhielt ein paar neue Stufen und Wasserabläufe, da bei Starkregen der Weg immer stärker ausgespült wird. Es war durchaus eine schweißtreibende Angelegenheit, die Schwellen in den ausgetrockneten Boden einzubringen. Außerdem wurde der schmale Weg von störendem Geäst befreit. Am Ende haben wir sicherlich einen guten Beitrag dazu geleistet, diesen weniger bekannten Wanderweg zu erhalten.

Unterstützer dieser Aktion in Form von Übernahme der leiblichen Versorgung und Materialkosten war die Radeberger Brauerei, welche im Rahmen der Aktion „Mein Kasten für unsere Heimat“ bereits mehrere Projekte in der Sächsischen Schweiz gefördert hat und vor Ort mit Herrn Wagner vertreten war. Ein Dank für den reibungslosen Ablauf geht auch an Herrn Kunack, den Bürgermeister von Bad Schandau, welcher unsere Aktion vor Ort mit begleitete.

Gruppenbild der Helfer

Gruppenbild der Helfer

Um die Sandaue

Wie schon erwähnt, kamen wir vom Boofen, hatten uns zum Frühstück schon Zeit gelassen, waren aber doch noch etwas früh am Parkplatz. Also kochten wir uns inzwischen einen Kaffee am Straßenrand, während wir auf den Rest unserer sonntäglichen Wandertruppe warteten.
Dann ging`s los, ein Stück die Straße runter und endlich hinauf, durchs Meergründel, auf die Höhe der Ostrauer Scheibe. Wahrscheinlich gibt einem der Name solche Gedanken ein, aber das saftige Grün sieht doch fast aus wie eine Unterwasserwiese. Schöne Häuschen stehen da im Gründel, aber das geht noch besser, wie wir am Ende unserer Runde sehen werden. Der Weg geht bequem am Rand des Zahnsgrundes entlang, an ehemaligen Aussichten vorbei, die früher sicher sehr besuchenswert waren. Man erkennt noch Stufen, die zu einem Brückensteg und auf einen vorgelagerten Fels führten. Heute ist die Sicht zugewachsen. An der Emmabank bekommen wir dann aber einen tollen Blick ins Tal. Ein wirklich schönes Plätzchen und durch Bank mit Tisch auch großartig für eine gemütliche Zwischenmahlzeit geeignet.
Weiter geht’s auf dem Emmabankweg, dicht am Waldrand im Halbschatten, ideal an diesem wärmer werdenden Vormittag. An einigen bemerkenswert dicken Bäumen vorbei, kommen wir recht bequem zum und durch den Wolfsgraben um drüben die Sendig-Villen anzuschauen.  Kaum zu glauben, dass damals keiner die Häuser haben wollte, die der Vordenker auch schon mit Autoeinfahrt und Garage geplant haben muss, wenn ich mich nicht verguckt habe. Aber man merkt schnell selbst, dass die damals gebaute Straße für die Erschließung der Häuser nicht reichen konnte. Ein kürzerer Fußgängerzugang in die Stadt musste her und auf dem Weg zum Aufzug findet man Sendigs Worte gleich nocheinmal bestätigt, der kurz nach der Fertigstellung des Aufzugs schon meinte, er hätte noch höher werden müssen. Tatsächlich ist doch das Stück Fußweg vom/zum Aufzug recht steil. Weiterlesen